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Pragelpass-Weg (364)
Samstag 23.06.2012

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Jestetten - Bülach - Kloten - Nord-/Westumfahrung Zürich - Cham - Schwyz - Muotathal

Route: Stalden - Haselbach - Horgrasen - Fruttli - Guetentalboden - Unt. Roggenloch - Stägen - Rasishütte - Gschwänd - Gross Band - Fedli - Sturzegg - Hölloch - Stalden

Gehzeit: ca. 6:20 h
Stalden - Haselbach ... 0:30 h
Haselbach - Horgrasen ... 0:25 h
Horgrasen - Fruttli ... 0:40 h
Fruttli - Guetentalboden ... 0:30 h
Guetentalboden - Unt. Roggenloch ... 0:35 h
Unt. Roggenloch - Stägen ... 0:25 h
Stägen - Rasishütte ... 0:30 h
Rasishütte - Gschwänd ... 0:10 h
Gschwänd - Gross Band ... 0:30 h
Gross Band - Fedli ... 1:00 h
Fedli - Sturzegg ... 0:10 h
Sturzegg - Hölloch ... 0:25 h
Hölloch - Stalden ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 17km
        benachbarte Wanderung siehe auch:

        29.05.2011 (So)     Rund um den Chupferberg (321)
        05.06.2010 (Sa)     Rund um den Wasserbergfirst (286)



Ausgangspunkt der Wanderung ist Stalden, die nächste Siedlung nach dem Ort Muotathal in Richtung Pragelpass. Ein Ortsschild sehen wir nicht, aber eine Wanderkameradin erwartet uns schon am Parkplatz gegenüber dem Gasthaus Höllloch. Eine grössere Touristengruppe wandert Richtung Höllloch ab, nicht unsere Richtung, worüber wir nicht unglücklich sind.

Wir verlassen den Ort am Gasthaus Höllloch vorbei, in nordöstliche Richtung. Schon nach wenigen Minuten geht es unter einer Brücke, die einen Zufluss der Starzlen überquert, hindurch und die Wiesen hinauf.

Zunächst laufen wir ein paar Meter am Bach entlang, folgen dann einem zwischen Weidezäunen und Sträuchern tief eingeschnittenen Wiesenpfad und steigen schliesslich über künstlich angelegte Stufen im Zickzack einen Waldpfad hinauf. Nach einer halben Stunde landen wir bei Haselbach auf einem Asphaltsträsschen.

Ein Wanderwegweiser zeigt gleich zwei Regionale Routen an, den Pragelpass-Weg (29) und die Via Suworow (55). Es handelt sich dabei aber um ein und denselben Weg. Wir erholen uns die nächsten zehn Minuten auf dem wenig ansteigenden Asphaltsträsschen, dem wir Richtung Pragelpass folgen. Dabei passieren wir einige alte Scheunen.

Ein steilerer und nasser Pfad durch den Wald kürzt eine weite Schlaufe des Asphaltsträsschens ab und mündet erst wieder nach einigen Höhenmetern und vielen Schweisstropfen in das Strässchen. Die Gipfel der Felswände, sie sich im Norden erheben, sind noch von Wolken verhüllt. Bis zum Wanderwegweiser Horgrasen folgen wir dem Asphaltsträsschen weiter in Richtung Osten.

Ein Pfad verläuft jetzt zu einer Geröllhalde hin und über Stufen aus Naturstein auf die Halde hinauf. Von oben erkennen wir, das es sich um eine gewaltige Geröllhalde handelt, die wir zu queren haben. Mit riessigen, aneinandergereihten Steinplatten ist der Pfad durch die teilweise hausgrossen Felsbrocken bestens präpariert. Seit dem Felssturz haben sich wieder einzelne Bäumchen und Sträucher zwischen den Steinen angesiedelt.

Nach einer guten Viertelstunde überqueren wir das mächtige aber trockene Bachbett eines Zuflusses des Baches Starzlen und haben jetzt die Geröllhalde, auf der Wanderkarte als Schluecht bezeichnet, hinter uns. Ein Brunnen spuckt aus einem holzgeschnitzten Kopf frisches Quellwasser in einen Holztrog. Beim Zurückblicken sehen wir weit unten im Tal die Häuser von Muotathal.

Auf einem Wiesenpfad laufen wir weiter und steigen nach knapp zwanzig Minuten durch ein kurzes Waldstück zur Starzlen ab, wo wir bei Fruttli den rauschenden Bach über eine schmale Eisenbrücke überqueren. Auf einem Wirtschaftsweg laufen wir dann gemütlich ungefähr einen Kilometer, immer am Bach entlang, bis zum Naturfreundehaus, und queren dort wieder auf die andere Seite der Starzlen.

Eine Kuhherde blockiert den Weg, lässt uns dann aber problemlos passieren. Aus der Anhäufung von landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit ihren grossen Anhängern schliessen wir, dass gerade erst der motorisierte Almauftrieb zum Guetentalboden stattgefunden hat. Auf den Wiesen sind auch mehrere Pferde mit Nahrungsaufnahme oder Herumstehen beschäftigt.

Wenige hundert Meter nach der Alm Guetentalboden gabelt sich der Weg. Wir verlassen hier den Pragelpass-Weg und zweigen nach Süden Richtung Unter Roggenloch ab. Nach einem Gatter schlängelt sich der Pfad zum Ufer der Starzlen hin, wo wir über eine schmale Eisenbrücke wieder die Seite wechseln. Im lichten Wald können wir erkennen, dass der Pfad auf eine Felswand hin steuert.

Immer den rotweissen Markierungen nach, überwinden wir problemlos die Steilstufe und gelangen in ein Gebiet von Karrenfeldern. Tiefe Löcher hat die Errosion im abgeschliffenen Felsen hinterlassen, in denen sich im Laufe der Jahre Pflanzen eingenistet haben. Die letzten Schneereste im Schatten sind bestimmt bald verschwunden.

Nach einer guten halben Stunde taucht ein Gebäude mit Schweizer Fahne auf. Nach einer anstrengenden Tour sehen wir sehr gerne die Schweizer Fahne, denn dort gibt es oft was zu trinken. Tatsächlich handelt es sich um die Alpwirtschaft Roggenloch, wo wir natürlich einkehren. Nach dem Aufhängen der nassgeschwitzten Hemden setzen wir uns auf die überdachte Terrasse und erholen uns bei einer längeren Rast.

Vorübergehend hat sich der Blauanteil am Himmel vergrössert und wir sind für weitere Anstrengungen gestärkt. Unser nächstes Etappenziel heisst Stägen. Der Wanderwegweiser zeigt eine Gehzeit von 25 Minuten an. Der Anstieg über die Wiesen südlich der Alpwirtschaft hat schnell ein Ende. Auf einem Wirtschaftsweg geht es in westliche Richtung.

Zwei Wanderer fallen uns am Boden kniend auf. Ihre Kamera auf den Boden gerichtet, machen sie uns neugierig. Was gibt es da zu fotografieren? Da müssen wir hin. Eine gar nicht scheue Blindschleiche steht bzw. liegt Modell. Vielleicht ist sie noch nicht warm genug, um flüchten zu können.

Der Pfad nach Stägen zweigt jetzt vom Wirtschaftsweg nach links ab und durchstreift feuchtes und naturbelassenes Gelände. Wir passieren an einer Weggabelung einen Wanderwegweiser mit der Positionsangabe Stägen. Die Begriffe Eigeliswald und Rasishütte tauchen auf unserer Wanderkarte nicht auf. Wir folgen der Richtung Rasishütte, die ohne Bezeichnung auf der Karte aufgeführt ist.

Nach einer knappen Viertelstunde gelangen wir durch eine verzinkte Kuhsperre auf ein Wiesengelände und haben von dort freie Sicht auf den Wasserbergfirst, dessen Gipfel von einer Wolke verdeckt ist. Leicht abwärts folgen wir dem Wiesenpfad, bis er nach fünfzehn Minuten bei der Rasishütte in einen Wirtschaftsweg mündet.

Am Wanderwegweiser ist unser Ziel Stalden (Höllloch) in der gleichen Richtung wie Unter Roggenloch angezeigt. Unser nächstes Etappenziel heisst Gschwänd. Wir nehmen einen leichten Gegenanstieg auf dem Wirtschaftsweg in Kauf und laufen direkt auf den wolkenverhangenen Wasserbergfirst zu. Dann passieren wir Alp Gschwänd, wo es Milchprodukte zu kaufen gibt, und laufen den Wirtschaftsweg nach Unter Gschwänd hinab.

Von Unter Gschwänd haben wir einen tollen Blick ins und nach Bisistal, mit dem kleinen See an der Strasse. Fast übersehen wir den Rechtsbogen am Weidezaun, den die rotweisse Markierung auf einer Mauer anzeigt. Der Wiesenpfad schwenkt jetzt nach Westen und steuert direkt auf eine Felswand zu. Der nun ansteigende, laubbedeckte Pfad mit Stufen scheint direkt an der Felswand zu enden.

Ein an der Felswand befestigtes Gatter gewährt für Wanderer Zugang zum Pfad entlang der Felswand. Ein dickes Seil ist als Sicherung am Fels befestigt, denn linkerhand fällt der Hang sehr steil ab. Orchideen, Feuerlilien und andere Blumen sind zu bestaunen. Wir folgen dem schmalen Pfad, der direkt am Fels klebt, bis zu einer überhängenden Stelle, unter der eine Sitzbank zum Verweilen einlädt.

Unpassierbar scheint der Weiterweg, doch eine Treppen führt vom Fels weg und umgeht so eine Steilstelle. Gleich darauf nähert sich der Pfad wieder der Felswand und ein Seil gibt erneut Sicherheit. Teilweise am senkrechten Fels, teilweise unterm überhängenden Fels, führen Treppen auf und ab.

Eine besonders schöne Stelle in einer Felsnische zwingt uns dann doch zum Rasten. Unterm Fels blüht nebst wunderschönen Blumen auch ein Rosenstrauch. Nebenan haben Kletterer wohl ein herunterhängendes Seil vergessen, oder konnten den Befestigungsknoten nicht mehr lösen. Es bleibt aber nicht das einzige Seil.

Nach der Rast setzen wir den spannenden Felsweg fort, der zu unserer Freude nicht mehr zu enden scheint. Nach einem Rechtsbogen lassen wir die Wand dann doch hinter uns. Inklusive kleiner Pause waren wir doch über eine Stunde unter der Felswand mit dem Namen Gross Band unterwegs.

Steile Treppen treiben noch einmal Schweisstropfen auf die Stirn. Beim Anstieg Richtung Norden haben wir durch Baumlücken immer wieder einen tollen Blick in das Muotatal mit dem fast gleichnamigen Ort Muotathal. Schliesslich geht es durch die Felslandschaft steil abwärts.

Bei einem alten Haus, das keinen bewohnten Eindruck macht, finden wir einen Wanderwegweiser mit der Aufschrift Fedli. Obwohl wir das Gefühl haben, schon fast in Stalden zu sein, ist dort hin noch eine Gehzeit von 50 Minuten angeschrieben. Auf einem Wirtschaftsweg laufen wir weiter Richtung Norden hinab und passieren dabei einen Felsentunnel. Im Dunkeln sehen wir den Boden unter den Füssen nicht, aber das Licht am Ende des Tunnels sehen wir.

Der Wirtschaftsweg mündet nach 10 Minuten bei Sturzegg in das Strässchen, das zum Pragelpass führt. Mit platten Füssen empfinden wir das Strässchen endlos lang. Immerhin liegen noch 250 Höhenmeter unter uns, wofür wir 25 Minuten benötigen. Unterwegs sehen wir von Strassenrand auf den Eingang zum Höllloch hinunter.

Am Ortsrand von Stalden befindet sich das Pförtnerhaus zum Höllloch. Wir gehen durch das offene Tor und laufen Richtung Höllloch. Der Höhlenführer einer entgegenkommenden Gruppe macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns auf Privatgelände befinden. Er bietet uns eine anderthalbstündige Führung durch die Höhle für 20 SFR an. Doch für heute haben wir genügend Kilometer auf dem Buckel.

Wir erhalten die Erlaubnis, bis zum Eingang des Höllloch zu laufen. Hätten wir gewusst, wie viele Stufen bis zum Eingang zu steigen sind, hätten wir es uns anders überlegt. Aber schon der Weg zum Höhleneingang ist sehr spannend. Ein tiefer Einschnitt in den Fels kann nur durch künstliche Anlagen mit vielen Treppen und Brücken begangen werden.

Zurück in Stalden setzen wir uns zum Abschluss der Wanderung auf die Terrasse des Gasthaus Hölloch.

Bild 1: Samstag, Wäschetag

Bild 2: Haus von Stalden

Bild 3: Pfade zwischen Stalden und Haselbach

Bild 4: Bauernhaus

Bild 5: Bauernhaus

Bild 6: Hüttenneubau

Bild 7: Hüttenneubau

Bild 8: Bauernhaus

Bild 9: Weg bei Horgrasen

Bild 10: Pfad über die Geröllhalde

Bild 11: Pfad über die Geröllhalde

Bild 12: Pfad über die Geröllhalde

Bild 13: Alpenblume

Bild 14: Pfad über die Geröllhalde

Bild 15: Pfad über die Geröllhalde

Bild 16: Pfad über die Geröllhalde

Bild 17: Brunnen

Bild 18: Felswand mit Wasserfall

Bild 19: Blick ins Muotatal

Bild 20: Felswand

Bild 21: Brücke bei Fruttli

Bild 22: Starzeln

Bild 23: Starzeln

Bild 24: Weg an der Starzeln

Bild 25: Weg an der Starzeln

Bild 26: Schinboden

Bild 27: Kuhherde

Bild 28: Guetentalboden

Bild 29: Guetentalboden

Bild 30: Guetentalboden

Bild 31: Guetentalboden

Bild 32: Guetentalboden

Bild 33: Guetentalboden

Bild 34: Guetentalboden

Bild 35: Guetentalboden

Bild 36: Pfad zum Bärenloch

Bild 37: Brücke im Bärenloch

Bild 38: Karrenfelsen

Bild 39: Karrenfelsen

Bild 40: Karrenfelsen

Bild 41: Alpwirtschaft Roggenloch

Bild 42: Wolken überm Druesberg

Bild 43: Alpwirtschaft Roggenloch

Bild 44: Blick Richtung Druesberg

Bild 45: Blindschleiche

Bild 46: Wasserbergfirst

Bild 47: Wolken überm Druesberg

Bild 48: Blick Richtung Wasserbergfirst

Bild 49: Alp Gschwänd

Bild 50: Unter Gschwänd

Bild 51: Blick ins Bisistal

Bild 52: Blick ins Bisistal

Bild 53: Einstieg zum Gross Band

Bild 54: Tor zum Gross Band

Bild 55: Alpenblumen

Bild 56: Pfad am Gross Band

Bild 57: Feuerlilien

Bild 58: Sitzbank am Gross Band

Bild 59: Pfad am Gross Band

Bild 60: Alpenblumen

Bild 61: Sitzbank am Gross Band

Bild 62: Pfad am Gross Band

Bild 63: Rosenblüte

Bild 64: Rosenblüte

Bild 65: Pfad am Gross Band

Bild 66: Pfad am Gross Band

Bild 67: Pfad am Gross Band

Bild 68: Alpenblumen

Bild 69: Pfad am Gross Band

Bild 70: Pfad am Gross Band

Bild 71: Blick ins Bisistal

Bild 72: Pfad am Gross Band

Bild 73: Alpenblumen

Bild 74: Alpenblumen

Bild 75: Blüte mit Insekt

Bild 76: Pfad am Gross Band

Bild 77: Pfad am Gross Band

Bild 78: Pfad am Gross Band

Bild 79: Pfad am Gross Band

Bild 80: Pfad am Gross Band

Bild 81: Pfad am Gross Band

Bild 82: Pfad am Gross Band

Bild 83: Blick ins Bisistal

Bild 84: Pfad am Gross Band

Bild 85: Muotathal

Bild 86: Blick ins Muotatal

Bild 87: Felsweg

Bild 88: Blick zum Fedli

Bild 89: Blick zum Fedli

Bild 90: Fedli

Bild 91: Felsentunnel

Bild 92: Felsenweg

Bild 93: Felsentunnel

Bild 94: Muotathal

Bild 95: Höllloch

Bild 96: Blick Richtung Heubrig

Bild 97: Eingang zum Höllloch

Bild 98: Eingang zum Höllloch

Bild 99: Eingang zum Höllloch

Bild 100: Eingang zum Höllloch

Bild 101: Eingang zum Höllloch

Bild 102: Eingang zum Höllloch

Bild 103: Eingang zum Höllloch

Bild 104: Baumwurzel

Bild 105: Gasthaus Hölloch

Bild 106: Haus in Stalden

Bild 107: Samstag, Wäschetag
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