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Alpkopf (92)
Sonntag 12.12.2004

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Romanshorn - Lustenau - Dornbirn - Ebnit

Route: Ebnit (1088m) - Achrain-Alm - Binnel-Alm - Alpkopf (1788m) - Unt.-Fluh-Alm - Ebnit

Gehzeit: ca. 5:00 h

Höhendifferenz: ca. 1100m

Distanz: ca. 13km



Fotos: Alfred Jäger

Der Hochnebel, den wir seit Wochen kennen, überdeckt uns bis Dornbirn, aber ein Blick in Richtung Ebniter Tal lässt uns hoffen, bald die ersehnte Sonne zu sehen. Und bereits am Anfang des Tals überwältigt uns das schon fast vergessene tiefblau des Sonnenhimmels. Kurz hinter der Siedlung Gütle überqueren wir auf einer schmalen Brücke die tiefe Rappenlochschlucht. Steile Abgründe am Rande des schmalen Strässchens flössen uns Respekt ein. Vorbei an steilen Felswänden und durch einige enge Tunnel schlängelt sich die Strasse ca. 500 Höhenmeter hinauf, nach Ebnit. Dort sind Parkplätze rar, vor allem in der Ecke, in der wir loslaufen wollen. Wir beschliessen, die Schneeschuhe im Kofferraum zurückzulassen. Ein Schotterweg führt hinunter zur Dornbirner Aach. Die umliegenden Berge versperren der Sonne noch den Zugang. Bäume und Büsche sind durch weissen Raureif verziert. Dank pfadfinderischer Fähigkeiten finden wir einen unscheinbaren Pfad unweit der Aach, der später auf einen Schotterweg mündet. An einigen Stellen bildet das Eis im Flussbett der Aach imposante Formen. Ein teilweise gefrorener Wasserfall stürzt in die Aach. Der Schotterweg endet und Wegweiser bieten zwei Richtungen an, jeweils mit dem Vermerk "Nur für Geübte". Wir entscheiden uns für den Weg, der zur Binnel-Alm führt. Der Vermerk auf den Wegweisern sollte eigentlich lauten "Nur für Konditionsstarke", denn auf kurze Entfernung sind jetzt viele Höhenmeter durch den Wald zu überwinden. Im oberen lichteren Teil ist der Weg unter einer gefrorenen Schneeschicht versteckt, lässt sich aber Dank der Spuren von (hoffentlich) Ortskundigen trotzdem ausmachen. Im baumlosen Gelände erreichen wir schliesslich die Binnel-Alm. Inzwischen hat die Sonne ungehinderten Zugang zu uns. Im Süden bewundern wir den Hohen Freschen mit seinem steilen Binnelgrat. Er sieht natürlich unbezwingbar aus. Im Norden ist unser Ziel, der Alpkopf zu sehen. Und Richtung Rheintal und Bodensee hängen die Nebelmeere, die wir seit Wochen von unten kennen. Nach einer Rast stapfen wir den Weitwanderweg 201 weiter in Richtung Norden, vorbei am Alpkopf. Endlich der Wegweiser, der zum Alpkopf hinauf zeigt. Über den meist schneebedeckten Grashang erreichen wir nach wenigen Minuten aber viel Anstrengung den Gipfel des Alpkopfes. Die gute Fernsicht und die Nebelmeere in den Tiefen könnten wir stundenlang geniessen, aber die Zeit drängt. Wieder unten am Weitwanderweg zeigt ein Wegweiser die Untere Fluh-Alm an. Ein schneebedeckter und somit knieschonender Serpentinenweg bringt uns in kurzer Zeit ca. 300 Höhenmeter hinunter. Endlich ist Ebnit wieder angeschrieben. Im schattigen Wald sind manche Wegabschnitte mit blankem Eis überdeckt. Zum Schluss suchen wir noch mal in einem steilen Waldabschnitt den spärlich markierten Pfad und landen dann doch wieder an der Dornbirner Aach, die wir schon am Morgen überquert hatten.
Ebnit und Bocksberg
Bild 1: Ebnit und Bocksberg (1461m)
Alpkopf
Bild 2: Alpkopf (1788m)
Hoher Freschen
Bild 3: Hoher Freschen (2004m)
Säntismassiv mit Altmann
Bild 4: Säntismassiv mit Altmann
Hohe Kugel
Bild 5: Hohe Kugel (1645m)
Salzböden-Kopf und Mörzelspitz
Bild 6: Salzböden-Kopf und Mörzelspitz (l.)
Bergkante bei Altenhofalpe
Bild 7: Bergkante bei Altenhofalpe
Nebel über Dornbirn
Bild 8: Nebel über Dornbirn
Salzböden-Kopf
Bild 9: Salzböden-Kopf (1765m)
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