vorherige Wanderung Fr. 02.08.2013, Jöriseen Übersicht nachfolgende Wanderung Do. 22.08.2013, Arvigrat
Wildgärst (391)
Sonntag 11.08.2013

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Bülach - Kloten - Nord-/Westumfahrung Zürich - Luzern - Sarnen - Brünig Pass - Meiringen - Rosenlaui - Schwarzwaldalp

Route: Schwarzwaldalp - Oberläger - Wart - Wildgärst - Oberläger - Pfanni - Brochhütte - Schwarzwaldalp

Gehzeit: ca. 7:00 h
Schwarzwaldalp - Oberläger  ... 1:30 h
Oberläger - Wart  ... 2:15 h
Wart - Wildgärst  ... 0:30 h
Wildgärst - Oberläger  ... 1:20 h
Oberläger - Grillplatz  ... 0:30 h
Grillplatz - Pfanni  ... 0:25 h
Pfanni - Brochhütte  ... 0:25 h
Brochhütte - Schwarzwaldalp  ... 0:05 h

Höhendifferenz: ca. 1500m

Distanz: ca. 19km

Ein Artikel in einem Bergmagazin mit dem vielversprechenden Titel "Logenplätze der Alpen" macht uns auf den Wildgärst im Berner Oberland aufmerksam. Wie wir später feststellen, handelt es sich bei dem Foto zum Artikel in diesem Magazin nicht um eine Aussicht vom Gipfel des Wildgärst, sondern um eine Luftaufnahme aus einer anderen Höhe und einem anderen Winkel auf die Viertausender der Berner Alpen.

Trotz ausländischem Touristenbus unterm Brünigpass, dessen Fahrer ganz offensichtlich wenig Passerfahrung hat, erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung ab Schaffhausen in nur zweieinviertel Stunden. Nachdem wir am Anfang des Reichenbachtals an einem Automaten im unbemannten Kassenhäuschen eine Mautgebühr von 8,00 Schweizerfranken entrichten, sind wir berechtigt, das schmale Bergsträsschen zu fahren.

Kurz bevor wir die Schwarzwaldalp, den Ausgangspunkt unserer Wanderung, erreichen, passieren wir Rosenlaui, was als "kleinste Ortschaft der Schweiz" gilt. Der grosse Parkplatz bei der Schwarzwaldalp ist fast leer. Eine alte Holzscheune mit offenem Tor lockt uns an. Wir schauen hinein und bestaunen die alte Technik einer mit Wasserkraft betriebenen Sägerei. Hinter der Sägerei leitet ein hölzerner Kanal das Wasser zum Antriebsrad.

Für den öffentlichen Verkehr ist die Weiterfahrt ab der Schwarzwaldalp gesperrt, aber Postbusse fahren bis zur Grossen Scheidegg hinauf. Wir folgen eine viertel Stunde dem Strässchen in Richtung Gr. Scheidegg, bis bei zwei alten Holzhäuschen mit Schindeldach ein Wanderwegweiser Oberläger anzeigt. Wir biegen hier Richtung Nordwesten ab und steigen durch teilweise bewaldetes Gebiet einen Wald- und Wiesenpfad hinauf.

Die ganze Zeit sehen wir schon die senkrechte Felswand des Wetterhorns, und nach einem halbstündigen Aufstieg tauchen vor uns am Horizont die schneeweissen Gipfel von Mönch und Eiger auf. Während der nächsten dreiviertel Stunde werden die Bäume merklich weniger, bis wir schliesslich bei den Häusern von Oberläger die Baumgrenze ganz unter uns gelassen haben.

Eine gössere Gruppe von Wanderern kreuzt unseren Weg, verschwindet aber schnell wieder aus unserem Blickfeld. Wir wenden uns jetzt um 90 Grad nach rechts und laufen in Richtung Norden. Am Wanderwegweiser ist der Wildgärst mit einer Gehzeit von 2 Std. 30 Min. angeschrieben. Meist stecken die Gipfel vor unseren Augen in Wolken. Nur manchmal macht ein Wolkenloch einen kurzen Durchblick frei.

Fast anderthalb Stunden steigen wir einen Wiesenpfad in Bachnähe zwischen den Berghängen hinauf. Bunte Steingärten, von der Natur geschaffen und Alpenblumen in Felsspalten gibt es zu fotografieren. Hie und da wechselt die rote Farbmarkierung des Pfades die Bachseite. Ziemlich abrupt ändert der Farbton der Umgebung von grün nach graubraun und weiss. Das erste Schneefeld ist zu überqueren.

Wie ein Deckel schwebt ein dunkles Nebeldach über unseren Köpfen, während beim Zurückblicken im Hintergrund grüne Berghänge in der strahlenden Sonne leuchten. Da der Anteil an Schneefeldern mit der Höhe zunimmt, nimmt bei einem frischen Wind die Temperatur deutlich ab. Über Geröllhalden, die Schneefelder des Blau Gletschers und blanken Fels steigen wir in einer Stunde zum Sattel Wart hinauf.

Einige Wanderer sind im Abstieg und freuen sich, dass sie wieder in wärmere Gefilde kommen. Am Sattel, in 2700m Höhe, herrscht ein recht frostiges Klima. Der Wanderwegweiser zeigt zum Gipfel des Wildgärst eine Gehzeit von 35 Minuten an. Wegen der Wolken gibt es keine Fernsicht und somit keinen Grund, für ein Foto stehen zu bleiben. So stossen wir schon nach 25 Minuten auf einen grossen Steinmann, der den Gipfel des Wildgärst markiert.

Es nützt uns überhaupt nichts, dass über uns der Himmel ab und zu für ein paar Sekunden strahlend blau ist. Dort gibt es keine Berge zu sehen. In Gesellschaft mit wenigen anderen Wanderern sitzen wir in Gipfelnähe und hoffen auf schlagartige Besserung. Erst nach einer dreiviertel Stunde geben wir die Hoffnung auf und steigen zum Sattel ab.

Zwischen tief hängenden Wolken und Blau Gletscher sehen wir in das sonnenbeschienene Tal, durch das wir aufgestiegen waren und das wir jetzt wieder hinunter laufen. Im oberen Bereich nutzen wir die vielen Schneefelder, über die ein Abrutschen wegen der holperigen Oberfläche nicht ganz einfach ist. Nach anderthalb Stunden stehen wir bereits wieder in der Sonne, an einer Weggabelung, wenige hundert Meter von Oberläger entfernt.

Den letzten Abschnitt zur Schwarzwaldalp wollen wir den Romantikweg über Pfanni laufen, der auf dem Wanderwegweiser mit einer Gehzeit von 1 Std. 45 Min. angeschrieben ist. Fast auf einer Höhenlinie quert ein ausgetretener Pfad einen steilen Wiesenhang. Bei einer Unterstandshütte und Feuerstelle haben wir einen herrlichen Blick ins Reichenbachtal hinunter. Wir machen eine kleine Trinkpause und geniessen die Sicht, auch in den Talkessel, durch den der Pfannibach zur Schwarzwaldalp hinunter fliesst.

Der Weiterweg macht an der Unterstandshütte einen Linksknick um 90 Grad. Über viele künstlich angelegte Treppenstufen führt der kurvenreiche Pfad ungefähr 150 Höhenmeter hinunter und kreuzt bei Pfanni den Pfannibach. Auf einem breiten Wirtschaftsweg laufen wir schliesslich in einer guten halben Stunde etwas mehr als 300 Höhenmeter zur Schwarzwaldalp hinunter.

Nur ganz wenige der Kurven lassen sich über einen Wiesepfad etwas abkürzen. Einige hundert Meter vor der Schwarzwaldalp passieren wir die Brochhütte (SAC), wo man gemütlich auf einer Aussichtsterrasse sitzen könnte. Doch wir wollen erst am Ende der Wanderung einkehren und setzen uns deshalb bei der Schwarzwaldalp auf die Terrasse des Charlet-Hotel.
siehe auch

Bilder von Jürgen Duffner:    http://www.natur-um-triberg.de
   
Reichenbachtal:    http://de.wikipedia.org/wiki/Reichenbachtal
Klettersteig Schwarzhorn:    http://www.hikr.org/tour/post17510.html
   
Alpenpanoramen:    Aufnahmestandort Wildgärst
     Aufnahmestandort Schwarzhorn

Bild 1: Schwarzwaldalp und Wetterhorn

Bild 2: Sägerei

Bild 3: Wasserkanal zur Sägerei

Bild 4: Sägerei

Bild 5: Holzhaus und Wetterhorn

Bild 6: Holzhaus bei Schwarzwaldalp

Bild 7: Schwarzwaldalp

Bild 8: Blick zum Wetterhorn

Bild 9: Blick zum Wetterhorn

Bild 10: Blick zum Wetterhorn

Bild 11: Blick zum Wetterhorn

Bild 12: Schmetterling

Bild 13: Wetterhorn, Mönch und Eiger

Bild 14: Bauernhaus

Bild 15: Mönch und Eiger

Bild 16: Blick Richtung Gr. Scheidegg

Bild 17: Bergwiesen bei Oberläger

Bild 18: Landschaft bei Oberläger

Bild 19: Blick Richtung Gr. Scheidegg

Bild 20: Oberläger

Bild 21: Oberläger

Bild 22: Berner Alpen

Bild 23: Oberläger

Bild 24: Blick Richtung Wischbäch

Bild 25: Oberläger

Bild 26: Oberläger

Bild 27: Oberläger

Bild 28: Oberläger

Bild 29: Blick Richtung Wischbäch

Bild 30: Gegenlicht

Bild 31: Wissbäch

Bild 32: Wissbäch

Bild 33: Steingarten

Bild 34: Kühe

Bild 35: Wissbäch

Bild 36: Geissbach im Wissbäch

Bild 37: Felsspalte

Bild 38: Blumen im Felsspalt

Bild 39: SSteingarten

Bild 40: Alpenblumen

Bild 41: Geissbach im Wischbäch

Bild 42: Blick Richtung Wellhorn

Bild 43: Tiefe Wolken über Wischbäch

Bild 44: Wiesenpfad im Wischbäch

Bild 45: Wildgärst im Sonnenlicht

Bild 46: Gemswurz

Bild 47: Schneefeld

Bild 48: Wellhorn und Wetterhorn

Bild 49: Berglandschaft

Bild 50: Wellhorn und Wetterhorn

Bild 51: Blick Richtung Wetterhorn

Bild 52: Blick Richtung Wetterhorn

Bild 53: Schneefeld und Wetterhorn in Wolken

Bild 54: Schrybershörnli

Bild 55: Schrybershörnli

Bild 56: Blau Gletscher

Bild 57: Blau Gletscher

Bild 58: Blau Gletscher

Bild 59: Blau Gletscher

Bild 60: Blau Gletscher

Bild 61: Blau Gletscher

Bild 62: Alpenblumen

Bild 63: Alpenblumen

Bild 64: Blick vom Sattel Wart

Bild 65: Schotter und Hagelseeli

Bild 66: Schotter und Hagelseeli

Bild 67: Schotter und Hagelseeli

Bild 68: Pfad am Wildgärst

Bild 69: Steinmann

Bild 70: Alpenblumen

Bild 71: Steinmann und Wanderer

Bild 72: Nebelfoto

Bild 73: Blick ins Wischbäch

Bild 74: Blick übern Blau Gletscher

Bild 75: Blau Gletscher

Bild 76: Blau Gletscher

Bild 77: Schrybershörnli

Bild 78: Wolken überm Schneefeld

Bild 79: Berglandschaft

Bild 80: Fels und Steinmann

Bild 81: Geissbach im Wischbäch

Bild 82: Alpenblumen

Bild 83: Geissbach im Wissbäch

Bild 84: Wollgras

Bild 85: Wolken über der Bergwiese

Bild 86: Kuhfotograf

Bild 87: Geissbach im Wissbäch

Bild 88: Oberläger

Bild 89: Romantikerweg

Bild 90: Wolken über Gr. Scheideck

Bild 91: Reichenbachtal

Bild 92: Romantikerweg

Bild 93: Romantikerweg

Bild 94: Unterstandshütte

Bild 95: Blick Richtung Reichenbachtal

Bild 96: Romantikerweg

Bild 97: Romantikerweg

Bild 98: Romantikerweg

Bild 99: Häuser bei Pfanni

Bild 100: Häuser bei Pfanni

Bild 101: Brochhütte (SAC)

Bild 102: Sägerei am Pfannibach
vorherige Wanderung Fr. 02.08.2013, Jöriseen Übersicht nachfolgende Wanderung Do. 22.08.2013, Arvigrat