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Furggelenstock (381)
Dienstag 04.06.2013

Anfahrt: Rielasingen - Frauenfeld - Wil - Wattwil - Rapperswil - Einsiedeln - Oberiberg

Route: Oberiberg - Änglisfang - Hobacher - Ibergeregg - Zwäcken - Schindleneggen - Furggelenstock - Furggelen - Nähe Butziflue - Surbrunnenhütte - Surbrunnentobel - Heikentobel - Oberiberg

Gehzeit: ca. 7:00 h
Oberiberg - Talstation  ... 0:20 h
Talstation - Änglisfang  ... 0:20 h
Änglisfang - Hobacher  ... 0:35 h
Hobacher - Ibergeregg  ... 0:40 h
Ibergeregg - Zwäcken  ... 0:25 h
Zwäcken - Schindleneggen  ... 0:35 h
Schindleneggen - Furggelenstock  ... 0:15 h
Furggelenstock - Furggelen  ... 0:20 h
Furggelen - Butziflue  ... 1:00 h
Butziflue - Surbrunnenhütte  ... 0:30 h
Surbrunnenhütte - Surbrunnentobel  ... 0:15 h
Surbrunnentobel - Heikentobel  ... 1:10 h
Heikentobel - Oberiberg  ... 0:35 h

Höhendifferenz: ca. 680m

Distanz: ca. 20km

Trotz grauem Himmel wagen wir es, ins Auto zu sitzen und die Schweizer Berge anzusteuern. Schon nach wenigen Kilometern zwingt uns ein grandioser Ausblick zum Anhalten und Knipsen. Von Kalchrain aus, einem ehemaligen Kloster unterm Hörnliwald, erleben wir ein Alpenpanorama vom Feinsten.

Im Zentrum von Oberiberg werden wir vom Parkplatzangebot schier erschlagen. Am Posthotel stehen gerade mal eine Hand voll Autos auf einem riessigen Parkplatz und laut Infotafel dürfen wir hier gratis stehen bleiben, zumindest für eine bestimmte Dauer.

An der Ortsstrasse laufen wir über den Ortsteil Tschalun bis zur Talstation einer Seilbahn, die im Winter die Brettlfahrer zum Steinboden befördert. Nur ein leerer Postbus wartet auf dem grossen Parkplatz vergeblich auf Fahrgäste. Wir müssen ihn enttäuschen.

Wir halten uns an den Wanderwegweiser, der in Richtung Änglisfang und Ibergeregg zeigt und erfahren auf einer Infotafel bald, dass wir uns auf dem alten Schwyzerweg befinden, der das Kantonale Naturschutzgebiet Ibergeregg durchquert.

Vom ansteigenden Wirtschaftsweg blicken wir in der Ferne auf eine markante Felsspitze Namens Gross Schijen. Nach wenigen Hundert Metern zweigt rechterhand ein schmaler Pfad ab. Durch eine Vertiefung, von Hecken und Sträuchern gesäumt, kürzt er den Wirtschaftsweg ab, in den er nach einigen Minuten wieder mündet.

Im offenen Wiesengelände passieren wir nach etwa zwanzig Minuten über den Wirtschaftsweg bei Änglisfang einen Wanderwegweiser. Ein Wanderweg zweigt hier direkt zum Furgellenstock ab, doch wir wollen zuerst zur Passhöhe Ibergeregg laufen.

Eine Bäuerin ist mit der Aufstellung eines leichten Weidezauns beschäftigt. Der kleine Sohn schaut uns mit grossen Augen an. Auf seinen wackeligen Beinchen kann er gerade mal eine Zaunlatte tragen. In der Nähe eines Bauernhauses endet der Wirtschaftsweg. Wir haben uns weiter mit einem wassergetränkten Wiesenpfad zu begnügen.

Die Blumen scheinen sich in dem nassen Boden wohl zu fühlen. Denn davon gibt es jede Menge zu fotografieren. Wären nicht weite Strecken durch querliegende Holzbalken einigermassen trockengelegt, würden wir sicher stellenweise bis zum Knöchel im Schlamm versinken. Doch auch auf den nassen und rutschigen Holzbalken ist Vorsicht geboten.

Nach einer knappen Stunde kommen am Horizont die Gebäude auf der Passhöhe Ibergeregg in Sicht. Am Himmel über den Gebäuden reisst die Wolkendecke kurz auf und durch das Wolkenloch sind schneebedeckte Berggipfel zu sehen. Insgesamt nimmt der Blauanteil am Himmel stetig zu. Gebremst von vielen Fotomotiven, stellen wir nach gut zehn Minuten fest, dass das Gasthaus am Ibergeregg geöffnet hat.

Während wir auf der Terrasse ein Bierchen trinken, gewähren immer wieder Wolkenlöcher kurze Blicke auf schneebedeckte Berggipfel. Die Wirtin glaubt nicht, dass sich die Wolken im Laufe des Tages ganz verziehen werden. So bleibt der Grosse Mythen, der von hier aus zu sehen sein sollte, vorerst verborgen.

Wieder gibt es einen direkten Anstieg zum Furggelenstock, über den Gipfel des Brünnelistock. Doch wir wollen einen kleinen Umweg über Zwäcken machen, um dort auf den Schwyzer Höhenweg zu stossen. Ein breiter Wirtschaftsweg steuert geradewegs auf den Grossen Mythen zu, den wir im Moment mehr erahnen als sehen können.

Schon zweihundert Meter nach dem Restaurant auf dem Ibergeregg passieren wir eine schnuckelige Holzhütte mit dem schönen Namen Sonnenhütte. Auf der gemütlichen Terrasse hätte eine Einkehr viel Freude bereitet. Auf einer Tafel lesen wir: "Noch 4945 Schritte zum Grossen Mythen"

Fast auf einer Höhenlinie erreichen wir in einer viertel Stunde bequem die Alpwirtschaft Zwäcken. Die grosse Gartenwirtschaft wird gerade aufgestuhlt. Gäste gibt es noch keine. Um ein Haar können wir den Grossen Mythen sehen, doch dann schiebt sich wieder ein neuer Wolkenfetzen davor.

Kurz vor der Alpwirtschaft machen wir eine Kehre nach rechts und folgen dem Wanderwegweiser, der zum Furggelenstock eine Gehzeit von 50 Minuten verspricht. Der Winter hat dem Wanderweg sehr zugesetzt und ihn noch nicht an allen Stellen freigegeben. Das eine oder andere Dreckloch und Schneefeld umgehen wir über die nassen und noch nicht grünen Wiesen.

Die schneebedeckten Berge der Zentralschweiz strahlen unter den schwindenden Wolkenfetzen und manchmal sehen wir sogar beinahe den Grossen Mythen. Eine gute halbe Stunde steigen wir mehr als 100 Höhenmeter zum Schindleneggen hinauf. Von der Grathöhe sehen wir auf Osthänge hinunter, wo noch einiges an Schnee liegt.

Nach einigen Minuten kommt das schmale Gipfelkreuz des Furggelenstock zum Vorschein. In einer viertel Stunde steigen wir weglos, immer in Gratnähe, die knapp hundert Höhenmeter zum Gipfel des Furggelenstock hinauf. Zwei entgegengesetzte Panoramatafeln, mit einem dicken Holzzaun drum rum, erklären die Namen der Gipfel, die man jetzt gerade, unter den Wolken, nicht sehen kann.

Das Gipfelkreuz ist eher ein Gipfelnähekreuz, denn es ist etwas unterhalb aufgestellt. Die Aussicht ist gut, aber nicht fern. Immerhin sehen wir bis Oberiberg, dem Ausgangs- und Zielpunkt unserer Wanderung. Mit einem Fernglas könnte man vielleicht sogar das Auto auf dem Parkplatz sehen. Im Norden sehen wir zur Alpwirtschaft Furggelen hinunter.

Wir machen nur eine knappe halbe Stunde Gipfelrast, da ein frisches Lüftchen keine richtige Gemütlichkeit aufkommen lassen will. Dann steigen wir in zwanzig Minuten den steilen Nordgrat zur Alpwirtschaft Furggelen hinab. Die Bewirtschafter der Alp sind schon am Werkeln, aber Besucher werden noch nicht bewirtet. Wir setzen uns trotzdem zu einer kurzen Trinkpause an die Hüttenwand und geniessen den Blick auf die Mythen (Gross und Klein), die jetzt ausser der Spitze des Grossen Mythen, zu sehen sind.

Auf der Grathöhe geht es weiter nordwärts, anfangs über schlammige Wege und Schneereste. Nach etwa einem Kilometer bietet sich ein Abstieg nach Oberiberg an. Wir bleiben aber zunächst auf der Höhe und folgen dem Wanderwegweiser in Richtung Butziflue. Sumpfige Wiesen sind an wenigen Stellen mit Holzbalken begehbar gemacht. Schliesslich wird der Grat schmal und linkerhand geht es fast senkrecht abwärts.

Der Boden hat in Abgrundnähe breite Risse und es ist abzusehen, dass irgendwann der Wanderweg abrutschen wird. Die nächste Möglichkeit, die sich nach einem weiteren Kilometer anbietet, nach Oberiberg abzusteigen, nehmen wir wahr. Nach einem kurzen, steilen Waldstück mündet der Pfad in eine Wiese. Bei den schwach ausgeprägten Trittspuren müssen wir aufpassen, den Pfad nicht zu verlieren.

Ab der Surbrunnenhütte, die wir nach einer halben Stunde passieren, steht wieder ein Wirtschaftsweg zur Verfügung. Beim Wanderwegweiser mit der Aufschrift Surbrunnentobel, den wir eine viertel Stunde später passieren, sind die Autos der Bergbauern und Waldarbeiter geparkt. Über einen kurvigen Wirtschaftsweg, zunächst Schotter, später asphaltiert, kommen wir nach knapp zehn Minuten zum Einstieg des Heikentobel.

Man könnte gemütlich auf dem Wirtschaftsweg bis Oberiberg weiter laufen, doch der Tobel ist sicher interessanter. Ein schmaler Pfad führt fünfzig Höhenmeter, erst über Wiesen, dann durch den Tobel, zu einem Wirtschaftsweg hinunter, auf dem wir in einer halben Stunde gemütlich nach Oberiberg laufen. Viele Fotomotive, wie alte Bauernhöfe in der Abendsonne und Blumenwiesen sind für die lange Gehzeit verantwortlich.
siehe auch

Bilder von Jürgen Duffner:    http://www.natur-um-triberg.de
   
benachbarte Wanderungen:    Rund um Brunni (345)   23.10.2011 (So)
     Roggenstock (344)   16.10.2011 (So)
     Gschwändstock (123)   18.03.2006 (Sa)
     Hoch-Ybrig (112)   09.10.2005 (So)
     Großer Mythen (24)   03.10.2002 (Do)
   
Gaststätten und Alpwirtschaften:    http://www.ibergeregg.ch/
     http://www.sonnenhuette.ch/
     http://www.zwaecken.ch/
     http://www.alpwirtschaft-furggelen.ch/
   
Panoramen:    Aufnahme vom Rossstock
     Aufnahme vom Gross Sternen

Bild 1: Alpenpanorama bei Kalchrain

Bild 2: Alpenpanorama bei Kalchrain

Bild 3: Haus in Oberiberg

Bild 4: Haus in Oberiberg

Bild 5: Haus in Oberiberg

Bild 6: Bach bei Tschalun

Bild 7: Blick zum Gross Schijen

Bild 8: Mehlprimeln

Bild 9: Gross Schijen

Bild 10: Alpenfettkraut

Bild 11: Schachtelhalm

Bild 12: Sumpfdotterblume

Bild 13: Alpenblumen

Bild 14: Alpenfettkraut

Bild 15: Mehlprimeln

Bild 16: Holzweg

Bild 17: Frühlingsenzian

Bild 18: Gross Schijen und Holzweg

Bild 19: Blick zum Gross Schijen

Bild 20: Sumpfdotterblume

Bild 21: Moorlandschaft

Bild 22: Wolkenloch am Ibergeregg

Bild 23: Gross Schijen

Bild 24: Gross- und Klein Schijen

Bild 25: Gasthaus Ibergeregg

Bild 26: Gasthaus Ibergeregg

Bild 27: Gasthaus Ibergeregg und Klein Schijen

Bild 28: Gross Schijen

Bild 29: Gross Schijen

Bild 30: Blick Richtung Fluebrig und Biet

Bild 31: Bergspitzen im Wolkenloch

Bild 32: Klein Schijen

Bild 33: Bergspitzen im Wolkenloch

Bild 34: Gross Schijen und Sonnenhütte

Bild 35: Bergspitzen im Wolkenloch

Bild 36: Berggasthaus Zwäcken

Bild 37: Berggasthaus Zwäcken

Bild 38: auflösende Wolken bei Zwäcken

Bild 39: Grosser Mythen

Bild 40: Bergspitzen im Wolkenloch

Bild 41: Wanderweg zum Schindleneggen

Bild 42: Blick Richtung Zwäcken

Bild 43: Osthang unter Schindleneggen

Bild 44: Blick zum Furggelenstock

Bild 45: Osthang unter Schindleneggen

Bild 46: Zickzackweg auf den Grossen Mythen

Bild 47: Gipfelkreuz Furggelenstock

Bild 48: Panoramatafeln und Gipfelkreuz

Bild 49: Panoramatafeln Furggelenstock

Bild 50: Gipfelkreuz Furggelenstock

Bild 51: Blick Richtung Oberiberg

Bild 52: Grosser und Kleiner Mythen

Bild 53: Alpwirtschaft Furggelen

Bild 54: Grosser und Kleiner Mythen

Bild 55: Alpwirtschaft Furggelen

Bild 56: Wanderwegweiser bei Furggelen

Bild 57: Alpwirtschaft Furggelen

Bild 58: Grosser Mythen

Bild 59: Grosser und Kleiner Mythen

Bild 60: Furggelenstock

Bild 61: Reste des Winters

Bild 62: toter Baum

Bild 63: Wurzel

Bild 64: befestigter Pfad

Bild 65: Gratweg Richtung Butziflue

Bild 66: Sumpfdotterblume

Bild 67: Blick Richtung Roggenstock

Bild 68: Wanderwegweiser Surbrunnenhütte

Bild 69: Pilze

Bild 70: Huflattich

Bild 71: Sumpfdotterblumen

Bild 72: Weg zum Surbrunnentobel

Bild 73: Landschaft beim Surbrunnentobel

Bild 74: Huflattich

Bild 75: Pestwurz

Bild 76: Roggenstock

Bild 77: Roggenstock

Bild 78: Alpenblumen

Bild 79: Kirche von Oberiberg

Bild 80: Blick Richtung Oberiberg

Bild 81: Veilchen

Bild 82: Oberiberg und Roggenstock

Bild 83: Blick Richtung Oberiberg

Bild 84: Hütte überm Heikentobel

Bild 85: Haus bei Oberiberg

Bild 86: Roggenstock

Bild 87: Schafe

Bild 88: Roggenstock

Bild 89: Roggenstock

Bild 90: sonnige Wiesen bei Oberiberg

Bild 91: Bauernhaus bei Oberiberg

Bild 92: Oberiberg

Bild 93: Oberiberg

Bild 94: Bach in Oberiberg

Bild 95: Haus in Oberiberg

Bild 96: Oberiberg

Bild 97: Bauernhaus in Oberiberg
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