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Chrüz (342)
Sonntag 02.10.2011

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Frauenfeld - Wil - St. Gallen - St. Margrethen - Landquart - Küblis - Pany

Route: Pany Schwimmbad - Bova - Sattel - Bunker - Chrüz - Stelserberg - Scurzwald - Schaftobel - Tratza - Pany

Gehzeit: ca. 5:00 h
Pany Schwimmbad - Bova ... 0:35 h
Bova - Sattel ... 0:50 h
Sattel - Bunker ... 0:20 h
Bunker - Chrüz ... 0:10 h
Chrüz - Stelserberg ... 1:15 h
Stelserberg - Scurzwald ... 0:20 h
Scurzwald - Schaftobel ... 0:15 h
Schaftobel - Tratza ... 0:30 h
Tratza - Pany ... 0:45 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 17km


Panorama: www.alpen-panorama.de

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Schwimmbadparkplatz des Bergdorfes Pany im Prättigau, zwischen Küblis und St. Antönien. Zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit können wir sicher sein, dass wir keinem Badegast den Parkplatz weg nehmen. Eine grosse Panoramatafel zeigt die Nordic Walking-Trails der verschiedenen Schwierigkeitsgrade um den Berg Chrüz an.

Vom Parkplatz aus laufen wir am Schwimmbad vorbei. Das Becken ist voll, die Liegewiesen leer, aber 1A Lage und ein herrlicher Blick ins Prättigau. Schon nach wenigen Minuten wechselt der Strassenbelag von Asphalt nach Schotter. Wir folgen dem Wanderwegweiser Richtung Bova. In einem Waldstück zweigt ein Pfad nach links ab und wir landen nach ein paar Minuten im freien Gelände.

Am steilen Wiesenhang sind etliche Holzhäuschen verstreut. Wir folgen den rotweissen Markierungen, passieren einige, teilweise noble Holzhäuschen und verlieren schliesslich die Spur. Weglos steigen wir weiter die Wiesen hinauf und hoffen, bald wieder ein Zeichen zu finden. Tatsächlich entdecken wir nach mehreren Höhenmetern wieder einen rotweissen Farbklecks auf einem Stein.

Ein Wanderwegweiser zeigt Kreuz an. Es soll sich wohl um den Berg Chrüz handeln. Auf den Wiesen ist jetzt kaum mehr eine Trittspur zu finden, aber Pfosten mit rotweisser Bemalung weissen die Richtung. Nach ungefähr anderthalb Stunden erreichen wir den Sattel, einen Übergang zwischen Alpbüel und Chrüz.

Vom Sattel haben wir erstmals einen Weitblick Richtung Westen, zum Eingang des Prättigau bei Landquart und zum Vilan, aber auch zur Schesaplana. Und wir können den Anfang des Grats sehen, der auf den Gipfel des Chrüz führt. Hätte der Gipfel ein ordentliches Kreuz, könnte man es vermutlich vom Sattel aus auch sehen.

Bevor wir den Gipfelgrat in Angriff nehmen, legen wir eine kurze Trinkpause ein. Danach folgen wir der ausgetretenen Trittspur und den rotweiss bemalten Pfosten und steigen durch herbstlich rote Heidelbeersträucher dem Gipfel entgegen.

Nach 20 Minuten weckt ein gemauerter Höhleneingang unsere Neugier. Wir packen die Taschenlampe aus und trauen uns in das Dunkel. Da sich unsere Augen an das helle Sonnenlicht angepasst haben, können wir anfangs trotz Taschenlampe kaum was sehen. Vorsichtig tasten wir uns vor, passieren einen Seitengang und einen zweiten Seitengang. Dem zweiten Seitengang folgen wir und kommen beim ersten Seitengang wieder heraus.

Fast übersehen wir im Dunkeln eine Treppe nach oben. Am Ende der Treppe führt ein Gang zu einem zweiten Ausgang auf der entgegengesetzten Seite unseres Eingangs. Die Innenwände sind durchwegs gemauert und betoniert. Es muss sich wohl um einen Bunker aus Kriegszeiten handeln.

Zurück am Tageslicht setzen wir des Gipfelsturm fort und erreichen nach 10 Minuten das Gipfelplateau. Auf der geräumigen Gipfelwiese tummeln sich bereits mehrere Wanderer. Die Sicht ist in alle Richtungen fantastisch. Durch den Stand der Sonne sind besonders die Berge des Rätikon, von Schesaplana über Kirchlispitzen bis zu Drusen-, Sulz- und Schijenfluh imposant.

Nach einer ausgiebigen Rast steigen wir über den Grat in nordwestliche Richtung ab. Der anfänglich tief ausgetretene Pfad im steilen und schmalen Grat erlaubt kaum ein Überholen, so dass die Gruppe im Gänsemarsch absteigen muss. Die herbstlich roten Heidelbeersträucher bilden einen schönen Farbkontrast zum stahlblauen, nahezu wolkenlosen Himmel. Auf einem Wiesenabschnitt überraschen kreisrunde Tümpel und in einem weiteren Tümpel spiegeln sich die Bergspitzen der Hasenflüeli.

Ein Wanderwegmarkierungspfosten bietet die ideale Auflagefläche für die Kamera zum Gruppenfoto mit Selbstauslöser. Gleich beim ersten Versuch sind alle Köpfe sichtbar und schauen Richtung Vögelchen. Im Westen sehen wir zum Stelsersee hinunter, der offenbar langsam am Austrocknen ist.

Ein paar Hundert Meter vom Stelsersee entfernt parken bei einem Gebäude mehrere Autos und eine Schweizer Flagge weht im Wind. Wir fragen einen entgegenkommenden Wanderer, ob dort eventuell an eine Einkehr zu denken ist. Seine Antwort fällt positiv aus, was unseren Schritt erheblich beschleunigt.

Noch einmal führt der Pfad durch Heidelbeersträucher, dann abwärts, über Wiesen, Schotterweg und Asphaltsträsschen bis zum Berggasthaus, wo wir 1 Std. 15 Min. nach Aufbruch vom Gipfel des Chrüz einkehren. Fast vergessen wir, dass wir uns am Wendepunkt der Wanderung befinden und noch mal die gleiche Distanz zurücklegen müssen, wie bisher.

Nach anderthalb Stunden Einkehr laufen wir bequem, zum Warmwerden, auf einer Höhenlinie ein Asphaltsträsschen in Richtung Südosten. Den Stelsersee lassen wir links liegen, den hatten wir ja von oben schon gesehen. Ein Auto kommt entgegen und hält unaufgefordert an. Der Fahrer lässt sich auf ein kurzes Schwätzchen ein und bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg zum Schaftobel sind.

Nach 10 Minuten geht das Asphaltsträsschen in einen Schotterweg über und weitere 10 Minuten später endet der inzwischen Wiesenweg an einem Holzhäuschen beim Scrutzwald. Wir übersteigen einen Weidezaun unterhalb des Holzhäuschens und folgen einem abwechslungsreichen Pfad durch teilweise bewaldetes Gelände. Dabei verlieren wir in einer viertel Stunde 100 Höhenmeter.

Einen Pfeil aus Holz, der offensichtlich eine Abzweigung andeuten soll, ignorieren wir und folgen weiter dem Kuhpfad. Aufmerksame Mitwanderer entdecken abseits des Kuhpfades eine rote Markierung. Weglos steigen wir zum rechten Pfad ab und kommen zielsicher zum Wanderwegweiser am Schaftobel.

Unweit des Wanderwegweisers queren wir ein Schotterfeld und knapp 10 Minuten später in einem Bergeinschnitt ein Zweites. Dann geht es auf einem breiteren Weg in weiten Kehren wieder mehr als 100 Höhenmeter hinauf. Erschöpft setzen wir uns bei Tratza am Wanderwegweiser nieder und erholen uns während einer kurzen Trinkpause vom anstrengenden Gegenanstieg.

Auf dem Wanderwegweiser lesen wir nach Pany einen Gehzeit von 1:15 Stunden. Vorbei an hübschen Holzhäuschen, durch eine gepflegte Wiesenlandschaft mit vereinzelten Baumgruppen und Waldstücken, laufen wir auf einem Wirtschaftsweg eine viertel Stunde lang bergab. Dann zeigt ein Wanderwegweiser nach links, ein Pfad ist nicht zu erkennen.

Wir laufen die angegebene Richtung über die Wiese am Waldrand entlang und finden an mehreren Bäumen eine rote Markierung. Nach einiger Zeit verliert sich die Trittspur in den Wiesen, doch die Richtung ist eigentlich klar. Zwei mal steigen wir über einen Weidezaun und erreichen schliesslich die Talstation eines Skiliftes. Von hier laufen wir noch etwa 300m auf der Zufahrtsstrasse zum Schwimmbadparkplatz.

Bild 1: Freibad in Pany

Bild 2: Bauernhaus

Bild 3: Wirtschaftsweg bei Pany

Bild 4: Bauernhaus auf Bova

Bild 5: Bauernhaus auf Bova

Bild 6: Bauernhaus auf Bova

Bild 7: Bauernhaus auf Bova

Bild 8: Bauernhaus auf Tschuogg

Bild 9: Berglandschaft

Bild 10: Bauernhaus auf Tschuogg

Bild 11: Osthang des Chrüz

Bild 12: Pfad zum Chrüz

Bild 13: Stelserberg und Vilan

Bild 14: Schesaplana

Bild 15: Gratweg

Bild 16: Blick in die Sonne

Bild 17: Wegmarkierungen

Bild 18: Aufstieg und Schesaplana

Bild 19: Aufstieg zum Chrüz

Bild 20: Gratweg

Bild 21: Gratweg

Bild 22: Gratweg

Bild 23: Schesaplana und Pergpfad

Bild 24: Pfad auf das Chrüz

Bild 25: Schesaplana zwischen Baumlücken

Bild 26: Blick zum Alpbüel

Bild 27: Bunkereingang

Bild 28: Treppe im Bunker

Bild 29: zweiter Bunkerausgang

Bild 30: Blick auf Tschuogg

Bild 31: Wolke über der Sulzfluh

Bild 32: Sulzfluh überm Chüenihorn

Bild 33: Drusenfluh und Tafel auf dem Chrüz

Bild 34: Gripfelkreuz Chrüz und Schesaplana

Bild 35: Drusenfluh und Sulzfluh

Bild 36: Zimba zwischen Schweizertor

Bild 37: Blick in den Buchner Tobel

Bild 38: Sulzfluh überm Chüenihorn

Bild 39: Gipfelfoto

Bild 40: Gipfelkreuz miz Vilan (li.)

Bild 41: Abstieg Westgrat

Bild 42: Kirchlisptzen, Drusenfluh und Sulzfluh

Bild 43: Drusenfluh und Sulzfluh

Bild 44: kreisrunder Tümpel

Bild 45: kreisrunder Tümpel

Bild 46: Heidelbeersträucher

Bild 47: Tümpel und Schesaplana

Bild 48: Chrüz über Herbstlandschaft

Bild 49: Hasenflüeli spiegelt sich

Bild 50: Tümpel und Chrüz

Bild 51: Heidelbeersträucher und Schesaplana

Bild 52: Bergpfad mit Vilan

Bild 53: Heidelbeeren

Bild 54: Wolken über Schesaplana

Bild 55: Stelserberg mit Stelsersee

Bild 56: Stelsersee

Bild 57: Wolken übern Chüenihorn

Bild 58: Drusenfluh

Bild 59: Bergweg

Bild 60: alte Bäume

Bild 61: Wolken über Schesaplana (re.)

Bild 62: Haus am Stelserberg

Bild 63: Drusenfluh

Bild 64: Hütten am Stelserberg

Bild 65: Berggasthaus am Stelserberg

Bild 66: Drusenfluh

Bild 67: Quellwolken und Cirruswolken

Bild 68: Berglandschaft

Bild 69: Chrüz

Bild 70: Wirtschaftsweg Richtung Schaftobel

Bild 71: Wirtschaftsweg Richtung Schaftobel

Bild 72: Bauernhaus

Bild 73: faule Kühe

Bild 74: Berglandschaft beim Scurzwald

Bild 75: Blick zum Stelserberg

Bild 76: Hütte am Scurzwald

Bild 77: Blick Richtung Vilan

Bild 78: Pfad im Schaftobel

Bild 79: Bauernhaus bei Tratza

Bild 80: Bauernhaus bei Tratza

Bild 81: Bauernhäuser

Bild 82: Abendstimmung

Bild 83: Blockhütte

Bild 84: Chüenihorn und Sulzfluh

Bild 85: Blick ins Prättigau
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