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Guarne - Foppate (207)
Freitag 23.05.2008

Anfahrt: Übernachtung im Hotel Post (Castasegna)

Route: Borgo Nuovo - Acqua Fraggia - Aurogo - S. Croce - M. S. Martino - Pian Cantone - Foppate - Tabiadascip - Maira - Castasegna

Gehzeit: ca. 6:30 h
Borgo Nuovo - Acqua Fraggia  ... 0:10 h
Acqua Fraggia - Aurogo  ... 0:40 h
Aurogo - M.S. Martino  ... 1:30 h
M.S. Martino - Pian Cantone  ... 0:50 h
Pian Cantone - Foppate  ... 1:00 h
Foppate - Tabiadascip  ... 0:30 h
Tabiadascip - Maira  ... 1:30 h
Maira - Castasegna  ... 0:20 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 14km

Schon oft gesehen und immer wieder beeindruckt, sind wir vom wohl schönsten Wasserfall des Bergell, dem Cascate dell' Acqua Fraggia. Eigentlich handelt es sich um ein ganzes System vom Wasserfällen. Parallel fallen zwei Wasserströme über eine hohe Kante und darüber füllen mehrere kleine Sturzbäche kleine Wasserbecken.

Unterhalb der Wasserfälle sorgt die starke Gischt für eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn im Sommer die Temperaturen sehr hoch sind, ist der Aufenthalt hier besonders angenehm. Die feinen Tröpfchen der Gischt brechen das Licht der einfallenden Sonnenstrahlen und so können wir trotz stahlblauem Himmel einen wunderschönen Regenbogen bewundern.

Unsere geplante Wanderroute verläuft jedoch auf der gegenüberliegenden Seite des Bergelltales. Nach einem kurzen Marsch durch das Örtchen streifen wir eine Gedenkstätte, die an einen vergangenen Bergsturz erinnern soll. Nur ein paar Steine, die in der feuchten Wiese liegen, sind von einem verschütteten Ort übrig geblieben.

Auf einem Asphaltsträsschen geht es 30 Minuten gemütlich und kaum ansteigend in Richtung Osten. Dann lädt uns eine Kirche bei Aurogo zum Besichtigen und Fotografieren ein. Zwanzig Minuten später, kurz nach dem Ortsrand von S. Croce, beginnt der sportlichere Teil der Wanderung.

Steil steigt der Weg durch den Wald an und passiert so manchen Felsbrocken im Hochhausformat. Teilweise verstecken sich die Stufen aus Naturstein unter dem braunen Laub. Im halbstündigen Abstand treffen wir auf sonnige, idyllische Lichtungen mit alten Hütten und Häuschen aus Naturstein. Während die Einen ihren Magen füllen, füllen die Anderen die Speicherkarte ihrer Kamera.

Bei einem Anwesen vertreiben wir eine Horde von scheuen Ziegen. Wer aber eine Ziege mit Lakritze ködert, bekommt sie nicht mehr los. Um die Mittagszeit treffen wir auf die besonders schön restaurierte Siedlung Pian Cantone, in 1300m Höhe. Offensichtlich dienen viele Häuschen als Freizeitdomizil für besser Betuchte.

Auf einer Holzbank lassen wir uns nieder, in der Absicht, eine ausgiebige Vesperpause zu machen. Wir liebäugeln mit Tisch und Bank eines nahen Anwesens. Prompt wird unser Wunsch erhört, denn der Anwohner lädt uns zur Nutzung seiner Terrasse ein. Dessen nicht genug, er versorgt uns sogar mit Kaffee und Grappa.

Etwas enttäuscht sind wir, wie wir nach der Rast wenige hundert Meter weiter einen grossen Parkplatz erblicken. Zum Glück haben die Erbauer der Parkplatzzufahrt vom Wanderweg Abstand gehalten, so dass im weiteren Verlauf der Eindruck von Natur pur erhalten bleibt. Ohne nennenswertes Auf und Ab durchstreifen wir einen Märchenwald, vorbei an moosüberwachsenen Waldhäuschen, an Lichtungen und Siedlungen.

In einem bewaldeten Bergeinschnitt verliert sich jede Spur. Reste von Schneefeldern konnte die Sonne noch nicht wegschmelzen. Immer wieder atmen wir auf, wie wir einen stark verblassten Farbfleck auf einem Fels oder an einem Baum als Wegmarkierung entdecken. Nach einer Stunde erreichen wir eine verlassene Siedlung, von der wir vermuten, dass es sich um Foppate handelt.

Unterhalb der Siedlung glauben wir einen Pfad zu erkennen und bald finden wir auch wieder deutliche Wegmarkierungen. Kurz darauf kreuzt der Pfad einen neu angelegten, breiten Schotterweg, der sich wie eine hässliche Wunde durch den Wald zieht. Natürlich ist der Schotterweg auf der 20 Jahre alten Wanderkarte nicht registriert. Mehrfach kreuzen wir beim steilen Abstieg den neuen Fahrweg, bis der Wanderweg einen Bogen in Richtung Westen macht und über eine Brücke einen Bach überquert.

Ein Blick auf die veraltete Wanderkarte bestätigt das ungute Gefühl, auf dem Holzweg zu sein. Wir machen kehrt und steigen querfeldein über eine saftige Blumenwiese abwärts. An einer Holzscheune finden wir tatsächlich wieder eine rote Markierung und ein paar Meter weiter einen Landwirtschaftsweg.

Realität und Karte lassen sich nun überhaupt nicht mehr in Einklang bringen. Wir verlassen uns jetzt auf unseren Pfadfinderinstinkt, ausserdem ist es noch früh am Tag. Stetig geht es leicht bergab, mal in östliche, mal in westliche Richtung. Auf der anderen Bergseite sehen wir Soglio, das nur 2km Luftlinie von Castasegna, unserem Tagesziel und Übernachtungsdomizil entfernt liegt.

Unter uns rückt das Flüsschen Maira in greifbare Nähe. Ein idyllischer Pfad zweigt vom Landwirtschaftsweg ab, bringt uns zwar zum Fluss hinunter, aber weg von Castasegna. Am südlichen Flussufer, das für extrem hohe Wasserstände präpariert ist, laufen wir schliesslich den letzten Kilometer flussaufwärts zum Endpunkt unserer Tagestour.
schneebedeckte Berggipfel
Bild 1: schneebedeckte Berggipfel
Kirchturm in Castasegna
Bild 2: Kirchturm in Castasegna
Castasegna
Bild 3: Castasegna
Palme und Berggipfel
Bild 4: Palme und Berggipfel
Hotel Post  und Grenzzaun
Bild 5: Hotel Post (l.) und Grenzzaun
Wasserfall in der Morgensonne
Bild 6: Wasserfall in der Morgensonne
Cascate dell' Acqua Fraggia
Bild 7: Cascate dell' Acqua Fraggia
Weg zum Wasserfall
Bild 8: Weg zum Wasserfall
Cascate dell' Acqua Fraggia
Bild 9: Cascate dell' Acqua Fraggia
Sprung über die Kante
Bild 10: Sprung über die Kante
Wasserfall
Bild 11: Wasserfall
Regenbogen
Bild 12: Regenbogen
Blumenwiese und Blick zum Wasserfall
Bild 13: Blumenwiese und Blick zum Wasserfall
Kirchturm bei Aurogo
Bild 14: Kirchturm bei Aurogo
Kirchturm bei Aurogo
Bild 15: Kirchturm bei Aurogo
Blick zur Kirche von Aurogo
Bild 16: Blick zur Kirche von Aurogo
Bergweg nach M. S. Martino
Bild 17: Bergweg nach M. S. Martino
altes Steinhäuschen
Bild 18: altes Steinhäuschen
schneebedeckte Berggipfel
Bild 19: schneebedeckte Berggipfel
Wolken über den Gipfeln
Bild 20: Wolken über den Gipfeln
restauriertes Berghaus
Bild 21: restauriertes Berghaus
Blick Richtung Chiavenna
Bild 22: Blick Richtung Chiavenna
schneebedeckte Berge
Bild 23: schneebedeckte Berge
Berghaus
Bild 24: Berghaus
Berghaus
Bild 25: Berghaus
Berghaus
Bild 26: Berghaus
Tannenzapfen
Bild 27: Tannenzapfen
Hochebene
Bild 28: Hochebene
Berghütte und Wolken
Bild 29: Berghütte und Wolken
Wolken
Bild 30: Wolken
Waldhäuschen
Bild 31: Waldhäuschen
moosbedeckte Hütte
Bild 32: moosbedeckte Hütte
Schaf
Bild 33: Schaf
Hütte und Miniweide
Bild 34: Hütte und Miniweide
Brunnen
Bild 35: Brunnen
verfallenes Haus in Foppate
Bild 36: verfallenes Haus in Foppate
Wanderweg
Bild 37: Wanderweg
Wanderweg
Bild 38: Wanderweg
Wanderweg
Bild 39: Wanderweg
Struktur im Fels
Bild 40: Struktur im Fels
Soglio
Bild 41: Soglio (1090m)
Soglio
Bild 42: Soglio
Moos am Wegesrand
Bild 43: Moos am Wegesrand
Maira und Castasegna
Bild 44: Maira und Castasegna
Flussufer der Maira
Bild 45: Flussufer der Maira
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