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Vitznauer Stock (316)
Samstag 16.04.2011

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Bülach - Kloten - Nord-/Westumfahrung Zürich - Küssnacht - Vitznau

Route: Vitznau - Gäbetswil - Hinterbergen - Fälmisegg - Vitznauer Stock - Ober Urmi - Wissiflue - St. Antoni - Vitznau

Gehzeit: ca. 5:00 h
Vitznau - Gäbetswil ... 0:50 h
Gäbetswil - Hinterbergen ... 0:40 h
Hinterbergen - Fälmisegg ... 0:30 h
Fälmisegg - Vitznauer Stock ... 0:40 h
Vitznauer Stock - Ober Urmi ... 0:40 h
Ober Urmi - Wissiflue ... 0:20 h
Wissiflue - St. Antoni ... 0:25 h
St. Antoni - Vitznau ... 0:55 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 13km

In Berichten auf der Homepage www.hikr.org wird zwar mehrfach geschrieben, dass es in Vitznau Gratis-Parkplätze bei den Seilbahnstationen gibt, das gilt jedoch nur bei Nutzung der Seilbahn. Wir parken auf dem Parkdeck neben der Schiffsanlegestelle und Zahnradbahnstation, mit herrlichem Blick über den Vierwaldstättersee, zur steilen Wand des Bürgenstock.

Bis in die Nähe der Seilbahnstationen, von denen kleine Kabinenbahnen nach Hinterbergen und Wissiflue fahren, decken sich Hin- und Rückweg unserer Rundtour. Beide Bergstationen werden wir im Laufe unserer Tour passieren. Je nach Richtung der Tour bietet sich dort auch eine Einkehr an.

Zunächst folgen wir der Ortsstrasse und überqueren die Gleise der Zahnradbahn, die auf die Rigi-Kulm hinauf führt. Dann biegen wir rechts ab und überqueren die Gleise ein zweites mal. Immer der Beschilderung Gäbetswil folgend, verlassen wir nach einer knappen viertel Stunde, nach immerhin schon 50 Höhenmetern den Ort Vitznau.

Unverschämt steil steigt der Bergweg an, dafür gewinnt die Aussicht mit jedem Schritt. Die schneebedeckten Gipfel, von Buochserhorn über Stanserhorn bis zum Pilatus zeigen sich am Horizont und in Mitten darunter erscheint der Bürgenstock wie eine steile Felseninsel im Meer.

An einer schmalen Passage kommt plötzlich ein geländegängiges Fahrzeug entgegen. Wollen wir nicht in den Abgrund springen oder über das Fahrzeug hinweg steigen, bleibt nur noch das Gebüsch übrig. Nachdem das Fahrzeug schon zentimeternah den Wegrand berührt, hat der Fahrer Einsicht und lässt uns am Fahrzeug vorbei klettern, bevor er seine waghalsige Fahrt fortsetzt.

Wiesenhänge, die unsereins auf Grund der Steilheit meidet, werden hier bewirtschaftet. Die Äpfel, der jetzt herrlich blühenden Obstbäume, müssen die Bauern im Herbst wohl einige Meter tiefer auflesen. Nach mehreren Hundert Metern schweisstreibendem Aufstieg passieren wir ein Bauernhaus mit Kinderspielzeug vor dem Haus. Wir denken voller Ehrfurcht an den täglichen Schulweg.

Ein kleines Wiesenplateau lädt nach einer knappen Stunde Gehzeit zum kurzen Rasten und Durchschnaufen ein. Auf dem Wanderwegweiser wird der Standort mit Gäbetswil beschrieben. Ungefähr 400 Höhenmeter unter uns liegt Vitznau am Ufer des Vierwaldstättersee. Mit etwas Fantasie sind sogar unsere PKW auf dem Parkdeck des Parkhauses zu sehen. Weniger Fantasie ist erforderlich, um die Engstelle des Vierwaldstättersee, zwischen Ober Nas und Unter Nas, zu sehen. Kaum einen Kilometer ist dort die Passage zwischen den Halbinseln breit.

Der Weiterweg kann in vollen Zügen genossen werden, da der Pfad zunächst entlang einer Höhenlinie verläuft. Unterhalb des Waldrandes queren wir den steilen Wiesenhang in Richtung Osten und haben dabei einen wunderschönen Blick auf den Vierwaldstättersee und die umliegenden, schneebedeckten Gipfel der Zentralschweiz.

Nach ein paar Minuten taucht der Pfad in den Wald ein und linkerhand türmen sich mehr und mehr steile Felswände auf. Laute Stimmen verraten uns Gegenverkehr. Wir würden es nicht glauben wenn wir es nicht sehen würden, zwei Mountainbiker schleppen ihre Vehikel über Wegpassagen, wo wir uns am Drahtseil festhalten. Sie behaupten trotzdem, es würde Spass machen.

Der Weiterweg, durch den lichten Wald, der immer wieder zu senkrechten Nagelfluhwänden blicken lässt, ist bestens mit Holz- und Eisenstufen, hie und da mal mit einem Geländer, präpariert. Ungefähr auf einer Meereshöhe von 1000m, 635 Meter über dem Vierwaldstättersee, verlässt der Pfad den Wald und wir haben die sonnige Hochebene von Hinterbergen vor uns.

Nicht nur mit der Seilbahn kommt man von Vitznau nach Hinterbergen, eine Ansammlung von wenigen Häusern mit Gaststätte und Kapelle, sondern auch von Irgendwoher mit dem PKW. Bis zum Restaurant Hinterbergen benutzen wir das schmale Asphaltsträsschen, den Gipfel des Vitznauer Stock bereits im Blickfeld. Zum Einkehren ist es leider noch zu früh.

Wenige Meter nach dem Restaurant verlassen wir das Asphaltsträsschen und folgen einem Pfad in Richtung Fälmisegg. Das Asphaltsträsschen kaum sichtbar, wandern wir ein paar Höhenmeter drüber bis zum Flämisegg, einer Passhöhe, mit Blick jetzt auch zum Fronalpstock und Rophaien. Unter uns liegt der Bauernhof Fälmis mit Bürgenstock, Pilatus und Vierwaldstättersee im Hintergrund.

Ein Grat ist in Richtung Süden bis zu den letzten Schneefeldern am schattigen Waldrand zu sehen. Die bewaldete Anhebung darüber muss der Vitznauer Stock sein. Wir folgen dem Grat und machen auch am Waldrand nicht halt. Steil geht es in vielen Kehren auf schmalem Pfad den Waldhang hinauf. Auf den Schneeresten ist besondere Vorsicht geboten.

An einer Felswand ist ein Drahtseil befestigt. Dafür sind wir sehr Dankbar, denn der Untergrund ist unberechenbar. Im Bogen geht es um die Felswand herum und da steht sie, die im Internet angekündigte Leiter. Bis zur Leiter halten wir uns noch gerne am Drahtseil fest. Dann steigt einer nach dem anderen die etwa 5m hohe Eisenleiter hinauf und bekommt dadurch ordentlich kalte Hände. Oben geht es auf schmalem Pfad in 10 Minuten bis zum Gipfelkreuz des Vitznauer Stock.

Viel Platz zum sitzen gibt es um das Kreuz nicht. Mit 6 Personen belegen wir das ganze Gipfelplateau. Die Sicht ist fantastisch, sofern sie nicht von Bäumen behindert oder vom Dunst eingetrübt ist. Mehr als 1000 Höhenmeter unter uns könnten wir mit Adleraugen unser Auto auf dem Parkdeck sehen. Wir setzen schon nach einer kurzen Rast unsere Wanderung fort.

In vielen Kehren geht es jetzt den steilen Bergwald hinab, mal an senkrechten Felswänden vorbei und oft durch ein Seil gesichert. Dass die Seilsicherung trotz Zweifel in einem Bericht auf www.hikr.org auch hier Sinn macht, zeigen diverse Ausrutscher auf dem durch trockenes Laub abgedeckten feuchten Untergrund. Bei völliger Trockenheit im Hochsommer mögen die Zweifel eher angebracht sein.

Eine Holzleiter stellt nicht gerade eine Erleichterung dar, denn zum einen fehlen einzelne Sprossen und zum anderen hat der Zahn der Zeit schon an der Leiter genagt. So ist es sicherer, neben der Leiter den Felsabsatz hinunter zu klettern, Dank Seil kaum ein Problem. Bei Ober Urmi stossen wir wieder auf grössere Wiesenflächen mit herrlichem Blick in Richtung Süden.

An einem Bauernhaus fällt die Rast nur kurz aus, angesichts der Aussicht auf ein kühles Bier beim nur 20 Minuten entfernten Berghotel Wissiflue. Die auf dem Wanderwegweiser angegebene Gehzeit halten wir exakt ein und erreichen über den Wiesenpfad das Berghotel. Vor dem Berghotel werden wir von zutraulichen Schweinen mit braunem Fell freudig erwartet. Gottseidank trennt uns ein Zaun, sie würden wie junge Hunde an uns hinauf springen.

Wir setzen uns auf die grosse Terrasse und geniessen die wohlverdiente, lange Pause, bei Sonne, Aussicht, Bier und guter Laune. Nach der Pause haben wir einen Abstieg von 500 Höhenmetern vor uns. An der Seilbahnstation des Berghotel Wissiflue ist dafür eine Gehzeit von 1 Std. 10 Min. angeschrieben.

Ganz unerwartet wird der Weg noch einmal spannend. Auf einem schmalen Felsenband, das aber durch Drahtseilgeländer gesichert ist, geht es abwärts. Ein abschüssiger Steg aus Eisengitter wäre sehr unangenehm, wenn da nicht das stabile Geländer zum festhalten wäre. Schliesslich wird der Weg breiter und führt in offenem Gelände direkt auf Vitznau zu. Kurz nach der Talstation der Seilbahn treffen wir auf den Weg, den wir am Morgen aufgestiegen waren. Bis zur Ortsdurchfahrt und zurück zum Parkdeck sind es noch etwa 500 Meter.

Bild 1: Stanserhorn und Bürgenstock

Bild 2: Buochserhorn und Stanserhorn

Bild 3: Kirche von Vitznau

Bild 4: Vierwaldstättersee und Buochserhorn

Bild 5: Bürgenstock

Bild 6: Bauernhaus bei Gäbetswil

Bild 7: Pilatus hinterm Bürgenstock

Bild 8: Stanserhorn und Bürgenstock

Bild 9: Vitznau, Ober Nas und Buochserhorn

Bild 10: Vitznauer Alp

Bild 11: Ober Nas und Unter Nas

Bild 12: Buochserhorn

Bild 13: Biker im Fels

Bild 14: Buochserhorn, Stanserhorn und Bürgenstock

Bild 15: Buochserhorn und Vitznau

Bild 16: Bürgenstock

Bild 17: Eisenleiter

Bild 18: Felswänder unterm Dossen

Bild 19: Vierwaldstättersee

Bild 20: Felswänder unterm Dossen

Bild 21: Felswänder unterm Dossen

Bild 22: Buochserhorn und Stanserhorn

Bild 23: Bauernhaus bei Hinterbergen

Bild 24: Natur und Technik

Bild 25: Bauernhaus bei Hinterbergen

Bild 26: Bauernhaus bei Hinterbergen

Bild 27: Restaurant Hinterbergen

Bild 28: Pfad nach Fälmis

Bild 29: Vitznauer Stock

Bild 30: Fälmisegg

Bild 31: Pilatus, Bürgenstock und Vierwaldstättersee

Bild 32: Blick Richtung Weggis

Bild 33: Gratweg zum Vitznauer Stock

Bild 34: Hinterbergen

Bild 35: Pfad zum Vitznauer Stock

Bild 36: Gratweg zum Vitznauer Stock

Bild 37: Eisenleiter am Vitznauer Stock

Bild 38: Eisenleiter

Bild 39: auf der Leiter

Bild 40: Pfad zum Vitznauer Stock

Bild 41: Rigi Kaltbad, Dossen und Hinterbergen

Bild 42: Gipfelkreuz Vitznauer Stock

Bild 43: von Vitznau bis Weggis

Bild 44: Rigi Kaltbad, Dossen und Hinterbergen

Bild 45: Gipfelblick auf Buochserhorn und Bürgenstock

Bild 46: Musenalp und Buochserhorn

Bild 47: Tiefblick auf Vitznau

Bild 48: Abstieg am Seil

Bild 49: Felswand unterm Vitznauer Stock

Bild 50: Blick Richtung Dossen

Bild 51: Gratweg am Vitznauer Stock

Bild 52: Felsweg

Bild 53: marode Holzleiter

Bild 54: Niderbauen und Oberbauenstock

Bild 55: Bürgenstock

Bild 56: alte Holzbank

Bild 57: Aussenlift am Bürgenstock

Bild 58: Bürgenstock

Bild 59: Berghotel Wissiflue

Bild 60: Berghotel Wissiflue

Bild 61: Vitznauer Stock (1452m)

Bild 62: Buochserhorn und Stanserhorn

Bild 63: Berghotel Wissiflue

Bild 64: Berghotel Wissiflue und Vitznauer Stock

Bild 65: Berghotel Wissiflue und Vitznauer Stock

Bild 66: Eisensteg

Bild 67: Felsweg unterm Berghotel Wissiflue

Bild 68: Felsweg unterm Berghotel Wissiflue

Bild 69: Fünfblättrige Zahnwurz

Bild 70: Fünfblättrige Zahnwurz

Bild 71: Alpen-Gänsekresse

Bild 72: Bürgenstock und Seilbahn

Bild 73: Bürgenstock und Seilbahn

Bild 74: Fels unterm Dossen

Bild 75: Fels unterm Dossen

Bild 76: blühende Landschaft

Bild 77: Fels unterm Dossen

Bild 78: Apfelbaumblüte

Bild 79: Bürgenstock und Vitznau

Bild 80: Seilbahn

Bild 81: Vitznau

Bild 82: Fels unterm Dossen

Bild 83: Haus in Vitznau

Bild 84: Schiffsanlegestelle

Bild 85: Bürgenstock
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