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Schwarzenberg (305)
Samstag 30.10.2010

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Frauendeld - Winterthur - Turbenthal - Bauma - Wald

Route: Bhf. Wald - Höhenklinik - Farner - Schwarzenberg - Höchhand - Schwämi - Wolfsgrueb - Ger - Sagenraintobel - Bhf. Wald

Gehzeit: ca. 5:45 h
Bhf. Wald - Höhenklinik  ... 1:00 h
Höhenklinik - Farner  ... 0:40 h
Farner - Schwarzenberg  ... 0:30 h
Schwarzenberg - Höchhand  ... 0:50 h
Höchhand - Schwämi  ... 0:30 h
Schwämi - Wolfsgrueb  ... 0:40 h
Wolfsgrueb - Ger  ... 0:15 h
Ger - Sagenraintobel  ... 0:25 h
Sagenraintobel - Bhf. Wald  ... 0:55 h

Höhendifferenz: ca. 800m

Distanz: ca. 19km

Glutrot ist der Himmel am frühen Morgen vor der Anfahrt. Eigentlich ist das ein Schlechtwetterzeichen, sieht aber trotzdem beeindruckend aus. Während der Anfahrt verschwindet dann auch die letzte blaue Ecke am Himmel.

In der Ortschaft Wald parken wir auf dem Parkplatz am Bahnhof, und für 5,0 CHF Parkgebühr dürften wir das Fahrzeug bis am nächsten Tag stehen lassen. Doch wir wollen am Nachmittag wieder zurücksein.

Der erste Wanderwegweiser zeigt uns nur die Richtung zum nächsten Wanderwegweiser an. Dieser jedoch, kann mit unzähligen Wanderzielen in alle Richtungen aufwarten. Unser erstes Etappenziel, die Höhenklinik, ist mit einer Stunde Gehzeit aufgeführt.

Wir entfernen uns vom Bahnhofsgelände über eine Fastfussgängerzone, von der schon nach 3 Minuten rechterhand ein ansteigender Fussweg abzweigt. Den Wanderwegmarkierungen folgend, passieren wir am Ortsrand eine Wohnanlage in Terrassenanordnung, vor der offensichtlich die Wohngemeinschaft mit vereinten Kräften die Aussenanlagen winterfest macht.

Wenige Minuten später verlässt der Wanderweg den Ort. Über einen Grasrücken steigt der schmale Pfad steil an. Ein Bauer hat kein Mitleid mit uns und verteilt die Gülle im hohen Bogen auf der benachbarten Wiese. Atemlos beschleunigen wir unser Tempo, um der Erstickungsgefahr zu entkommen, aber das ist eben Natur.

Alle Farben bietet der bunte Mischwald über den satt grünen Wiesen. An einem Wanderwegweiser wären jetzt Würfel eine willkommene Entscheidungshilfe, denn rechts geht es zur Höhenklinik und links auch. Die Entscheidung fällt für links aus, weil dort der Weg in den bunten Laubwald eintaucht. Schon wenige Meter weiter verlässt der Weg den Wald wieder und scheint am Ende einer Wiese in einen Fahrweg zu münden.

Wir wollen keinen Fahrweg gehen und wählen deshalb die weglose Variante. Über eine Wiese bis zum Waldrand und im Wald zwischen Holzstapeln hindurch, stossen wir an einen Wanderwegweiser, der auch die Richtung zur Höhenklinik anzeigt.

Etwa 10 Minuten lang folgen wir einem schönen Waldweg, mit herrlicher Aussicht auf die Glarner Alpen. Dann stoppt uns ein Weidezaun, nicht wirklich. Wir übersteigen den Zaun, lenken junge paar Kälber vom Futtern ab und landen schliesslich auf der asphaltierten Zufahrtsstrasse zur Höhenklinik. Dieser folgen wir ein paar Hundert Meter bergwärts bis zum Parkplatz der Höhenklinik. Dort gibt es einen echten Oldtimer zu bewundern, einen alten Ford.

In der Nähe der Höhenklinik wird offensichtlich bereits das Mittagessen zubereitet, ein etwas angenehmerer Geruch kriecht in die Nasenlöcher als vor einer dreiviertel Stunde. An mehreren grossen Wohnhäusern vorbei, passieren wir nach 10 Minuten Chrinnen, wo Ferien auf dem Bauernhof angeboten werden.

Während des weiteren Aufstiegs über ein Betonsträsschen weitet sich der Blick und ein Teil des Zürchersee kommt zum Vorschein. Im leichten Dunst ist der Damm bei Rapperswil zu sehen. Bei der Cholihütte lesen wir, dass man sie mieten kann. Sie bietet 30 Schlafplätze und soll 140 CHF pro Nacht kosten. Allerdings muss man auf Strom und Dusche verzichten.

An steilen Wänden aus Nagelfluhgestein vorbei, laufen wir in gut 10 Minuten bis zur Farner Alp hinauf. In der Nähe der Bergstation eines Skiliftes gibt es ein Selbstbedienungsrestaurant, das aber im Moment geschlossen ist. Wir bewundern den garagengrossen Brennholzstapel, der vortrefflich als Holzhäuschen verkleidet ist.

In der nächsten halben Stunde steigen wir etwa 150 Höhenmeter zum Gipfel des Schwarzenberg hinauf. Unterwegs streifen wir riesige Felsblöcke aus Nagelfluhgestein, sehen ins grüne Goldinger Tal hinunter und staunen über die Wolkenbildung über den Gipfeln der Glarner Alpen. Die blauen Wolkenlöcher über dem Horizont scheinen sich zu vergrössern.

Am steilsten wird es kurz vor dem Gipfel, wo Laubbäume schon sämtliche Blätter haben fallen lassen, so dass es herbstlich raschelt, wie wir durch den dichten Laubteppich stapfen. Die beiden Sitzbänke am Gipfel werden schnell frei gemacht, denn nun ist es vorbei mit der Gipfelruhe, da wir als Gruppe daher gepoltert kommen. Jetzt werden Kuchen und ein, zwei, drei Gipfelschnäpschen verteilt.

Richtung Norden machen wir uns an den Abstieg, mit dem Etappenziel Obere Boalp. An einem Wegkreuz, nur 5 Gehminuten von der Oberen Boalp entfernt, beschliessen wir einstimmig, also mit einer Stimme, die Tour um den Besuch des Höchhand zu erweitern. Inzwischen treffen uns auch erste Sonnenstrahlen, so dass uns die Schneereste auf den Wiesen nicht sonderlich stören. Die erwachsenen Mädels können es sich nicht verkneifen, eine Schneeballschlacht anzuzetteln.

Da wir vom Schwarzenberg schon einige Meter abgestiegen sind, dürfen wir auf den Gipfel des Höchhand noch einmal fast 100 Höhenmeter aufsteigen. Am Anfang stapfen wir noch über teilweise schneebedeckte Wiesen, dann verläuft der schmale Pfad über einen Grat. Schliesslich stossen wir auf einen Wanderwegweiser mit einer ungewöhnlich kurzen Zeitangabe, 2 Minuten bis Höchhand.

Wenn es steil aufwärts geht, können auch 2 Minuten ziemlich anstrengend sein. Am Gipfel erreichen wir den höchsten Punkt unserer Wanderung. Über eine sehr steile, mit Drahtseil gesicherte Passage, könnte man den Gratweg weiter verfolgen. Wir müssen aber langsam an den Rückzug denken. Zu dieser Jahreszeit ist es nicht mehr so lange hell.

Wir steigen den breiten Grat in Richtung Nordwesten ab, schmeissen noch den einen oder anderen Schneeball und erreichen nach 30 Minuten die mehr als 250 Höhenmeter tiefer liegende Alp Schwämi. Der Himmel ist inzwischen richtig blau und Schnee gibt es auf dieser Höhe keinen mehr. Also gönnen wir uns noch einmal eine kleine Rast.

Weiter geht es unwesentlich abwärts, auf dem Schotterweg, in Richtung Wolfsgrueb. Der Wanderwegweiser prophezeit eine Gehzeit von 35 Minuten. Dass wir 5 Minuten länger brauchen liegt wohl daran, dass wir immer wieder stehen bleiben, und einen der vielen kleineren Wasserfälle bewundern und fotografieren. An einer Stelle trieft das Wasser besonders beeindruckend von den moosbewachsenen Felswänden.

Bei Wolfsgrueb treffen einige Wanderwege und Strässchen aufeinander. Auch mit dem Auto ist dieser Punkt erreichbar und dient somit vielen Ausflüglern als Ausgangspunkt für Wanderungen. Entsprechend viele Leute treffen wir hier an. Wir folgen dem Fahrsträsschen nur wenige Meter abwärts und biegen dann nach links in Richtung Sagenraintobel ab.

Etwa 10 Minuten sind wir zum Bauernhof Ger hinunter unterwegs. Dabei beobachten wir einen Bauern und dessen Geländefahrzeug, das weit oben am Hang am Schlauch hängt, und sich selbst im hohen Bogen mit Gülle vollspritzt. Dieses mal ist uns die Windrichtung Wohl gesonnen und unsere Nasen bleiben verschont.

Gleich nach dem Bauernhof zweigt ein schmaler Pfad nach rechts vom Wirtschaftsweg ab. Er führt direkt zum Ufer des Schmitten-Bach und folgt dessen Verlauf. Immer wieder queren wir den Bach über eine kleine Brücke oder eigens für die Überquerung installierte Steine. Nach 10 Minuten kreuzt eine Strasse den Bach und wir die Strasse.

Das Verbotsschild für Biker wird nicht von allen geachtet. Zwei Biker überholen uns auf dem Pfad. Wir folgen weiter dem Schmitten-Bach und überqueren ihn unzählige male. An einer Weggabelung entscheiden wir uns für die linke Variante, die uns einige Meter vom Bach weg und in die Höhe bringt. Von oben sehen wir aber ständig zum Bach hinunter. An einer Grillstelle neben einem kleinen Tümpel legen wir unsere letzte kurze Rast ein.

Nach der Pause folgen wir dem Pfad weiter und gelangen so nach 10 Minuten wieder zum Bach hinunter. Obwohl der Bachverlauf von Menschenhand stark verändert wurde, ist er doch herrlich anzuschauen, nicht zuletzt wegen der herbstlichen Farben, den gelborangen Blättern an den Bäumen, dem rotbraunen Laub auf dem Boden und dem grünen Moos am Bachufer.

Nach 20 Minuten erreichen wir den Ortsrand von Wald und gute 10 Minuten später den Bahnhof, den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Bild 1: Morgenrot in Rielasingen

Bild 2: Morgenrot in Rielasingen

Bild 3: Pfad am Ortsrand von Wald

Bild 4: Bauernhof zwischen Wald und Höhenklinik

Bild 5: Herbstwald

Bild 6: Wirtschaftsweg am Herbstwald

Bild 7: Holzstapel

Bild 8: Blick Richtung Bachtel

Bild 9: Glarner Alpen

Bild 10: Mürtschenstock

Bild 11: Herbststimmung

Bild 12: Herbststimmung

Bild 13: Herbststimmung

Bild 14: Herbststimmung

Bild 15: Blick Richtung Mürtschenstock

Bild 16: Wolkenbild

Bild 17: Mürtschenstock

Bild 18: Betonsträsschen bei Chrinnen

Bild 19: Blick Richtung Zürichsee

Bild 20: Baum frisst Wegweiser

Bild 21: Waldweg entlang Nagelfluhwand

Bild 22: Holzstapel als Hütte verkleidet

Bild 23: Blick Richtung Säntis

Bild 24: Blick ins Goldinger Tal

Bild 25: Baum frisst Wanderwegweiser

Bild 26: Anstieg zum Schwarzenberg

Bild 27: Anstieg zum Schwarzenberg

Bild 28: Wolkenstimmung über Glarner Alpen

Bild 29: Nachbargipfel vom Schwarzenberg

Bild 30: Blick zum Bachtel

Bild 31: Scheidegg und Hüttchopf

Bild 32: Scheidegg und Hüttchopf

Bild 33: Blick zu den Churfirsten

Bild 34: Schneefeld

Bild 35: Wolkenbild

Bild 36: Gratweg zum Höchhand

Bild 37: Tante Ju überm Mürtschenstock

Bild 38: Aufstieg zum Höchhand

Bild 39: Blick ins Tösstal

Bild 40: Blick Richtung Säntis

Bild 41: Wegweiser auf dem Höchhand

Bild 42: Wanderwegweiser

Bild 43: Schnee am Höchhand

Bild 44: Abstieg vom Höchhand

Bild 45: Scheidegg und Hüttchopf

Bild 46: Schneefeld am Höchhand

Bild 47: Baumgruppe

Bild 48: Abstieg vom Höchhand

Bild 49: Waldweg

Bild 50: Grat zwischen Höchhand und Schwämi

Bild 51: Blick auf Schwämi

Bild 52: Schneeflecken

Bild 53: Schwämi

Bild 54: triefendes Moos

Bild 55: Wasserfall

Bild 56: Herbststimmung

Bild 57: Wolkenbild

Bild 58: Herbstfarben

Bild 59: Herbstlandschaft

Bild 60: Schmitten-Bach

Bild 61: Bachübergang

Bild 62: gedrehter Baumstamm

Bild 63: Schmitten-Bach

Bild 64: Verbotsschild

Bild 65: Baum frisst Wegweiser

Bild 66: Schmitten-Bach

Bild 67: Bachübergang

Bild 68: Brücke im Sagenraintobel

Bild 69: Tümpel im Sagenraintobel

Bild 70: Schmitten-Bach

Bild 71: Schmitten-Bach

Bild 72: Schmitten-Bach

Bild 73: Schmitten-Bach

Bild 74: Schmitten-Bach

Bild 75: Schmitten-Bach

Bild 76: Pfad im Sagenraintobel

Bild 77: Brücke übern Schmitten-Bach

Bild 78: Zufluss zum Schmitten-Bach

Bild 79: Schmitten-Bach

Bild 80: Wasserfall

Bild 81: Wasserfall

Bild 82: Schmitten-Bach

Bild 83: Kirche in Wald

Bild 84: Herbststimmung
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