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Schönberg (161)
Sonntag 18.02.2007

Anfahrt: Singen - Konstanz - Romanshorn - St. Margrethen - Vaduz - Malbun

Route: Malbun - Sassförkle - Guschg - Schönberg - Flua - Malbun

Gehzeit: ca. 4:30 h
Malbun - Sassförgle ... 0:40 h
Sassförgle - Guschg ... 0:30 h
Guschg - Schönberg ... 1:30 h
Schönberg - Sass ... 1:20 h
Sass - Malbun ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 550m

Distanz: ca. 10km

Der erstbeste grössere Parkplatz vor Malbun ist zwar leer, scheint uns aber vom Ausgangspunkt der Wanderung etwas weit entfernt zu sein. Der nächste Parkplatz ist dafür ziemlich voll. Ein Parkplatzordner verweist uns auf einen der letzten freien Stellplätze. Inmitten von Skifahrern sind wir mit unseren Schneeschuhen und Rucksäcken wieder einmal die Exoten. Deren Gesichtsausdrücke sind nicht immer genau zu deuten, ob Neid oder Mitleid. Bevor uns die Schneeschuhe tragen, wollen wir sie zunächst ein Stückchen tragen.
Also binden wir sie auf die Rucksäcke. Nach der Überquerung der Strasse und einer Liftspur befinden wir uns bereits auf dem richtigen Weg.

Ein teilweise vereister Forstweg bringt uns in einer halben Stunde 100 Höhenmeter hinauf nach Sass. Vom Malbuner Skirummel ist hier nichts mehr zu spüren. Zehn Minuten später zeigt ein Wanderwegweiser am Sassförkle die Richtung zum Schönberg mit einer Gehzeit von 1h 15min an. Im Sommer ist dies ein schöner Weg, teilweise am steilen Berghang entlang. Wir entscheiden uns jedoch für die Strecke, die auf der Wanderkarte als Skiroute eingezeichnet ist, zumal diese Strecke Richtung Norden leicht abfällt und somit auch die Schneeverhältnisse für unsere Schneeschuhe günstiger sind.

Wir schnallen also die Schneeschuhe an und verfolgen ein weiteres Stück den jetzt schneebedeckten Forstweg. Nach einem kurzen Stück zweigt eine interessante Skispur vom Forstweg ab. Unberührte Schneehänge beidseitig der Spur verlocken zum herumtollen. Zwischen den Bäumen hindurch sausen wir die Hänge hinunter, bis wir eine ausgetretene Skispur auf dem Forstweg, der zur Alm Guschg führt, erreichen. Mit einem herrlichen Blick auf den Galinakopf verfolgen wir diese Spur bis zur Alm.

Während die Wanderkarte die Skiroute in nordwestlicher Richtung anzeigt, verlaufen unzählige Skispuren mehr in südwestliche Richtung. Denen wollen wir auch folgen. Bei den langsam steigenden Temperaturen sinken wir ausserhalb der Skispuren im Schnee ein. Trotzdem verlassen wir die Spuren, da es sich um Abfahrtsspuren handelt und für den Aufstieg sich sympathischere Strecken anbieten. Über unberührte Abschnitte bahnen wir eine neue Spur den Hang hinauf, für den Anführer Schwerstarbeit.

Der Gipfel des Schönberg, unserem Ziel, liegt nun rechter Hand. Ein direkter Zugang ist im Moment nicht erkennbar. Aber schon bald treffen wir wieder auf die Hauptaufstiegsroute. Ein Skifahrer auf Langlaufskiern kommt uns mit zwei Hunden entgegen. Die Hunde benutzte er als Aufstiegshilfe. Wir müssen uns jedoch mit unseren Metallbügeln als Aufstiegshilfe begnügen.

Die vielbegangene Route macht jetzt einen Bogen und führt direkt auf den Schönberg zu. Einige Grüppchen von Skiläufern sind zum Gipfel unterwegs. Zunächst führt die Route durch Latschenfelder und steigt nur geringfügig an. Dann ist etwas Kondition gefragt. In weiten Kehren ist bis zu einem Grat ein steilerer Südhang zu erklimmen. Ab hier trennt uns nur noch ein sanfter, zehnminütiger Anstieg vom Gipfel.

Ein halbes Stündchen lang geniessen wir die Rundumsicht. Besonders beeindruckend sind die Berge der Alviergruppe, das Alpsteinmassiv und die Drei Schwestern, unter denen imposant der Verlauf des Höhenweges Fürstensteig zu erkennen ist. Trotz Sonne kühlt uns ein leichter Luftzug beim Sitzen ab, so dass wir bald den Rückweg antreten.

Bei ausreichender Schneehöhe toben wir zunächst den Südhang hinunter, bis uns eine fast schneefreie Zone abbremst. Für die Schneeschuhanfänger steigen wir noch einmal ein paar Meter zum sicheren Grat hinüber. Ein Stück weit verfolgen wir die Spur, die wir gekommen sind. Am Stachlerkopf vorbei ist ein letzter Anstieg von ca. 50 Höhenmetern zu überwinden. Dann geht es am sonnigen Südhang nur noch abwärts.

In Richtung Sass erlauben wir uns eine Abkürzung querfeldein. Viele Ski- und Schneeschuhspuren deuten an, dass die Abkürzung gehbar ist. Bei Sass treffen wir auf den Forstweg, den wir vom Aufstieg her schon kennen. Das letzte Stück nach Malbun zurück entscheiden wir uns für den geräumten Weg über Flua, auf dem uns jetzt viele Spaziergänger entgegen kommen. Würde die Sonne nicht bald hinterm Berg verschwinden, würden wir uns in Malbun auf einer Sonnenterasse niederlassen. So verlassen wir Malbun und kehren im tiefergelegenen Triesenberg ein, wo wir in einem viel zu warmen Wintergarten den Blick ins Rheintal geniessen.
Blick zur Alviergruppe
Bild 1: Blick zur Alviergruppe
Winterlandschaft bei Sass
Bild 2: Winterlandschaft bei Sass
Sassförkle
Bild 3: Sassförkle (1785m)
Blick zum Galinakopf
Bild 4: Blick zum Galinakopf (2198m)
Spur nach Guschg
Bild 5: Spur nach Guschg
Schattenlaufen
Bild 6: Schattenlaufen
Skispur
Bild 7: Skispur
Alm Guschg
Bild 8: Alm Guschg (1713m)
Schneeschuhspur
Bild 9: Schneeschuhspur
Blick Richtung Malbun
Bild 10: Blick Richtung Malbun
Schönberg
Bild 11: Schönberg (2104m)
Gratweg unterm Schönberg
Bild 12: Gratweg unterm Schönberg
Gratweg
Bild 13: Gratweg
Blick zum Säntismassiv
Bild 14: Blick zum Säntismassiv
Drei Schwestern
Bild 15: Drei Schwestern (2052m)
Spuren im Schnee
Bild 16: Spuren im Schnee
Galinakopf
Bild 17: Galinakopf
Malbun
Bild 18: Malbun (1602m)
Kapelle bei Malbun
Bild 19: Kapelle bei Malbun
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