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Arnisee - Gurtnellen (413)
Samstag 31.05.2014

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Jestetten - Bülach - Kloten - Nord-/Westumfahrung Zürich - Zugersee - Goldau - Axenstrasse - Flüelen - Amsteg - Intschi

Route: Intschi - Wasserkanal - Arnisee - Gasth. Alpenblick - Schwändli - Heissigegg - Rinderstafel - Holzrieri - Fotigen - Intschi

Gehzeit: ca. 5:00 h
Intschi - Wasserkanal  ... 1:10 h
Wasserkanal - Arnisee  ... 0:30 h
Arnisee - Gasth. Alpenblick  ... 0:10 h
Gasth. Alpenblick - Schwändli  ... 0:15 h
Schwändli - Heissigegg  ... 0:05 h
Heissigegg - Rinderstafel  ... 0:15 h
Rinderstafel - Holzrieri  ... 0:30 h
Holzrieri - Fotigen  ... 0:35 h
Fotigen - Pausenhütte  ... 1:00 h
Pausenhütte - Intschi  ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 760m

Distanz: ca. 12km

Bei der Abfahrt ist der Himmel noch blau, doch je tiefer wir in die Schweiz hinein fahren, umso finsterer wird es. Am Ausgangspunkt der Wanderung, in Intschi an der Reuss hängen die Wolken so tief, dass rund herum kein Gipfel zu sehen ist. Wir hoffen, dass wir im Laufe des Tages durch die Wolkendecke hindurch stossen können.

Auf dem Parkplatz der Seilbahnstation, unterhalb der Strasse, stellen wir unsere Autos ab. Wir laufen auf der Strasse an der Seilbahnstation und am benachbarten Gasthaus Schäfli vorbei und finden am Parkplatz des Gasthauses einen Wanderwegweiser, der in zwei Richtungen Arni anzeigt. Bis zum Waldrand sind es nur wenige Meter. Dort gabelt sich der Weg ohne Markierungen.

Wir entscheiden uns für die rechte Variante und laufen am Waldrand unter den Seilen der Seilbahn hindurch. Anfangs ist der ansteigende Pfad noch etwas zugewachsen, aber im Verlauf erkennt man immer mehr Befestigungen aus Naturstein, teilweise sogar beidseitig. An einer Gabelung erweckt ein ziemlich verbogener Wanderwegweiser wenig Vertrauen. Hat da jemand die Schilder bewusst in die falsche Richtung gebogen.

Mit etwas Fantasie zeigt ein Wegweiser nach Bodmen/Arni, das ist unsere Richtung, also laufen wir durch künstlich angelegten den Gang aus Naturstein geradeaus weiter und landen auf einem Wiesenstück. Nach dem Wiesenstück gelangen wir nach einem kurzen, felsgesäumten Waldpfad auf eine Spitzkehre eines asphaltierten Bergsträsschen, dem wir gerade mal eine Minuten folgen.

Dann taucht nach links ein felsiger Pfad in den Bergwald ein, der im Abstand parallel zum Strässchen nach oben verläuft. Wieder gibt es verschiedene Alternativen, zum Arnisee hoch zu laufen. Nach zweihundert Metern zweigt scharf links ein Pfad ab, für den auf dem Wanderwegweiser zum Arnisee eine Gehzeit von 2 Std. angezeigt wird. Unser Weg, gerade aus, ist mit einer kürzeren Gehzeit, mit 2 Std. 5 Min. angeschrieben.

Kurz vor den Häusern von Bodmen überqueren wir über einen Holzsteg den Leitschachbach, der sich malerisch um grosse Felsbrocken herum windet. Bei den Häusern von Bodmen, darunter auch schöne Holzhäuschen, geht es erst mal auf einem Asphaltsträsschen weiter. Fast scheint es so, als würde die Wolkendecke durchlässiger werden, wir hoffen noch. Nach zweihundertfünfzig Metern zweigt nach links ein Pfad vom Asphaltsträsschen ab.

Im steilen Zickzack schlängelt sich nun ein felsiger und wurzelreicher Pfad den Bergwald hinauf. In einem dreiviertelstündigen, schweisstreibenden Aufstieg kommen wir dem Arnisee um dreihundertfünfzig Höhenmeter näher. Jetzt mitten in den Wolken ist die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch. Wir kreuzen die Gleise einer stillgelegten Standseilbahn und die Fallrohre, durch die das Wasser zur Stromgewinnung nach unten donnern kann.

Auf einem steilen Weidehang tauchen plötzlich neugierige Kühe wie aus dem Nichts im Nebel auf. Da wir in die Ferne nicht schauen können, schauen wir eben auf den Boden und entdecken dort auch interessante Dinge wie z.B. das Fettkraut, eine fleischfressende Pflanze. Wir passen beim Fotografieren auf, dass wir ihr nicht zu nahe kommen und sie uns noch in den Finger beisst.

Nach einem Linksbogen steigen wir einen halben Kilometer die Waldschneisse hinauf, durch die wohl einst die Standseilbahn gezogen wurde. Am Ufer des Arnisees werden wir auf mehreren Tafeln darauf hingewiesen, dass wir uns auf Privatgelände befinden. Vom See ist kaum was zu sehen, da zum Einen der Wasserstand sehr niedrig ist und zum Anderen der Nebel so dickt ist, das die Sicht nicht über den See reicht.

Durchgeschwitzt und doch fröstelnd warten wir auf einen Mitwanderer, den wir im dichten Nebel verloren haben. Entgegenkommende Wanderer machen uns Hoffnung, dass irgendwo in Seenähe eine Gaststätte geöffnet hätte. Dort wollen wir so lange einkehren, bis die Sonne schein, so der Plan. Schneller als erwartet taucht der verlorene Mitwanderer aus dem Nebel auf.

Gegen den Uhrzeigersinn umrunden wir den Arnisee und passieren eine Panoramatafel, auf der die Berge aufgeführt sind, die wir theoretisch sehen könnten. Nach einer halben Seeumrundung stossen wir in der Nähe der Bergstation auf das geöffnete Berggasthaus Alpenblick. Im Moment ist der Name des Berggasthauses nicht berechtigt. Wir sind nicht die Einzigen, die im Gasthaus auf bessere Sicht warten wollen.

Mehr als zweieinhalb Stunden beweisen wir Sitzfleisch, doch wie langsam Teile der benachbarten Berge zum Vorschein kommen hält uns nichts mehr. Beim Verlassen des Gasthauses ist schon ein Streifen des Bristen zu sehen und ein blaues Wolkenloch öffnet sich daneben. Ein paar Meter weiter, nordwärts zum Arnisee hin, können wir sogar den gesamten See überblicken.

An einer Informationstafel, auf der auch Fotos von den umliegenden Gasthäusern und Hütten abgebildet sind, laufen wir den breiten Wanderweg westwärts, wie auch sehr viele andere Wanderer. Über einen Holzsteg kreuzen wir nach einem halben Kilometer bei Schwändli den Leitschachbach. Die Sicht reicht jetzt bis ganz hinunter nach Amsteg und ein Stück in das Maderanertal hinein.

Seit dem Arnisee verläuft der Wanderweg nahezu auf einer Höhenlinie. Das bleibt auch nach dem Linksschwenk auf dem vierhundert Meter langen Abschnitt Richtung Süden zum Heissigegg und auf dem einen Kilometer langen Abschnitt Richtung Südwesten zur Rinderstafel so. Nach der Rinderstafel überqueren wir den Intschialp Bach und machen wieder einen Linksbogen um 90 Grad.

Wir laufen nun genau auf den schneebedeckten Bristen zu, der jetzt hell im Sonnenlicht strahlt. Am Wegesrand gibt es unendlich viele schöne Alpenblumen zu fotografieren, weshalb wir langsamer als gewöhnlich vorankommen. Eine halbe Stunde laufen wir gemütlich bis Holzieri, wo für uns zunächst der breite Wirtschafsweg endet.

An einem Aussichtspunkt mit Feuerstelle, Brunnen und herrlichen Talblick sind Wanderer am brutzeln. Daneben stehen mehrere Paletten mit Getränken, in Netzen verschnürt und warten auf den Abtransport mit dem Hubschrauber. Entlang einer Mauer aus Naturstein laufen wir einen Wiesenpfad hinab und passieren dabei ein paar hübsche Häuschen und malerische Hütten.

Schon nach fünf Minuten mündet der Pfad wieder in den Wirtschaftsweg, dem wir westwärts folgen. In die Richtung deutet auch ein Wanderwegweiser mit der Aufschrift Richligen. Wieder gibt es unzählige Orchideen und andere schöne Alpenblumen zu fotografieren. Aus lauter Begeisterung über die vielen Fotomotive verpassen wir nach hundertzwanzig Metern die Abzweigung der geplanten Route und bleiben auf dem Wirtschaftsweg.

Nochmal hundert Meter weiter löst Asphalt den Schotter ab. Über vier Kehren von jeweils fast 180 Grad laufen wir während einer viertel Stunde einen halben Kilometer leicht abwärts und passieren dabei mehrere alte Bauernhäusern. Dann zweigt nach links ein Pfad ab, der hundertfünfundsiebzig Meter durch eine bunte, hüfthohe Blumenwiese führt und eine weitere Kehre des Asphaltsträsschens abkürzt.

Über die Blumenwiese hinweg sehen wir linkerhand die weisse Kapelle von der Siedlung Richligen. Am Wanderwegweiser bei der Einmündung des Wiesenpfades in das Asphaltsträsschen ist Richligen mit einer Gehzeit von 5 min angeschrieben. Diese Gehzeit liesse sich leicht unterbieten, wenn man nicht dauernd stehen bleibt, um ein Foto zu schiessen.

In Richligen macht das Strässchen einen Bogen um die Kapelle herum. Wir laufen dort gerade aus, den alten Gotthardweg nach Intschi, wie auf einem Wanderwegweiser zu lesen ist. Vom Wirtschaftsweg zweigt nach knapp zweihundert Metern nach rechts ein Wiesenpfad ab. Eine dreiviertel Stunde laufen wir den sehr abwechslungsreichen Pfad durch bewaldete Abschnitte und über Wiesen und steigen auf eine Distanz von etwas mehr als anderthalb Kilometern gut zweihundert Höhenmeter ab.

Auf der Strecke können wir einmal durch eine Baumlücke bis zum Parkplatz bei der Seilbahnstation hinunter schauen, wo unsere Autos stehen. Mehrfach passieren wir Holzbretter, in die ein kluger Spruch eingeschnitzt ist, wie z.B.: "Von einem gewissen Alter an kennt man mehr Menschen in der Ewigkeit als hier auf Erden"

Bei einer Gruppe von Holzhütten inmitten einer hügeligen Lichtung Namens Breitensteg setzen wir uns zu einer Rast nieder und knipsen auch das obligatorische Gruppenfoto. Ganz in der Nähe sprudelt neben einem hausgrossen Felsen ein kleiner Wasserfall und darunter führt ein Holzsteg über den Intschialp Bach. Nach der Pause setzen wir unseren Weg über diesen Steg fort und laufen in einer viertel Stunde fünfundsiebzig Höhenmeter einen Waldpfad bis zu der Weggabelung hinunter, an der wir morgens beim Aufstieg bereits die verbogenen Wanderwegweiser bestaunt haben.

Nach einer scharfen Rechtsdrehung steigen wir zum schliesslich die letzten hundert Höhenmeter am Waldrand entlang und unter der Steilbahn hindurch zurück nach Intschi hinab.
siehe auch

Bilder von Jürgen Duffner:    http://www.natur-um-triberg.de
   
benachbarte Wanderungen:    Sunnig Grat (107)   31.08.2005 (Mi)
     Kröntenhütte (339)   23.09.2011 (Fr)
     Leutschachhütte (331)   31.07.2011 (So)
   
Homepage Arnisee:    http://www.arnisee.ch/
   
Alpenpanorama:    http://www.alpen-panoramen.de

Bild 1: Weggabelung Ober Intschi

Bild 2: Waldpfad

Bild 3: Teufelskralle

Bild 4: Steg übern Leitschachbach

Bild 5: Wasserfälle

Bild 6: Kuh im Nebel

Bild 7: Nebelwald

Bild 8: Ameisenhaufen

Bild 9: Berghaus Alpenblick und Bristen

Bild 10: Berghaus Alpenblick

Bild 11: Arnisee

Bild 12: Arnisee

Bild 13: Sennhütte

Bild 14: Hinter Arni

Bild 15: Blick zum Bristentobel

Bild 16: kleiner Wasserfall

Bild 17: Bristen in Wolken

Bild 18: Bristen in Wolken

Bild 19: Bristen in Wolken

Bild 20: Blumenwiese und Bristen

Bild 21: Storchschnabel

Bild 22: Bristen in Wolken

Bild 23: Bristen in Wolken

Bild 24: Bauernhaus bei Holz

Bild 25: Orchideenwiese

Bild 26: Orchidee

Bild 27: Fingerkraut

Bild 28: Bristen in Wolken

Bild 29: Orchidee

Bild 30: Bristen in Wolken

Bild 31: Storchschnabel

Bild 32: Bristen in Wolken

Bild 33: Bristen in Wolken

Bild 34: Bristen in Wolken

Bild 35: Bauernhaus bei Schimpfenberg

Bild 36: Holzhütten

Bild 37: Orchideen

Bild 38: Orchideen

Bild 39: Orchidee

Bild 40: Paparazzies und Bristen

Bild 41: Sauerampferblüte

Bild 42: Storchschnabel

Bild 43: Häuser von Ober Gurtnellen

Bild 44: Storchschnabel

Bild 45: Margeriten

Bild 46: Bristen in Wolken

Bild 47: Habichtskraut

Bild 48: Häuser bei Ober Gurtnellen

Bild 49: Wiesenpfad und Rienzenstock

Bild 50: Wiesenpfad

Bild 51: Wiesenpfad

Bild 52: Häuser bei Ober Gurtnellen

Bild 53: Bristen in Wolken

Bild 54: Bristen in Wolken

Bild 55: Blumenwiese über Richligen

Bild 56: Blick Richtung Fellital

Bild 57: Blumenwiese mit Hütte

Bild 58: Blumenwiese mit Rienzenstock

Bild 59: Kapelle von Richligen

Bild 60: Kühe bei Richligen

Bild 61: Margeriten bei Richligen

Bild 62: Bauernhaus und Kapelle von Richligen

Bild 63: Kapelle und Bristen

Bild 64: Storchschnabel

Bild 65: Teufelskralle

Bild 66: Teufelskralle

Bild 67: Berglandschaft bei Richligen

Bild 68: Wirtschaftsweg bei Richligen

Bild 69: Bristen

Bild 70: Natursteinmauer

Bild 71: sonnige Hochebene

Bild 72: Blick zum Bristen

Bild 73: Intschi an der Reuss

Bild 74: Intschi an der Reuss

Bild 75: Windgällen in Wolken

Bild 76: Blick Richtung Rienzenstock

Bild 77: grosser Fels bei Breitensteg

Bild 78: Wasserfall Intschialp Bach

Bild 79: Blick von Breitensteg zum Fellital

Bild 80: Häuschen auf Fels

Bild 81: Waldpfad

Bild 82: Teufelskralle zwischen Farn

Bild 83: Brombeerblüte

Bild 84: Habichtskraut

Bild 85: Intschi und Rienzenstock

Bild 86: Intschi und Rienzenstock

Bild 87: Seilbahnstation Intschi
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