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Kröntenhütte (339)
Freitag 23.09.2011

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Jestetten - Bülach - Kloten - Nord-/Westumfahrung Zürich - Goldau - Axenstrasse - Erstfeld

Route: Bodenberg - Ellbogenalp - Päuggen - Kröntenhütte - Abstecher Obersee - Chüeplangg - Alp Matt - Oberberg - Bodenberg

Gehzeit: ca. 7:45 h
Bodenberg - Ellbogenalp ... 0:45 h
Ellbogenalp - Päuggen ... 1:35 h
Päuggen - Kröntenhütte ... 0:45 h
Kröntenhütte - Obersee ... 0:10 h
Obersee - Kröntenhütte ... 0:25 h
Kröntenhütte - Chüeplangg ... 0:50 h
Chüeplangg - Alp Matt ... 2:10 h
Alp Matt - Oberberg ... 0:30 h
Oberberg - Bodenberg ... 0:35 h

Höhendifferenz: ca. 1200m

Distanz: ca. 16km

Um die Höhenmeter der Rundtour zur Kröntenhütte auf ein angenehmes Mass zu verringern, wollen wir bis Bodenberg mit dem Auto fahren. Für die Erschliessungsstrasse Erstfeld - Bodenberg erhält man am Bahnhofskiosk in Erstfeld eine Fahrbewilligung. Sie kostet 20,00 CHF und ist ein Tag gültig.

Wir unterqueren die Autobahn und fahren das Aslphaltsträsschen hinauf. Bei einer kleinen Tafel mit der Aufschrift Bodenberg ist das Strässchen noch nicht zu Ende. Da noch kein Wanderwegweiser zu sehen war, fahren wir weiter. Der Belag geht von Asphalt in Schotter über. Schliesslich sehen wir einen Wegweiser mit Aufschrift Winterweg.

Mangels Gelegenheit stellen wir das Auto etwas unterhalb in einer sehr geräumigen Kurve ab, natürlich ohne den Verkehr zu behindern, und laufen zurück zum Wegweiser. Der steht auf einer eingezäunten Wiese und in der angezeigten Richtung sind keinerlei Trittspuren zu erkennen.

Wir laufen ein paar Meter über die feuchte Wiese und finden dann eine Trittspur, die immer deutlicher wird. Schliesslich verläuft der Pfad durch eine breite Schneise, die durch das Buschwerk angelegt wurde. Im Zickzack gewinnen wir schnell an Höhe. Nach einer halben Stunde taucht der Pfad in den Wald ein. Dort schlängelt er sich durch moosbedeckte Felsbrocken.

Nach zehn Minuten finden wir am oberen Waldrand rotweisse Markierungen. Auch die Materialseilbahn, deren Beförderungskiste beim Ausgangspunkt unserer Tour bereit stand, endet hier. Wir stossen zur Ellbogenalp, zu der wir in einer dreiviertel Stunde fast 400 Höhenmeter aufgestiegen sind.

Liebevoll ist die Alp und deren Umgebung hergerichtet. Baumstümpfe sind zu Figuren geschnitzt. Eine Holzhütte schmiegt sich an einen riessigen Felsbrocken und erfährt so maximalen Schutz. Die Sunnigen Stöck auf der anderen Seite des Erstfelder Tal machen ihrem Namen alle Ehre. Nur die Ellbogenalp erfährt zu dieser Jahreszeit erst spät am Tag und nur für kurze Zeit den begehrten Sonnenschein.

Während wir bisher südwärts den Hang hinauf stiegen, wenden wir uns jetzt nach rechts und queren den Nordhang in westliche Richtung, steigen dabei aber trotzdem an. Wir überqueren ein Bächlein und folgen dem Pfad durch Sträucher und viel Farn. Erst nach 40 Minuten sehen wir die Sonnen nicht nur, sondern spüren sie auch.

Das Gelände wird deutlich felsiger und im Sonnenlicht herbstlich bunt. Gelegentlich ist auch mal Blockhüpfen über Felsbrocken angesagt. Über dem Tal bildet sich eine dünne Wolkenschicht, die glücklicherweise nicht bis zu uns reicht, doch langsam näher kommt. Für den schneereichen Winter sind die Wanderwegweiser an mehreren Meter hohen Stangen angebracht. Schliesslich sind wir auf dem Winterweg.

Die roten Heidelbeersträucher, die hellgrauen Felsen, der tiefblaue Himmel und die weissen Wolken bilden ein sehr fotogenes Bild. Anderthalb Stunden nach verlassen der Ellbogenalp erreichen wir die Hochebene Päuggen, knapp 2000 m.ü.d.M. An schattigen Plätzchen liegen noch Reste des letzten Schneefalls. Der Boden zwischen den Felsbrocken ist jetzt nur noch spärlich bewachsen aber dafür um so bunter.

Wir passieren mehrer kleine Tümpel in deren stillen und dunklen Wasseroberflächen sich entfernte, schneebedeckte Berggipfel spiegeln. Eine dreiviertel Stunde schlendern wir ständig knipsend über die Hochebene, zwischen Heidelbeersträuchern und Felsbrocken hindurch. Am Ende steigen wir knapp 100 Höhenmeter zur Kröntenhütte ab. Dabei passieren wir auch einen Kletterfelsen, der auf seiner Spitze mit einem Kreuz aus Naturstein gekennzeichnet ist.

Schon von weitem sehen wir die Kröntenhütte und eine Stufe tiefer den Fulensee, der im Hintergrund von der grauen Felswand des Schlossberg abgeschirmt wird. Auf der Terrasse der Kröntenhütte sitzen gerade mal 4 Personen. Sehr gerne würden wir uns sofort dazu setzen. Doch in 10 Minuten Entfernung wartet der Obersee auf uns. Den wollen wir vor der grossen Rast noch schnell aufsuchen.

Auf den Wanderwegweisern finden wir keinen Hinweis zum Obersee, so nehmen wir den nächst besten Pfad, der in die Richtung des Obersees geht. Besonders ausgeprägt ist der Pfad nicht und wir verlieren ihn bald, gehen aber weglos weiter, finden wieder Spuren und sehen schliesslich den Obersee.

Obwohl er direkt an eine dunkle Felswand stösst, leuchtet er türkisgrün im Sonnenlicht. Wir laufen am Ufer entlang bis zur dunklen Felswand und knipsen dabei viele Spiegelbilder. Zu einem Fels im Wasser führt ein künstlich angelegter Damm aus Natursteinen. Für ein Foto stellen wir uns nacheinander auf diesen Fels.

Wegen der dunklen Felswand ist eine Umrundung des Obersee für normale Wanderer nicht möglich. Wir folgen dem Ufer in die andere Richtung, bis uns ein Abfluss des Sees stoppt. In Richtung Abfluss geschaut, sehen wir direkt zur Kröntenhütte, die jetzt von einer weissen Wolke hinterlegt ist und von grauen Felswänden überragt wird.

Vom Obersee turnen wir in 10 Minuten + Fotostopps zur Kröntenhütte zurück. Die Kröntenhütte ist eine Hütte des SAC von der Sektion Gotthard. Sie wurde vom Bergmagazin Alpin in der Ausgabe 1/2008 zur Hütte des Monats ausgesucht. Das zeigt auch eine runde Tafel neben dem Eingang an der Hauswand an.

Anfangs sind wir die einzigen Gäste auf der Terrasse. Später gesellt sich noch ein Pärchen mit Kletterausrüstung dazu. Umrahmt von den Bergen Krönten, Spannort, Schlossberg und Sunnigen Stöck sitzen wir fast anderthalb Stunden auf der Terrasse und geniessen das kühle Bier. Nur die Tatsache, dass wir noch nicht mal die Hälfte der geplanten Strecke zurückgelegt haben zwingt und dazu, die Pause zu beenden.

Von der Kröntenhütte laufen wir drei Minuten in die Richtung zurück, aus der wir gekommen waren. Dann zeigt ein Wanderwegweiser die Richtung zur Wilerli Bergstation an, was auf der Verlängerung des Höhenweges liegt, den wir gehen wollen. Ungefähr 10 Minuten steigen wir den schmalen Pfad durch Latschenkiefern ab. Die Wege nach Bodenberg und Wilerli trennen sich jetzt. Wir biegen nach links ab, wo Wilerli als Alpinwanderweg in den Farben blauweiss angeschrieben ist.

Der 200 Höhenmeter tiefere Fulensee leigt jetzt teilweise im Schatten, was zum fotografieren nicht ganz so geschickt ist. Das macht aber nichts, da unser Weg einen Bogen in gebührendem Abstand um den See macht. Der malerische Weg durch die bunte Herbstlandschaft verläuft über feuchtes Gebiet. Einzelne Abschnitte sind mit Natursteinen im mässigen Abstand gepflastert, so dass man problemlos von Stein zu Stein hüpfen kann.

Nordwestlich des Fulensee passiert der Wanderweg eine senkrechte Felswand, an der ein Drahtseil Gelegenheit zum Festhalten bietet. Erst beim Zurückschauen erkennen wir, dass das Drahtseil an der Stelle sinnvoll ist, denn talseitig hätte ein Ausrutscher fatale Folgen.

Nach fast einer Stunde seit dem Abmarsch von der Kröntenhütte befinden wir uns bei Chüeplangg auf dem Ausläufer des Glatt Firn, dem Gletscher unterm Gross Spannort. Deshalb gibt es nur spärliches Gras und viel Schotter. Mehrere Fussgängerbrücken überqueren kleine Bäche. Die Brücken sind aber nicht fest verankert, da sich die Landschaft vermutlich immer wieder neu sortiert.

Sogar die blauweisen Markierungen im Form von kleinen Pyramiden sind nur lose auf den Schotter gestellt, so dass sie jederzeit der Bewegung der Landschaft angepasst werden können. Plötzlich stehen wir über einem riessigen Gletschermund, von dem jederzeit grössere Stücke abbrechen könnten. Der Pfad, dessen Verlauf sich mit Sicherheit ständig ändert, überquert die Gletschermoräne oberhalb des Gletschermundes.

Zügig folgen wir der Spur durch den Schotter und passieren dabei etliche Gletscherspalten. Ein seltsames Krachen während der Überquerung der Moräne lässt den Puls höher schlagen. Vermutlich ist unterirdisch etwas eingestürzt.

Schon von der Kröntenhütte aus suchten wir mit der Tele-Einstellung der Kamera vergeblich den Aufstieg vom Chüeplangg zum Höhenweg, der uns jetzt bevorsteht. Zwar sind nur etwa 150 Höhenmeter zu bewältigen, doch in der warmen Nachmittagssonne kostet der Anstieg die letzten Reserven und wir benötigen dazu etwa eine halbe Stunde.

Ein blauer Wanderwegweiser zeigt den Bergweg nach Brüsti an. Doch wir bleiben auf dem Höhenweg, der ab jetzt nur noch leicht abwärts geht. Wir sind für die folgenden 4 km, bis Alp Matt, gute anderthalb Stunden unterwegs und steigen dabei etwa 300 Höhenmeter ab. Auf der Strecke erleben wir zahlreiche Passagen, die eher an die Dolomiten erinnern.

Unter senkrechten, teilweise sogar überhängenden Felsbändern führt der schmale Pfad hindurch. Wirklich ausgesetzt ist der Pfad nie. Zwischendurch erleben wir auch Abschnitte über Wiesen und Schotterfelder. Um auf der anderen Seite des Esterfelder Tals die Kröntenhütte zu sehen, muss man schon genau hinschauen. Besser sind die Wasserfälle zu sehen, die über mehrerer Felsstufen hinab stürzen.

Unsere Schatten sind schon sehr lang, wie wir bei Alp Matt eintreffen. Wir gönnen uns keine Rast und steigen in einer halben Stunde die nächsten 300 Höhenmeter den Wiesenhang nach Oberberg hinunter. Am Waldrand müssen wir uns entscheiden für eine sehr schwache Trittspur oder einen deutlichen Pfad hinter einem Gatter. Die Entscheidung für Letzteres entpuppt sich als die Richtige.

Ein Wanderwegweiser gibt nach Bodenberg 20 Minuten Gehzeit an. Steil geht es jetzt im Zickzack den Wald hinunter. Unterhalb von senkrechten Felswänden sind aus Naturstein Treppen angelegt worden. Bei Bodenberg passieren wir einen grossen, öffentlichen Parkplatz, den wir am Morgen gefunden hätten, wenn wir nur ein paar Hundert Meter weiter gefahren wären. So müssen wir noch am Einstieg zum Winterweg vorbei zu der Kurve laufen, in der unser Auto steht.

Bild 1: Sunnigen Stock über Bodenberg

Bild 2: Wirtschaftsweg am Bodenberg

Bild 3: Sunnigen Stock über Bodenberg

Bild 4: Waldpfad unter Ellbogen

Bild 5: Ellbogenalp (1330m)

Bild 6: Ellbogenalp und Gr. Windgällen

Bild 7: Bergbach

Bild 8: Wanderweg über Ellbogen

Bild 9: Efeu im Schatten

Bild 10: Wolken überm Erstfelder Tal

Bild 11: Berglandschaft

Bild 12: Gr. Windgällen (3187m)

Bild 13: Wolken überm Erstfelder Tal

Bild 14: Wolken am Gr. Windgällen

Bild 15: Herbstfarben

Bild 16: Wolken überm Erstfelder Tal

Bild 17: Wolken am Sunnigen Stöck

Bild 18: Herbstfarben

Bild 19: Wolken überm Erstfelder Tal

Bild 20: Wolken überm Erstfelder Tal

Bild 21: Hütte bei Päuggen

Bild 22: Tümpel unterm Sunnigen Stöck

Bild 23: Gr. Windgällen

Bild 24: Blockhüpfen

Bild 25: Gr. Windgällen

Bild 26: Berglandschaft

Bild 27: Spannort (3198m)

Bild 28: Kreuz auf Päuggen

Bild 29: Tümpel mit Spiegelung

Bild 30: Wolken überm Erstfelder Tal

Bild 31: Spiegelungen im Tümpel

Bild 32: Spiegelungen im Tümpel

Bild 33: Spiegelungen im Tümpel

Bild 34: Spannort und Tümpel

Bild 35: Herbstfarben

Bild 36: Spannort und Schlossberg

Bild 37: Kletterfeld mit Steinkreuz

Bild 38: Kröntenhütte

Bild 39: Kletterseile

Bild 40: Kröntenhütte (1903m)

Bild 41: Berglandschaft

Bild 42: Berglandschaft

Bild 43: Obersee (1903m)

Bild 44: Obersee

Bild 45: Obersee

Bild 46: Obersee

Bild 47: Obersee

Bild 48: Obersee

Bild 49: Obersee

Bild 50: Berglandschaft

Bild 51: Kröntenhütte unterm Sunnigen Stöck

Bild 52: Moos am Bach

Bild 53: Abfluss vom Obersee

Bild 54: Kröntenhütte unterm Sunnigen Stöck

Bild 55: Felszeichnung

Bild 56: Dohlen auf Empfang

Bild 57: Fulensee (1706m)

Bild 58: beim Hefeweizen

Bild 59: Kröntenhütte

Bild 60: Kröntenhütte

Bild 61: Wolken am Sunnigen Stöck

Bild 62: Fulensee und Sunnigen Stöck

Bild 63: Oberseemandli (2228m)

Bild 64: Herbststimmung

Bild 65: Rot Stock und Chli Krönten

Bild 66: Berspitzen über den Wolken

Bild 67: Pfad Nähe Fulensee

Bild 68: Bergspitze über Wolken

Bild 69: Abstieg nach Uf den Gründen

Bild 70: Abstieg nach Uf den Gründen

Bild 71: Brücke im Chüeplangg

Bild 72: Brücke im Chüeplangg

Bild 73: Brücke im Chüeplangg

Bild 74: Brücke im Chüeplangg

Bild 75: Wegmarkierung

Bild 76: Gletschermund

Bild 77: Gletschermund

Bild 78: Gletscherspalte

Bild 79: Gletschermoräne

Bild 80: Gletschermoräne

Bild 81: Gletschermoräne

Bild 82: Schotterfeld im Chüeplangg

Bild 83: Oberseemandli

Bild 84: Berglandschaft

Bild 85: Bergweg und Windgällen

Bild 86: Berglandschaft

Bild 87: Heuschrecke

Bild 88: Berglandschaft

Bild 89: Blick Richtung Köntenhütte

Bild 90: Päuggenstöckli

Bild 91: Schotterhang und Windgällen

Bild 92: Schatten im Schotter

Bild 93: Blick ins Erstfelder Tal

Bild 94: Windgällen

Bild 95: Schotter und Fels

Bild 96: Murmeltier

Bild 97: Berglandschaft

Bild 98: Felsbrocken

Bild 99: Wolken am Windgällen

Bild 100: Bergweg und Windgällen

Bild 101: Bergweg unterm Sunnigen Stöck

Bild 102: Erstfelder Tal und Windgällen

Bild 103: Windgällen

Bild 104: Abendstimmung

Bild 105: Bergweg und Windgällen

Bild 106: Bergweg unterm Sunnigen Stöck

Bild 107: Bergweg unterm Sunnigen Stöck

Bild 108: Bergweg unterm Sunnigen Stöck

Bild 109: Bergweg und Windgällen

Bild 110: Windgällen

Bild 111: Windgällen

Bild 112: Schattenbilf

Bild 113: Bergweg unterm Sunnigen Stöck

Bild 114: Windgällen

Bild 115: Sunnigen Stöck

Bild 116: Alp Matt

Bild 117: Abendstimmung am Sunnigen Stöck

Bild 118: Obergerb-Alp

Bild 119: Waldpfad

Bild 120: Felsen im Wald

Bild 121: weisse Glockenblume

Bild 122: Bergspitzen überm Dunst

Bild 123: Materialseilbahn
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