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Wildspitz (47)
Sonntag 15.06.2003

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Zürich - Sihltal - Goldau - Steinerberg (615m)

Route: Steinerberg - Mattli - Wildspitz (1580m) - Gnipen - Gribsch - Steinerberg

Gehzeit: ca. 5:50 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 15km

Die Versuchung ist groß, dem zweifelhaften Wetter und den Regenprognosen zu nachzugeben. Aber wir sind mutig und steuern trotz vereinzelter Regentropfen den Ausgangsort unserer Wanderung an. Vom Zentrum des Ortes Steinerberg (615m) legen wir in (zu) schnellen Schritten und bei sehr schwüler Hitze die ersten 600 Höhenmeter auf einer schmalen Asphaltstrasse zurück. In vielen Serpentinen führt diese Strasse über Wiesenhänge hinauf. Die Kirschbäume am Strassenrand bieten ihre reifen Früchte in bequemer Pflückhöhe an. Endlich zweigt ein Pfad von der Strasse ab und führt durch den Wald und am Waldrand entlang, bis zu einer Holzkapelle, in der gerade eine Messe gelesen wird. Unter uns ist der Lauerzer See schon in die Ferne gerückt, dafür sehen wir ca. 350 Höhenmeter über uns bereits den Gipfel des Wildspitz. Eine knappe Stunde trennt uns noch vom Gipfel. Im Nu erreichen wir den Wildspitzgrad, von dem ein befahrbarer Weg zum Bergrestaurant am Wildspitz führt. Wir entscheiden uns aber für den Wanderpfad, der abseits des Fahrweges verläuft. Auf dem Gipfel tummeln sich die Wanderer. Es lässt sich eine wunderbare Rundumsicht bei klarer Sicht erahnen. Aber auch trotz des Dunstes ist die Aussicht auf die umliegenden Berge und Seen sehr schön. Besonders die nahegelegenen Mythen und der Rigi stechen ins Auge. Unter uns der Zugersee, der Ägerisee und der Lauerzer See. Wieder einmal überrascht uns ein Geburtstagskind mit einer Flasche Gipfelsekt. Nach einer Pause laufen wir durch einen schattigen Gratwald und über bunte Blumenwiesen hinüber zum Gnipen, dessen Gipfel nur 12 Meter unter dem Gipfel des Wildspitz liegt. Von hier aus ist der Goldauer Bergsturz sehr beeinduckend zu sehen. Dieser Bergsturz begrub vor langer Zeit fast 500 Menschen und 1/7 des Lauerzer See unter sich. Am Rande des Bergsturz steigen wir über Wiesen ab. Unterwegs lädt noch ein Naturschutz-Rundweg ein, ein paar Extrameter zu laufen. Am Wegesrand blühen vereinzelt schöne Orchideen. Zum Abschluss stoßen wir wieder auf ein Asphaltsträsschen, das uns die Überwindung der letzten 300 Tiefenmeter erleichtert.

Bild 1: Weiden unterm Wilspitz

Bild 2: Berggasthaus Wildspitz, im Hintergrund Rigi Kulm (1798m)

Bild 3: Gipfelkreuz Wildspitz, im Hintergrund Mythen (1899m)

Bild 4: Leiterenflue (1502m)

Bild 5: Weg zum Gnipen

Bild 6: Gnipen (1568m), Im Hintergrund Rigi Kulm

Bild 7: Blick zur Wildspitz vom Gnipen aus

Bild 8: Goldauer Bergsturz, im Hintergrund Mythen

Bild 9: Gipfelkreuz Gnipen

Bild 10: Abstieg von Gnipen

Bild 11: Kühe überm Zuger See

Bild 12: Schmetterling

Bild 13: Schmetterling

Bild 14: Goldauer Bergsturz

Bild 15: Wolken über den Mythen




Bild 16-19: Alpenflora
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