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Tilisunahütte (141)
Sonntag 30.07.2006

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Romanshorn - St. Margrethen - Diepoldsau - Bludenz - Tschagguns - Grabs (1365m)

Route: Grabs (1365m) - Hochegga - Alpilaalpe - Tobelsee - Schwarzhornsattel - Tilisunahütte (2208m) - Tilisunaalpe - Gampadelsalpe - Tschagguns (750m)

Gehzeit: ca. 6:00 h

Höhendifferenz: ca. 1200m

Distanz: ca. 19km

Auch der teilweise dichte Nebel am Bodensee hält uns nicht davon am, in Richtung Montafon loszufahren. In Tschagguns besteigen wir die Einersessel des ältesten Sessellifts Vorarlbergs. Als AV-Mitglieder erhalten wir einen Rabat von 1,- Euro pro Person und bezahlen so für die Bergfahrt nur 5,50 Euro. An der Bergstation Grabs, in 1365m Höhe, ist es immer noch sehr warm. Trotzdem ist unser Schritttempo für die ersten zweihundert Höhenmeter rekordverdächtig. In nur 25 Minuten stehen wir am Punkt Hochegga. Nicht einmal Wald als Schattenspender hatten wir am steilen Grashang zur Erleichterung. Zur Strafe sind wir bereits jetzt durchgeschwitzt und nass bis auf die Aussenhaut, wie nach einem Regenschauer. Der Wegweiser kündigt uns eine Gehzeit von 3:15h bis zu unserem Ziel an, der Tilisunahütte. Wie ein entspannender Sonntagsspaziergang gestaltet sich die halbstündige Etappe auf einem flach ansteigenden Schotterweg zur etwa 100 Meter höheren Alpilaalpe. Die Einen nutzen die Gelegenheit zum Kauf von frischem Bergkäse, die Anderen geniessen zwischenzeitlich die schöne Aussicht nach Vandans hinunter und zur Zimba hinüber. Ein Schotterweg macht einen grossen Bogen am Berghang entlang um die Alpilaalpe, deren Abmessungen in der Tiefe zunehmen auf Spielzeugniveau schrumpfen. Die Lieferanten vom Rohstoff des gekauften Käses liegen fast zutraulich am Wegesrand und lassen sich von so ein paar Wanderern kaum vertreiben. Erst im letzten Moment springen sie auf und verhindern so den direkten Körperkontakt mit den komischen Menschen. Oberhalb der Baumgrenze wird der Pfad schmaler und steiler und schlängelt sich in Serpentinen den nicht enden wollenden Hang hinauf. Sehr beeindruckend ist der freie Blick ins Rätikon, wo sich u.a. Sulzfluh und die Drei Türme erheben. In einer kleinen Senke macht der Pfad einen Bogen um den idyllischen Toblersee, in dem sich die weissen Wolken spiegeln. Nach einem weiteren kurzen Anstieg endet die Steigung am schmalen Schwarzhornsattel, der von vielen Wanderern als Rastplatz genutzt wird. Hier zweigt nach Nordosten der Bergpfad zur Tschaggunser Mittagspitze ab und im Süden ist das Gipfelkreuz auf dem Schwarzhorn deutlich zu sehen. Nach einer Trinkpause steigen wir in Richtung Südwesten fast 200 Höhenmeter in steilen Serpentinen ab und laufen dann am Fusse des Schwarzhorn gen Süden, auf die Tilisunahütte zu. Erst im letzten Moment, wie ein Wegweiser die Gehzeit zur Hütte mit 10 Minuten anzeigt, taucht diese hinter dem Hügel auf. In der Hochebene unter der Tilisunahütte zieht der Tilisunasee unsere Blicke in seinen Bann. Glückliche Kühe weiden um den See herum. Auf die Idee, zur Tilisunahütte zu laufen, sind heute sehr viele andere Wanderer auch gekommen. Trotzdem können wir auf der Aussichtsterrasse noch einen Sitzplatz ergattern. Erst nach einer ausgiebigen Rast treten wir den Weiterweg an. Auf der Hochebene lassen wir das Trisuna Seehorn linkerhand und die Weissplatte rechterhand liegen. An einer Bergwand mit dem Namen "Hinter der Wand" treffen wir nach etwa 200 Metern Abstieg auf den Tilisunabach, der über das Gampadelstal Richtung Tschagguns hinunter fliesst. Diesem Tal folgen wir auf einem Schotterweg, der vielerorts in langen Serpentinen bei relativ wenig Gefälle grosse Höhen überwindet. Am kleinen Stausee Fischkalter kühlen wir unsere Füsse, die uns inzwischen schon fast 700 Höhenmeter heruntergetragen haben, im kalten Wasser. Die Tschaggunser Mittagspitze sehen wir jetzt von der anderen, gegenüberliegenden Seite als beim Aufstieg zur Tilisunahütte. Je tiefer wir nun kommen, um so häufiger kürzen wir die Serpentinen über steile Grashänge ab. Der Schotterweg wird schliesslich durch ein Asphaltsträsschen abgelöst und alle Nase lang passieren wir ein Häuschen mit unverbaubarer Fernsicht. Die letzten Höhenmeter führt uns noch ein schmaler Fusspfad durch den Wald und über Wiesen, ganz in die Nähe des Parkplatzes an der Talstation der Sesselbahn Grabs.
Vandanser Steinwand
Bild 1: Vandanser Steinwand
Bartholomäberg und Itonskopf
Bild 2: Bartholomäberg und Itonskopf (2089m)
Blick Richtung Vandans
Bild 3: Blick Richtung Vandans
Zimba in Wolken
Bild 4: Zimba in Wolken
Fliegenabwehr
Bild 5: Fliegenabwehr
Alpilaalpe
Bild 6: Alpilaalpe (1686m)
Sulzfluh
Bild 7: Sulzfluh (2818m)
Drei Türme und Gei▀spitze
Bild 8: Drei Türme und Geißspitze
Drei Türme
Bild 9: Drei Türme (2830m)
Tobelsee
Bild 10: Tobelsee
verblühte Berg-Nelkenwurz
Bild 11: verblühte Berg-Nelkenwurz
Tobelsee
Bild 12: Tobelsee
Drei Türme
Bild 13: Drei Türme
Arnika mit Insekt
Bild 14: Arnika mit Insekt
Schwarzhornsattel und Schwarzhorn
Bild 15: Schwarzhornsattel und Schwarzhorn (2460)
Gei▀spitze
Bild 16: Geißspitze (2334m)
Zimba und Golmer Höhenweg
Bild 17: Zimba und Golmer Höhenweg
Schwarzhornsattel
Bild 18: Schwarzhornsattel (2166m)
Tschaggunser Mittagspitze
Bild 19: Tschaggunser Mittagspitze (2168m)
Tilisunasee und Tilisuna Seehorn
Bild 20: Tilisunasee und Tilisuna Seehorn (2342m)
Blick Richtung Osten
Bild 21: Blick Richtung Osten
Tilisunahütte
Bild 22: Tilisunahütte (2208m)
Wollgras
Bild 23: Wollgras
Wollgras und Tschaggunser Mittagspitze
Bild 24: Wollgras und Tschaggunser Mittagspitze
Tilisunasee
Bild 25: Tilisunasee
Tilisunahütte mit Scharzhorn
Bild 26: Tilisunahütte mit Scharzhorn
Spiegelung
Bild 27: Spiegelung
Alpenauge
Bild 28: Alpenauge
Tschaggunser Mittagspitze
Bild 29: Tschaggunser Mittagspitze
Tunnel im Gampadelstal
Bild 30: Tunnel im Gampadelstal
Stausee Fischkalter im Gampadelstal, Tschaggunser Mittagspitze
Bild 31: Stausee Fischkalter im Gampadelstal, Tschaggunser Mittagspitze
Insektenparadies
Bild 32: Insektenparadies
Stausee Fischkalter und Tschaggunser Mittagspitze
Bild 33: Stausee Fischkalter und Tschaggunser Mittagspitze
Wasserfall ins Gampadelstal
Bild 34: Wasserfall ins Gampadelstal
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