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Höch Hirschberg (204)
Sonntag 27.04.2008

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Bischofszell - Gossau - Herisau - Appenzell

Route: Appenzell - Sittertal - Steinegg - Bifig - Eggli - Eggerstanden - Langenegg - Höch Hirschberg - Guggerloch - Appenzell

Gehzeit: ca. 5:00 h
Appenzell - Steinegg  ... 1:00 h
Steinegg - Eggli  ... 1:00 h
Eggli - Eggerstanden  ... 0:40 h
Eggerstanden - Höch Hirschberg  ... 1:00 h
Höch Hirschberg - Guggerloch  ... 0:50 h
Guggerloch - Appenzell  ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 700m

Distanz: ca. 16km

Die Innerrhoder Landsgemeinde Appenzell wählt einen neuen stillstehenden Landammann (Regierungsvizepräsident) und einen neuen Kantonsgerichtspräsidenten. Deshalb werden wir auf dem Parkplatz von Hilfspolizisten zu einem freien Stellplatz geleitet, auch wenn wir an der Wahl nicht teilnehmen dürfen. Viele Männer begegnen uns mit Säbeln. Nicht, dass sie uns feindlich gesinnt wären, der Säbel verleiht ihnen die Berechtigung, an der Wahl teilzunehmen.

Unsere Route führt aber von der wählenden Gemeinde weg, entlang der Sitter, in südöstliche Richtung. Bei Sittertal überqueren wir den Fluss auf einer eisernen Strassenbrücke und fünf Minuten später noch einmal auf einer hölzernen Fussgängerbrücke mit Überdachung. Einen Moment kommt die Wanderung ins Stocken, da markante Felsen, wie Öhrli, Bogartenlücke und Marwees zum Schauen und Knipsen verführen.

Vorbei an Steinegg verlassen wir bei Waflen die Sitter und nehmen die ersten Höhenmeter in Angriff. Wiesen und asphaltierte Landwirtschaftswege wechseln sich ab. Im Westen sehen wir den Appenzeller Hausberg, den Chlosterspitz, dessen Grat bis zum Kronberg weiter führt. Nach einer dreiviertel Stunde legen wir eine kurze Rast bei einem Bauernhaus ein. Vor Augen haben wir den Fänerenspitz, den wir von einer früheren Schneeschuhtour kennen.

Nur noch 15 Minuten trennen uns vom ersten Etappenziel, dem Eggli. Wieder wechseln sich Wiesen und Fahrwege ab. Das Gasthaus ist mit dem PKW erreichbar, hält aber noch Winterschlaf. Die Bänke auf der Sonnenterrasse sind noch aufeinander gestapelt und die Türen sind verschlossen. Wir erfreuen uns an der Tierwelt, wie schnatternde Gänse, Ziegen, Langhornrinder und Esel. Die versprochenen Temperaturen von 20 Grad müssen woanders sein. Hier ist es frisch und windig. Im Bann der fantastischen Aussicht auf den Alpstein, mit Säntis, Altmann, Ebenalp und Andere, kommt es doch zu einer ausgedehnten Vesperpause.

Im Norden sehen wir unser nächstes Ziel, den Höch Hirschberg, der etwa 25 Meter unter unserem aktuellen Standort liegt. Um dort hin zu gelangen, sind jedoch fast 300 Höhenmeter aufwärts zu bewältigen. Leider gibt es zwischen den Bergen keine Brücke und so müssen wir nordwärts nach Eggerstanden absteigen. Über dem Höch Hirschberg sehen wir im Hintergrund den Gäbris.

Über grüne Wiesen steigen wir in 40 Minuten nach Eggerstanden ab. Nach der Durchquerung des Ortes, entlang der Autostrasse, geht es über eine Wiese wieder aufwärts. 20 Minuten später treffen wir auf ein Asphaltsträsschen, das wir nach weiteren 10 Minuten wieder verlassen. Ein Schotterweg zweigt nach rechts ab und führt durch den Gschläpftwald in Richtung Höch Hirschberg. Beim Blick zurück sehen wir oberhalb Eggerstanden den mit kleinen Schneefeldern übersäten Fänerenspitz und im Hintergrund den Funkturm und die Spitze des Hohen Kasten.

Nach einer Viertelstunde zweigt ein Pfad links vom Schotterweg ab. Steil geht es durch den Wald über Wurzeln und rutschigen Boden hinauf. Doch schon nach wenigen Minuten lichtet sich der Wald. Auf dem Normalweg zum Berggasthaus Höch Hirschberg findet eine wahre Völkerwanderung statt. Entsprechend sieht es auf der Aussichtsterrasse aus. Glücklicherweise finden wir einen freien Tisch für unsere Gruppe. Trotz Menschenmassen erfolgt die Bedienung prompt und freundlich.

Dank der schönen Aussicht auf das Alpsteingebirge und ins Rheintal lässt es sich auch bei dem Rummel aushalten. So sitzen wir über eine Stunde, bevor wir den Rückweg antreten. Den ersten Kilometer müssen wir auf dem Schotterweg noch auch die PKWs achten. Dann zeigt ein Wanderwegweiser auf eine Wiese in Richtung Appenzell. Während die Sonntagsspaziergänger auf dem Fahrweg bleiben, entfernen wir uns auf der Wiese in stillere Regionen.

Auf knapp 2 km steigen wir ca. 100 Höhenmeter zum Guggerloch ab. Ausser einem Wanderwegweiser gibt es jedoch im Guggerloch nichts zu gucken. Zehn Minuten später stehen wir an der vielbefahrenen Strasse, die von Appenzell nach St. Gallen führt. Es fällt auf, dass rücksichtsvolle Autofahrer freiwillig anhalten, um uns die Strasse überqueren zu lassen. Schon nach wenigen Metern zweigt wieder ein Wanderweg von der Autostrasse ab.

Zehn Minuten später erreichen wir im Ortskern von Appenzell die Sitter, an deren Ufer unsere PKWs geparkt sind.
Fluss Sitter in Appenzell
Bild 1: Fluss Sitter in Appenzell
Waldweg bei Steinegg
Bild 2: Waldweg bei Steinegg
Sitter
Bild 3: Sitter
Alpstein mit Öhrli
Bild 4: Alpstein mit Öhrli
Alpstein
Bild 5: Alpstein
Haus bei Steinegg
Bild 6: Haus bei Steinegg
Haus bei Steinegg
Bild 7: Haus bei Steinegg
Chlosterspitz
Bild 8: Chlosterspitz (1326m)
Wiesen-Schaumkraut
Bild 9: Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
Ebenalp
Bild 10: Ebenalp (1640m)
Bogartenlücke
Bild 11: Bogartenlücke
Blick Richtung Appenzell
Bild 12: Blick Richtung Appenzell
Säntismassiv
Bild 13: Säntismassiv
Alpstein
Bild 14: Alpstein
Marwees
Bild 15: Marwees (1991m)
Altmann und Ebenalp
Bild 16: Altmann und Ebenalp
Säntis
Bild 17: Säntis (2502m)
Säntis, Konberg, Chlosterspitz
Bild 18: Säntis, Konberg, Chlosterspitz
Gasthaus Eggli
Bild 19: Gasthaus Eggli (1192m)
Altmann und Säntis
Bild 20: Altmann und Säntis
Gänse
Bild 21: Gänse
Langhornrind
Bild 22: Langhornrind
Gasthaus Eggli
Bild 23: Gasthaus Eggli
Altmann
Bild 24: Altmann (2436m)
Kronberg
Bild 25: Kronberg (1652m)
Säntis
Bild 26: Säntis
Höch Hirschberg und Gäbris
Bild 27: Höch Hirschberg und Gäbris
Eggerstanden mit Fänerenspitz
Bild 28: Eggerstanden mit Fänerenspitz (1506m)
Hoher Kasten
Bild 29: Hoher Kasten (1795m)
Blick zum Eggli
Bild 30: Blick zum Eggli
Zimba
Bild 31: Zimba (2643m)
Höch Hirschberg
Bild 32: Höch Hirschberg
Blick Richtung Rheintal
Bild 33: Blick Richtung Rheintal
Kamor  und Hoher Kasten
Bild 34: Kamor (1751) und Hoher Kasten
Fänerenspitz und Eggerstanden
Bild 35: Fänerenspitz und Eggerstanden
...wenn die Pfoten qualmen
Bild 36: ...wenn die Pfoten qualmen
Hütte bei Appenzell
Bild 37: Hütte bei Appenzell
Sitter und Hoher Kasten
Bild 38: Sitter und Hoher Kasten
Hoher Kasten
Bild 39: Hoher Kasten
Sitter
Bild 40: Sitter
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