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Zugerberg (401)
Donnerstag 12.12.2013

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Jestetten - Bülach - Kloten - Nord-/Westumfahrung Zürich - Zug

Route: Oberwil - Franziskusheim - Zügli - Altenboden - Ewegstafel - Hintergeissboden - Räbrüti - Brand - Hünggigätsch-Sätteli - Vordergeissboden - Montana - Sennhütte - Blasenberg - Chlingenrain - Schönegg - Gimenen - Oberwil

Gehzeit: ca. 4:35 h
Oberwil - Franziskusheim  ... 0:10 h
Franziskusheim - Zügli  ... 0:35 h
Zügli - Altenboden  ... 0:25 h
Altenboden - Ewegstafel  ... 0:15 h
Ewegstafel - Hintergeissboden  ... 0:20 h
Hintergeissboden - Räbrüti  ... 0:20 h
Räbrüti - Brand  ... 0:15 h
Brand - Hünggigätsch-Sätteli  ... 0:25 h
Hünggigätsch-Sätteli - Vordergeissboden  ... 0:10 h
Vordergeissboden - Montana  ... 0:15 h
Montana - Sennhütte  ... 0:25 h
Sennhütte - Blasenberg  ... 0:10 h
Blasenberg - Chlingenrain  ... 0:10 h
Chlingenrain - Schönegg  ... 0:15 h
Schönegg - Gimenen  ... 0:10 h
Gimenen - Oberwil  ... 0:15 h

Höhendifferenz: ca. 670m

Distanz: ca. 15km

Am geplanten Ausgangspunkt der Wanderung, in der Nähe des Franziskusheim, stehen zwar kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung, jedoch nur für max. drei Stunden. Und im ganzen Wohnviertel ist die max. Parkzeit stark eingeschränkt. Erst an der Uferstrasse am Zugersee finden wir eine Parkuhr, die uns für fünf Franken das ganztägige Parken gestattet.

So laufen wir etwa hundertfünfzig Meter am Rande der Uferstrasse in Richtung Arth und biegen dann nach links in die Widenstrasse ein, die wir schon vor wenigen Minuten zum Franziskusheim hinauf gefahren sind. Am Wendekreis beim Franziskusheim überquert das Strässchen den Mülibach. Dort zweigt nach rechts der Wanderweg Richtung Altenboden ab.

Vom offiziellen Wanderweg zweigt links ein unbeschilderter Pfad ab, der über Stufen den Wald hinauf führt. Wie wir uns nach etwa hundert Meter durch einen Blick auf die Karte von der Richtigkeit überzeugen wollen, stellen wir fest, dass die Karte verschwunden ist. Zurück am Mülibach taucht die Karte in der falschen Jackentasche auf. Jetzt bleiben wir am Mülibach und laufen den teilweise vereissten Weg bis zur Mülibachbrücke.

Der bisher breite Weg macht über die Mülibachbrücke einen scharfen Rechtsbogen und führt u.a. zur Wildspitz. Das ist nicht unsere Richtung. Wir halten uns auf dem schmaleren Pfad weiter geradeaus und bleiben dem Ufer des Mülibachs nahe. Zweimal müssen wir umgestürzte Bäume übersteigen, bis wir nach zwanzig Minuten die Untere Mülibachstrasse kreuzen. Um ein paar Meter nach rechts versetzt, setzt sich der Wanderweg auf der anderen Seite des Wirtschaftsweges fort.

Jetzt wird der Pfad noch schmaler, noch steiler und noch rutschiger. Im Zickzack schlängelt er sich den Wald hinauf. Immer wenn es möglich ist, umgehen wir die vereisten Stufen durch den knöcheltiefen Schnee am Wegesrand. Schon nach gut fünf Minuten kreuzen wir bei Zügli die Untere Mülibachstrasse ein zweites Mal. Eine hölzerne Schutzhütte, die aussieht wie ein überdimensioniertes Wartehäuschen an einer Bushaltestelle, soll wohl bei Schlechtwetter Unterschlupf bieten.

Wir sehen über uns endlich blauen Himmel und in einiger Entfernung Baumgipfel, die im Sonnenlicht leuchten. Trotzdem steigen wir noch weitere fünfundzwanzig Minuten auf dem verschneiten und vereisten Pfad den Wald hinauf, bis wir am Waldrand bei Altenboden das warme Sonnenlicht im Gesicht spüren dürfen. Auf den benachbarten Wiesen brausen auf einer Loipe zwei Skifahrer an uns vorbei und auf einem trockenen Asphaltsträsschen sind etliche Spaziergänger unterwegs.

Während das Asphaltsträsschen wieder im Wald verschwindet, folgen wir dem schneebedeckten breiten Winterwanderweg entlang des Waldrandes, der Sonne entgegen. Am Horizont tauch nun der Wildspitz und etwas weiter rechts der markante Gipfel der Rigi Kulm auf. Dazwischen dürften wohl auch der Uri Rotstock und viele andere Gipfel der Zentralschweizer Alpen zu sehen sein.

An einem Wanderwegweiser bei Ewegstafel zweigt nach einer viertel Stunde Gehzeit inkl. Fotostopps ein als Winterwanderweg gekennzeichneter Pfad nach links ab. Im freien Gelände passiert der Winterwanderweg eine Hütte, vor der Spaziergänger in der Sonne sitzen, verläuft durch ein kurzes Waldstück und mündet nach einer viertel Stunde am Hintergeissboden in ein Asphaltsträsschen.

Ein aus dem vollen Baumstamm geschnitzter Greifvogel ist der erste Hinweis auf den Skulpturenweg, der bei den Wanderwegweisern ausgewiesen ist. Hinter einem grossen Bauernhof erahnen wir, verdeckt durch eine Baumgruppe, das Restaurant Hintergeissboden. Dort wollen wir einkehren, auch wenn es ein Abstecher von knapp fünfhundert Metern Richtung Norden bedeutet.

Auf dem abschüssigen Asphaltsträsschen müssen wir wenige Male einem Auto ausweichen und erreichen nach nur fünf Minuten das Restaurant. Eigentlich wollen wir nur etwas trinken, doch den Älplermagronen mit Apfelmus können wir dann doch nicht widerstehen. Das Lokal füllt sich schnell und zur Mittagszeit ist kein freier Tisch mehr zu finden. Erst nach über einer Stunde tragen wir den vollen Bauch wieder an die frische Luft.

Auf dem Asphaltsträsschen laufen wir Richtung Süden zurück zum Skulpturenweg, der schneebedeckt nach links vom Asphaltsträsschen abzweigt. An einer Hütte vorbei, erreichen wir nach zehn Minuten den Waldrand. Beim Zurückblicken sehen wir rechts von der Rigi nun auch den Pilatus, den Hausberg von Luzern.

Nach einem Linksbogen laufen wir im Wald auf einem schneebedeckten Pfad nordwärts, anfangs in Waldrandnähe, dann mitten im Wald. Wieder passieren wir eine Unterstandshütte, die an ein zu gross geratenes Wartehäuschen einer Bushaltestelle erinnern könnte. Und da wir uns auf dem Skulpturenweg befinden, gibt es über ein Duzend Figuren, die ein Künstler mit der Kettensäge aus einem Baumstumpf gesägt hat.

Rechterhand lässt eine Baumlücke einen Blick in Richtung Westen, nach Unterägeri zu, und beim genauen Hinschauen sehen wir auch den Ägerisee. Eine dreiviertel Stunde sind wir so unterwegs, bis wir vom Hünggigütsch-Sätteli auf den Vorder-Geissboden und zu den Gebäuden um die Bergstation der Zugerberg Bahn sehen.

Wir laufen hinunter, am alten Holzhaus des Bergrestaurants Vordergeissboden vorbei, wo wir ein Asphaltsträsschen und anschliessend eine Loipe kreuzen, und nähern uns auf einem Strässchen dem Institut Montana, wo viele Jugendliche unseren Weg kreuzen. Offensichtlich ist gerade Schulschluss. Nach der Besichtigung der Bergstation und einem Blick auf das Nebelmeer über dem Zugersee folgen wir dem Wanderwegweiser in Richtung Blasenberg.

Nach ein paar Metern gleicht der Wanderweg einer Rodelbahn und viele herumliegende Schlitten verstärken noch den Eindruck. Vorsichtig tasten wir uns die Piste hinunter, die zum Glück bald ein Ende hat. Doch der durch den Wald weiter verlaufende, schmale und festgetretene Pfad ist nicht weniger heikel. Gerade an steilen Stellen, wo es wegen der steilen Hanglage wenig Ausweichmöglichkeiten ist er besonders glatt.

Zehn Minuten später entspannt sich die Lage. Ungefähr einen Kilometer queren wir einen verschneiten Hang und verlieren dabei fast hundert Höhenmeter. Oberhalb von Sennhütte stossen wir auf eine Strasse mit regem Verkehr. Auch wir nutzen die Strasse bis zur nahegelegenen Sennhütte. Zwischen Zäunen laufen wir den schmalen, schneebedeckten Pfad knapp zehn Minuten nach Blasenberg hinab.

Langsam trübt die Oberkante der Nebelschicht wieder das Sonnenlicht. Am Wanderwegweiser ist Oberwil mit einer Gehzeit von 45 Minuten angeschrieben. Wir folgen der vom Wanderwegweiser angegebenen Richtung und passieren Chlingenrain. Statt sonnigen Landschaften gibt es jetzt höchstens noch Eiskristalle an den Sträuchern zu fotografieren.

Nach der Unterquerung der Bergbahnschienen laufen wir am Rande einer Rodelbahn bis zu den ersten Häusern von Schönegg. Dort gelangen wir durch eine Gasse auf den Gimmenenweg, der wieder von Schönegg weg führt. Wir sind inzwischen wieder unter der Nebeldecke und der Boden ist weitgehend schneefrei. Eine offizielle Abkürzung über eine Wiese, für Delphine leider verboten, bringt uns wieder auf den Gimmenenweg und dann direkt an den Ortsrand von Oberwil.

In Bahnhofnähe unter den Gleisen hindurch und über ein paar Dorfsträsschen, die uns von der morgendlichen Parkplatzsuche bekannt vorkommen, erreichen wir schnell den Parkplatz am Ufer des Zugersees.
siehe auch

benachbarte Wanderungen:    Wildspitz - Leiterweg (346)   28.10.2011 (Fr)
     Höllgrotten im Lorzentobel (191)   07.10.2007 (So)
     Wildspitz (47)   15.06.2003 (So)
     Panoramaweg Ägerital (240)   26.04.2009 (So)
     Rossberg (317)   20.04.2011 (Mi)
   
Zugerberg bei Wikipedia    http://de.wikipedia.org

Bild 1: Mülibachbrücke

Bild 2: Waldpfad im Oberwiler Wald

Bild 3: Schutzhütte bei Zügli

Bild 4: Schutzhütte bei Zügli

Bild 5: Sonne am Altenboden

Bild 6: Sonne am Altenboden

Bild 7: Winterwanderweg

Bild 8: Gegenlicht

Bild 9: Winterwanderweg

Bild 10: Winterwanderweg

Bild 11: Rigi Kulm (re.)

Bild 12: Loipe im Gegenlicht

Bild 13: Rigi Kulm

Bild 14: Hütte bei Ewegstafel

Bild 15: Rigi Kulm

Bild 16: Winterwanderweg

Bild 17: Restaurant Hintergeissboden

Bild 18: Blick zum Pilatus

Bild 19: Rigi Kulm und Pilatus

Bild 20: Rigi Kulm

Bild 21: Rigi Kulm und Pilatus

Bild 22: Blick zum Pilatus

Bild 23: Ägerisee

Bild 24: Pilatus

Bild 25: Institut Montana

Bild 26: Institut Montana

Bild 27: Blick Richtung Pilatus

Bild 28: Institut Montana

Bild 29: Bergrestaurant Vordergeissboden

Bild 30: Bergrestaurant Vordergeissboden

Bild 31: Chalet Suisse

Bild 32: Blick Richtung Pilatus

Bild 33: Pfad im Gegenlicht

Bild 34: Pfad zur Sennhütte

Bild 35: Pilatus überm Nebelmeer

Bild 36: Sonne hinterm Baum

Bild 37: Pfad zur Sennhütte

Bild 38: Landschaft oberhalb Blasenberg

Bild 39: Haus bei Blasenberg

Bild 40: Sonne überm Nebel

Bild 41: Eiskristalle

Bild 42: Eiskristalle

Bild 43: Eiskristalle

Bild 44: Eiskristalle

Bild 45: für Delphine verboten

Bild 46: Nebel bei Oberwil
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