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Studberg (350)
Sonntag 20.11.2011

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Jestetten - Bülach - Kloten - Nord-/Westumfahrung Zürich - Luzern - Littau - Malters - Schwarzenberg

Route: Schwarzenberg - Grüenenwald - Gummli - Hüenerhubel - Ochs - Studberg - Regenflüeli - Gumm - Alp Rosenboden - Moos - Schwarzenberg

Gehzeit: ca. 6:10 h
Schwarzenberg - Bömmerenbrücke ... 0:10 h
Bömmerenbrücke - Grüenenwald ... 0:55 h
Grüenenwald - Gummli ... 0:40 h
Gummli - Hüenerhubel ... 0:45 h
Hüenerhubel - Ochs ... 0:15 h
Ochs - Studberg ... 0:35 h
Studberg - Regenflüeli ... 0:15 h
Regenflüeli - Gumm ... 0:20 h
Gumm - Alp Rosenboden ... 0:30 h
Alp Rosenboden - Moos ... 1:20 h
Moos - Schwarzenberg ... 0:25 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 18km

Wenigstens ein paar Grade steigt das Thermometer über Null, wie wir von Malters nach Schwarzenberg hinauf fahren. In Schwarzenberg bleiben wir auf der Durchgangsstrasse, bis wir am Südrand des Ortes einen Parkplatz entdecken.

Auf dem Wanderwegweiser an der Ecke des Parkplatzes ist auch ein Etappenziel unserer Wanderung aufgeführt. Die Bömmerenbrücke ist auf ein und demselben Wegweiser einmal mit 15 Min. und einmal mit 3 Std. Gehzeit angegeben. Naja, ist ja kaum ein Unterschied.

Wir laufen ein Asphaltsträsschen hinunter und überqueren bereits nach 10 Minuten die Bömmerenbrücke, die das Flüsschen Rümlig überspannt. Die Brücke hat ihren Namen von der Bezeichnung der Umgebung, die Bömmeren heisst. In diese Senke werfen die benachbarten Berge noch lange Schatten, weshalb die Wiesen von weissem Raureif überzogen sind.

Unser Ziel, der Studberg, ist noch nirgends angeschrieben, deshalb halten wir uns an die Richtung Regenflüeli, das in der Nachbarschaft des Studberg liegt. Unweit von der Bömmerenbrücke biegen wir links ab und passieren kurz darauf einen alten Bauernhof mit eigener Kapelle.

Weiter geht es über einen Wirtschaftsweg durch hügelige Wiesen und schliesslich über einen Wiesenpfad, der bald in ein Asphaltsträsschen mündet. Ungefähr eine halbe Stunde laufen wir auf dem nicht all zu steilen Asphaltsträsschen und gewinnen dabei knapp 150 Höhenmeter. Gelegentlich müssen wir einem Auto ausweichen, denn das Strässchen ist öffentlich und führt nach Ober-Stäfeli, einem beliebten Ausgangspunkt für die Besteigung des Mittaggüpfi.

Auf der rechten Seite fliesst weit unten der Giessbach durch einen tiefen Tobel. Auf der Höhe von 1000m ü.d.M. zweigt ein Wirtschaftsweg nach links ab. Wir wechseln von Asphalt nach Beton und folgen den im Radabstand parallel verlaufenden Betonstreifen nach oben, ein eher unsympathischer Abschnitt, da man eine lange Strecke übersieht, mit samt seiner Steigung.

Nach knapp zehn Minuten hat der Beton sein Ende und ein Wanderwegweiser zeigt zum ersten mal die Richtung zu unserem Ziel Studberg an, mit einer Gehzeit von 1 Std. 45 Min. Auch unser nächstes Etappenziel, der Hünerhubel, ist angeschrieben. Wir biegen nach links ab und laufen in 10 Minuten über einen Schotterweg bis zu einem Bauernhaus. Hier endet der Fahrweg und es geht nur noch zu Fuss weiter.

Hinterm Haus geht's weiter, ein schmaler, ausgetretener Pfad. Kreuz und quer schlängelt er sich durch eine wilde Felslandschaft mit vielen Brocken aus Nagelfluhgestein und so manchem kleineren Tobel. Mehrere kleine Brücken aus Holz und aus Eisen helfen über Schneissen und ausgetrocknete Bäche. Kunstvoll bemalte Holztäfelchen zeigen immer wieder die Position an, mit Aufschriften wie Brüggli, Gäch Stutz, Frohi Ussicht und Grosse Stei.

Nach abwechslungsreichen 35 Minuten zeigt ein Wegweiser eine offizielle, nicht auf unseren Karten verzeichnete Abkürzung nach Gummli an. Etwas verunsichert entscheiden wir uns für diesen Weg, der den Eindruck macht, als gäbe es ihn noch nicht so lange. Viel Holz wurde auf diesem Abschnitt geschlagen.

Fünf Minuten später stossen wir auf weitere Wegweiser, die nach links Richtung Hintermülimoos und rechts nach Gummli zeigen. Irrtümlicherweise entscheiden wir uns zunächst für Hintermülimoos. Der Weg führt zwar auch nach oben, umgeht aber den Hünerhubel, den wir ans Etappenziel ausgesucht hatten.

Nachdem der Pfad immer schmaler wird und keinerlei Wegmarkierungen mehr zu finden sind, drehen wir um und laufen in Richtung Gummli zurück. Wenige Meter nach dem Wegweiser erreichen wir eine alte Alm, die offensichtlich dem Alpenclub Littau als Vereinshütte dient. Wir halten uns nicht lange auf, denn wir wollen endlich Sonne erleben.

Die ersten Strahlen erhaschen wir nach gut fünf Minuten, doch die Freude hält nicht lange an. In alle Richtungen windet sich der Pfad durch den Wald, vorbei an den Überresten der Grundmauern eines Hauses. Wer mag wohl hier oben gewohnt haben und wovon? Nach einer knappen halben Stunde stehen wir am Wanderwegweiser Hünerhubel. Durch die Baumlücken blinzeln nur zaghaft ein paar Sonnenstrahlen.

Einen Abstecher zum höchsten Punkt des Hünerhubel schenken wir uns, denn wie es aussieht, gibt es dort wegen zu dichtem Baumbewuchs keinerlei Aussicht. Also wenden wir uns in Richtung Osten, dem Ochsen zu. Es ist die einzige Zielangabe auf dem Wanderwegweiser, aber weder auf der Kompasskarte, noch auf der Karte von Swissmap namentlich aufgeführt. Lediglich auf der Internet-Karte http://map.schweizmobil.ch ist der Ochs verzeichnet.

Auf der Höhe laufen wir nun einen spannenden Pfad, anfangs über einen breiten Grat, dann unterhalb des Grats am Hang entlang und auch mal durch eine Felsspalte, bis wir nach zehn Minuten eine abgesetzte Felsnase mit Gipfelkreuz passieren. Den ausgesetzten Pfad zum Gipfelkreuz schauen wir uns nicht genau an, denn uns ist eher nach einem sonnigen Pausenplatz auf einer Wiese zumute. Der Eine oder Andere ist nicht traurig über diese Ignoranz.

Gute fünf Minuten später schauen wir aus dem Wald heraus auf eine sonnige Erhebung, auf der eine einbeinige Sitzbank befestigt ist. Bei näherer Betrachtung sehen wir, das es sich um eine drehbare Bank handelt, mit dem Namen Godi's Panorama Bänkli. Dass sich das Bänkli drehen lässt, macht durchaus Sinn, denn in fast alle Himmelsrichtungen herrscht unbehinderte Aussicht.

Richtung Süden ist im Gegenlicht der Sonne lediglich der dunkle Höhenzug des Mittaggüpfi zu sehen, der westliche Ausläufer des Pilatus. Den Pilatus selbst und das vorgelagerte Klimsenhorn sehen wir im Osten. Dazwischen pendelt eine Seilbahn hin und her. Ebenfalls im Westen, direkt vor der Nase, sehen wir den bewaldeten Studberg und die kahle Spitze des Regenflüeli daneben. Dazwischen lugt im Hintergrund die Rigi aus dem Nebelmeer.

Im Norden überblicken wir eine weite hügelige Landschaft, mit der Ortschaft Schwarzenberg im Vordergrund, von wo wir gestartet waren, und viel Nebel in der Ferne. Während wir in der Sonne sitzen und unser Vesper verspeisen, kommt eine Wandergruppe herauf, jeder mit einem Bündel Holz unterm Arm. Ratzfatz ist das Holz fachgerecht zerkleinert und das Feuer brennt lichterloh. Und genauso schnell ist das Feuer herunter gebrannt, so dass die glühende Holzkohle übrig bleibt. Über dem mitgebrachten Rost sind die Würste in kürzester Zeit braun gerillt.

Die nette Gruppe will uns später Kaffee anbieten, doch wir ziehen weiter. Der Anblick so knackiger Würstchen ist ja nicht auszuhalten, wenn sie einem nicht gehören. Richtung Osten geht es zunächst den breiten, sonnigen Grat leicht abwärts. Weniger als zehn Minuten später passieren wir ein Nashorn. Ein knorriger Baumstumpf, der durch ein geschnitztes Horn ergänzt wurde, beflügelt die Fantasie und sieht aus wie ein Nashornkopf.

Nach weiteren zehn Minuten passieren wir am tiefsten Punkt des Höhenweges eine Abzweigung Richtung Norden, die nach Hintermülimoos hinunter führt. Der Höhenweg wird jetzt schmaler und steigt auch wieder an, vorbei an nacktem Nagelfluhgestein. Mehrere steile Holztreppen mit Drahtseilsicherung ermöglichen erst den Aufstieg.

Nach etwas mehr als einer viertel Stunde kommen wir oben an, auf dem Studberg. Er ist mit 1603m der höchste Punkt unserer Wanderung. Die Aussicht ist etwas durch Bäume verdeckt. Wo grössere Baumlücken sind, steht auch eine Sitzbank. Ungehindert sieht man Richtung Pilatus und Tomlishorn, aber auch auf die gegenüberliegende Seite, zur Regenflüeli.

Der sonnige Südhang der Regenflüeli macht jetzt eher einen bezwingbaren Eindruck. Auf einem Wanderwegweiser lesen wir eine Gehzeit zur Regenflüeli von 15 Minuten, was wir doch sehr in Frage stellen. Spontan entschliessen wir, einen Abstecher dort hin zu machen. Schnell steigen wir den schattigen Nordhang hinab und auf der anderen Seite den feinsandigen Weg, später Wiesenpfad hinauf zum Gipfel des Regenflüeli.

Tatsächlich sind wir trotz kurzer Fotopausen nach genau 15 Minuten auf dem Gipfel. Jetzt sind wir dem Pilatus noch ein Stück näher und auch das Nebelmeer über dem Vierwaldstätter See kommt besser zur Geltung. Da die Regenflüeli im Norden senkrecht abfällt, verläuft über den Gipfelgrat ein Stacheldrahtzaun. Zwischen Stacheldrahtzaun und Abgrund steht das Gipfelkreuz.

Nachdem alles Sichtbare fotografiert ist, steigen wir wieder den gleichen Weg ab, den wir aufgestiegen waren, kürzen aber im unteren Bereich über einen steilen Trampelpfad nach Osten ab. In etwas mehr als 10 Minuten laufen wir über einen Wiesenpfad zur Alp Gumm hinunter. In Alp-Nähe ist der Pfad allerdings breit ausgebaggert. Der Übeltäter, ein kleiner Bagger, steht unterhalb der Alp.

Noch fast zehn Minuten setzt sich die über einen Meter breite Baggerspur nach der Alp Gumm fort. Dann zweigt ein schmaler Pfad nach links ab. Am steilen Wiesenhang ist der Pfad durch ein Holzgeländer abgesichert und läuft geradewegs auf eine Felswand zu. Dort macht der Pfad einen Bogen und geht über Treppen und Wurzelwerk steil hinunter.

An einem Stall vorbei, laufen wir nun entlang eines Südosthanges eine viertel Stunde nur leicht abwärts, bis zur Alp Rosenboden. Natürlich ist niemand zuhause, aber die altertümliche Küchenzeile an der Aussenwand wäre für jedermann benutzbar. Tische und Stühle sind unter einem Balkon verstaut. Bestimmt kann man hier im Sommer herrlich im Freien sitzen.

Auf abwechslungsreichen Wald- und Wiesenpfaden laufen wir schliesslich immer den Wanderwegweisern Richtung Schwarzenberg, den rotweisen Markierungen und den gelben Rauten nach und erreichen so nach knapp anderthalb Stunden den Punkt Moos.

Schwarzenberg ist hier auf dem Wanderwegweiser mit einer Gehzeit von 35 Minuten angegeben. Auf einem Asphaltsträsschen laufen wir etwa zehn Minuten in Richtung Nordwesten und kreuzen dann eine Autostrasse. In etwas Abstand zu dieser Autotrasse wenden wir uns nach Westen und nähern uns Schwarzenberg. Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass der letzte halbe Kilometer doch auf dem Gehweg entlang der Strasse zurück gelegt werden muss.

Bild 1: Restaurant Rössli

Bild 2: altes Bauernhaus

Bild 3: Bömmeren

Bild 4: Giessbach

Bild 5: Sonnenhügel bei Schwarzenberg

Bild 6: Bömmeren

Bild 7: Wanderwegweiser

Bild 8: Holztafel mit Tierschädel

Bild 9: Wegweiser

Bild 10: Betonsträsschen

Bild 11: Wolkenteppich

Bild 12: Ortsbezeichnungen

Bild 13: Pfad im Grüenenwald

Bild 14: Pfad im Grüenenwald

Bild 15: Weitblick Richtung Schwarzenberg

Bild 16: Blick Richtung Norden

Bild 17: kleine Statue

Bild 18: Pfad im Grüenenwald

Bild 19: Gummli

Bild 20: Holztafeln an Gummli-Hütte

Bild 21: Pfad bei Gummli

Bild 22: Holzsteg

Bild 23: Mauerreste mit Moos

Bild 24: Gipfelkreuz

Bild 25: Blick Richtung Norden

Bild 26: Blick Richtung Norden

Bild 27: Gratweg zum Ochs

Bild 28: Ochs (1594m)

Bild 29: Blick Richtung Rigi

Bild 30: Klimsenhorn, Pilatus, Tomlishorn

Bild 31: Blick Richtung Norden

Bild 32: Bänkli auf dem Ochs

Bild 33: Klimsenhorn (re.)

Bild 34: Schwarzenberg

Bild 35: Blick Richtung Rigi

Bild 36: Nebelmeer

Bild 37: Silberdistel

Bild 38: Regenflüeli und Studberg

Bild 39: Dole

Bild 40: Dole

Bild 41: Glärnisch und Pilatus-Seilbahn

Bild 42: Regenflüeli (1582m)

Bild 43: Feuer am Ochs

Bild 44: Schwarzenberg

Bild 45: Grillwürste

Bild 46: Regenflüeli und Studberg

Bild 47: Nebelmeer am Horizont

Bild 48: Nashornkopf

Bild 49: Klimsenhorn, Pilatus, Tomlishorn

Bild 50: toter Baum Richtung Studkopf

Bild 51: Regenflüeli

Bild 52: Studberg (1603m)

Bild 53: toter Baum

Bild 54: hohler Baumstumpf

Bild 55: Studberg

Bild 56: Holztreppe mit Drahtseil

Bild 57: Holztreppe mit Drahtseil

Bild 58: Holztreppe mit Drahtseil

Bild 59: Drahtseilsicherung

Bild 60: Gras im Sonnenlicht

Bild 61: Blick ins Eigental

Bild 62: Aufstieg zum Studberg

Bild 63: auf dem Studberg

Bild 64: auf dem Studberg

Bild 65: Regenflüeli

Bild 66: Rigi überm Nebelmeer

Bild 67: Pfad zur Regenflüeli

Bild 68: Blick Richtung Klimsenhorn

Bild 69: feinsandiger Pfad

Bild 70: Blick Richtung Klimsenhorn

Bild 71: Regenflüeli

Bild 72: Regenflüeli

Bild 73: Blick von der Regenflüeli

Bild 74: Grat auf Regenflüeli und Rigi

Bild 75: Blick Richtung Klimsenhorn

Bild 76: auf der Regenflüeli

Bild 77: Blick Richtung Mittaggüpfi

Bild 78: Gipfelkreuz Regenflüeli

Bild 79: Blick Richtung Ochs

Bild 80: Blick Richtung Klimsenhorn

Bild 81: Alp Gumm und Rigi

Bild 82: Blick Richtung Alp Gumm

Bild 83: Rigi überm Nebelmeer

Bild 84: Kreuz bei Alp Gumm

Bild 85: Alp Gumm und Regenflüeli

Bild 86: Klimsenhorn, Pilatus, Tomlishorn

Bild 87: Klimsenhorn

Bild 88: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 89: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 90: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 91: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 92: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 93: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 94: Rigi Kulm

Bild 95: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 96: Blick Richtung Klimsenhorn

Bild 97: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 98: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 99: zwischen Gumm und Rosenboden

Bild 100: Alp Rosenboden, Aussenküche

Bild 101: Alp Rosenboden

Bild 102: Waldweg bei Gantersei

Bild 103: Grüntöne

Bild 104: Wirtschaftsweg bei Meiestoss

Bild 105: Waldweg

Bild 106: Markierung und Baumpilze

Bild 107: grünes Lametta

Bild 108: Regenflüeli von unten

Bild 109: Regenflüeli von unten

Bild 110: dem Himmel entgegen

Bild 111: Pfad Nähe Giselbach

Bild 112: Pfad Nähe Giselbach

Bild 113: Wolken über Schwarzenberg
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