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Schweizer Tor - Lünersee (190)
Mittwoch 03.10.2007

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Romanshorn - St. Margrethen - Lustenau - Bludenz - Vandanz (Wanderbus)

Route: Alpengasthof Rellstal - Schweizer Tor - Lünersee - Lünerkrinne - Alpe Lün - Alpengasthof Rellstal

Gehzeit: ca. 5:00 h
Alpengasthof Rellstal - Untere Zaluandaalpe  ... 0:50 h
Untere Zaluandaalpe - Obere Zaluandaalpe  ... 0:20 h
Obere Zaluandaalpe - Schweizer Tor  ... 0:50 h
Schweizer Tor - Verajoch  ... 0:40 h
Verajoch - Lünersee  ... 0:30 h
Lünersee - Lünerkrinne  ... 0:50 h
Lünerkrinne - Alpe Lün  ... 0:30 h
Alpe Lün - Alpengasthof Rellstal  ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 14km

Der Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Alpengasthof Rellstal und liegt auf knapp 1500m. Theoretisch kann man mit dem Auto dort hin fahren, praktisch schiebt ein Fahrverbot einen Riegel vor. Ein kleiner Wanderbus verkehrt nach Fahrplan und bei Bedarf, zwischen der Talstation der Golmerbahn in Vandans und dem Berggasthaus Rellstal. Die Rückfahrkarte kostet 15,00 Euro, für Rentner und Ermässigte 11,00 Euro.

Schon bei der ersten Spitzkehre des Bergsträsschens muss der Busfahrer zurück stossen, um die Kurve zu kriegen. Das kann ja noch heiter werden. Eine weiteren Spitzkehre erfordert einen Abstecher zu einer Wendeplatte, um auf dem Rückweg die Fahrt fortsetzen zu können. Im Fahrzeug wird es verdächtig still, denn am Rande des steilen, unbefestigten Schotterweges droht ein tiefer Abgrund. Der routinierte Fahrer liefert uns aber nach 40 Minuten sicher beim Alpengasthof Rellstal ab.

Die markante Pyramide der Zimba leuchtet in der Morgensonne. Die steile Ostwand des Saulakopfes lässt nicht erahnen, dass dessen Besteigung vom Süden her, über den Saulakopfsteig, für Schwindelfreie absolut unproblematisch ist. Für unseren Weg ist jedoch keine Schwindelfreiheit erforderlich. Über den leicht ansteigenden Schotterweg marschieren wir am Zaluandabach entlang in Richtung Süden und erreichen nach 50 Minuten die Untere Zaluandaalpe, die bereits die Winterpause angetreten hat.

Nach einem Bogen um 180 Grad rückt wieder die Zimba ins Blickfeld. Während die Einen den längeren Schlenker des Schotterweges gehen, kürzen die Anderen über die steile Wiese ab. Nach 20 Minuten passieren wir gemeinsam die 100 Meter höher gelegene Obere Zaluandaalpe. Der breite Schotterweg endet hier. Über einen schmalen Wiesenpfad steigen wir weitere 300 Höhenmeter in Richtung Süden auf, bis wir nach 50 Minuten die alte Zollhütte am gigantischen Schweizer Tor erreichen.

Währen wir jahrzehnte früher dran, müssten wir jetzt die Ausweise zücken. Doch heute ist niemand mehr an einem Grenzübertritt interessiert. Die Zollhütte ist verschlossen. Deren Eingangstreppen dienen uns als Sitzgelegenheit für eine kleine Vesperpause. Die markanten Türme der Kirchlispitzen, die den rechten Pfosten des Schweizer Tor bilden, halten wir irrtümlicherweise für die Drei Türme. Der linke Torpfosten ist ein Ausläufer der Drusenfluh.

Knapp 200 Höhenmeter trennen uns noch vom höchsten Punkt unserer Wanderung, dem Verajoch. Nachdem alle Teilnehmer zur Fortsetzung der Wanderung überredet sind, nehmen wir diese Steigung über den Schweizer Tor Weg in Richtung Westen langsam in Angriff. Vom Verajoch aus sehen wir im Westen die Königin des Rätikon, die knapp 3000 Meter hohe Schesaplana. Im Schatten der Kirchlispitzen liegen noch Schneereste von den Niederschlägen der vergangenen Tage. Entsprechend nass und rutschig ist der Weiterweg, der nun zum Lünersee hinunter führt.

Erst nach 30 Minuten sanftem Abstieg, mehr über Wiesen als über die glitschigen Pfade, taucht der Lünersee, mit seiner spiegelglatten, türkisfarbenen Oberfläche auf. Während einer kurzen Pause wollen wir diesen Anblick ein paar Minuten geniessen. Das Ombrometer, unweit des Lünersee-Südufers, mit seinen Solarzellen, können wir Vorort nicht als solches identifizieren. Später lesen wir im Lexikon nach, dass damit Niederschläge gemessen werden.

Wüsste man nicht, dass der Lünersee über eine Seilbahn erreichbar ist, würde man dies auf Grund der vielen Wanderer (oder Spaziergänger?) erahnen. Der Lünersee-Uferweg ist entlang des Ostufers bestens ausgebaut und durch Drahtseilgeländer gesichert. So kann man trotz des exponierten Wegverlaufes auch während des Gehens den herrlichen Blick auf und über den Lünersee geniessen. In der stillen Seeoberfläche spiegelt sich die Douglashütte, die neben der Bergstation der Seilbahn direkt auf der Staumauer sitzt. Die Meinungen über den Wasserstand gehen auseinander. Für die Einen ist der See halb voll und für die Anderen halb leer.

Nach ein paar Hundert Meter Genusswandern auf dem Uferweg des Lünersee biegen wir in steileres Gelände ab. Knappe 200 Meter steigen wir zur Lünerkrinne, einem Berggrat, hinauf. Durch den tiefen Einschnitt im Berggrat sehen wird hinüber zum Lechquellengebirge, hinweg über Silbertal und Klostertal. Nachdem der letzte Anstieg der Wanderung jetzt hinter uns liegt, findet sich ein Spender eines hochprozentigen Tröpfchens.

Fürs Familienalbum lassen sich einige Mitwanderer mit der Zimba im Hintergrund digital ablichten. Der Zimba entgegen, steigen wir nordostwärts auf dem FESP-Weitwanderweg ab. Die Vegetation wird zunehmend grüner bzw. jahreszeitlich bedingt bunter. Nach wenigen Minuten teilt sich der Weg. Der eine Weg führt in 30 Minuten zur Alpe Lün und der andere Weg führt in 30 Minuten zur Alpe Lün. Die Würfel müssen entscheiden, in unserem Fall für die östliche Variante.

Bei der Alpe Lün versammeln wir uns um den grossen Brunnen, der laut Aufschrift erst im vergangenen Jahr erbaut wurde. Von hier aus sehen wir zum ersten Mal die Heinrich-Hueter-Hütte am Fusse der steilen Südwand der Zimba. Zwischen Hütte und Zimba ist deutlich der Weg zum Zimbajoch zu erkennen. Anfangs verfolgen wir den Alpweg, der von der Alpe Lün ins Tal hinunter führt. Ab dem Moment, wo der Alpengasthof Rellstal in Sichtweite kommt, kürzen wir über die steilen Wiesen ab.

Bereits 30 Minuten nach Verlassen der Alpe Lün sitzen wir auf der Terrasse des Alpengasthof Rellstal und beschäftigen deren Bedienung. Bis wir vom Alpentaxi abgeholt werden, bleibt noch genügend Zeit, um einen leckeren Schweinebraten mit Knödeln zu verspeissen.
Saulakopf
Bild 1: Saulakopf (2517m)
Untere Zaluandaalpe
Bild 2: Untere Zaluandaalpe (1704m)
Zimba
Bild 3: Zimba (2643m)
Kirchlispitzen über Zollhütte
Bild 4: Kirchlispitzen über Zollhütte
Zollhütte am Schweizer Tor
Bild 5: Zollhütte am Schweizer Tor
Drusenfluh  und Schweizer Tor
Bild 6: Drusenfluh (2827m) und Schweizer Tor
Schesaplana
Bild 7: Schesaplana (2965m)
Schesaplana
Bild 8: Schesaplana
Felszacken Am Rossberg
Bild 9: Felszacken Am Rossberg
Lünersee und Schafgafall
Bild 10: Lünersee und Schafgafall
Lünersee
Bild 11: Lünersee (1970m)
Lünersee, Totalp und Schesaplana
Bild 12: Lünersee, Totalp und Schesaplana
Lünersee und Schafgafall
Bild 13: Lünersee und Schafgafall
Lünersee-Uferweg
Bild 14: Lünersee-Uferweg
Lünersee-Uferweg
Bild 15: Lünersee-Uferweg
Douglashütte
Bild 16: Douglashütte
Lünersee
Bild 17: Lünersee
Douglashütte
Bild 18: Douglashütte
Bizzarre Felsen
Bild 19: Bizzarre Felsen
Lünerkrinne
Bild 20: Lünerkrinne (2155m)
Lünerkrinne und Zimba
Bild 21: Lünerkrinne und Zimba
Lünersee und Seekopf
Bild 22: Lünersee und Seekopf (2698m)
Zimba
Bild 23: Zimba
Zimba
Bild 24: Zimba
Zimba
Bild 25: Zimba
Alpe Lün  und Zimba
Bild 26: Alpe Lün (1770m) und Zimba
Alpe Lün und Zimba
Bild 27: Alpe Lün und Zimba
Heinrich-Hueter-Hütte  und Zimba
Bild 28: Heinrich-Hueter-Hütte (1766m) und Zimba
Saulakopf
Bild 29: Saulakopf
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