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Bruederloch (315)
Samstag 09.04.2011

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Eschenz - Herdern - Pfyn - Müllheim - Weinfelden - Bussnang - Mettlen

Route: Mettlen - Schönholzerswilen - Bruederloch - Widehueb - Looch - Neukirch - Hintermüli - Ruine Anwil-Buhwil - Istighofer Weiher - Istighofen - Wertbüel - Mettlen

Gehzeit: ca. 5:00 h
Mettlen - Moos ... 0:25 h
Moos - Schönholzerswilen ... 0:25 h
Schönholzerswilen - Bruederloch ... 0:25 h
Bruederloch - Widehueb ... 0:15 h
Widehueb - Looch ... 0:20 h
Looch - Neukirch ... 0:35 h
Neukirch - Grill Hueb Bach ... 0:15 h
Grill Hueb Bach - Hintermüli ... 0:30 h
Hintermüli - Ruine Anwil-Buhwil ... 0:05 h
Ruine Anwil-Buhwil - Istighofer Weiher ... 0:40 h
Istighofer Weiher - Istighofen ... 0:10 h
Istighofen - Wertbüel ... 0:25 h
Wertbüel - Mettlen ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 330m

Distanz: ca. 18km

Am südlichen Ortsrand von Mettlen überquert die Strasse nach Wil den Furtbach. An diesem Bach besteht Parkmöglichkeit für ein paar Fahrzeuge. Wir laufen Richtung Ortsmitte und ignorieren die Abzweigung nach Schönholzerswilen. Wenige Meter weiter, an der grossen Kreuzung, biegen wir nach rechts, in den asphaltierten Wirtschaftsweg ein.

Nach etwa 300m biegen wir wieder rechts ab und folgen dem Wirtschaftsweg nach einer Linkskurve fast einen Kilometer in Richtung Osten. Ein kleiner See hinter den Bäumen macht uns neugierig und lockt uns kurz vom Weg weg. Wieder auf dem Schotterweg zurück, verlassen wir diesen bald südwärts und laufen eine Traktorspur zum Waldrand. Dort laufen wir in Richtung Osten, bis wir an einen breiteren Waldweg stossen.

Im spitzen Winkel kehren wir nach rechts und folgen wenige Hundert Meter dem markierten Wanderweg. Dann geht es auf Waldwegen, die auf keiner Karte eingezeichnet sind, südwärts, bis wir nach einem halben Kilometer wieder einen Wanderwegweiser finden. Kurz darauf sehen wir in der Ferne schon den Kirchturm von Schönholzerswilen.

Im Ort Schönholzerswilen folgen wir der Dorfstrasse nach einer Rechtskurve südwärts und werden bei der ersten Abzweigung nach rechts von einer netten Bewohnerin mit den Worten zurück geschickt: "Da kommt ihr nur bis zum Wald." Die nächste Abzweigung ist dann die Richtige. Der Dorf- und Wirtschaftsweg verläuft in einigem Abstand parallel zur Fahrstrasse, jetzt in Richtung Westen. An einer Kreuzung gehen wir gerade aus, wieder ein Wirtschaftsweg, der auf den Karten nicht existiert.

Einen Kilometer nach Schönholzerswilen finden wir am Waldrand einen eher unauffälligen Wegweiser mit der Aufschrift Bruderloch. Ein schmaler Pfad führt in den Wald hinein, zu einer Grillstelle direkt am Abgrund. Im tiefen Iitobel fliesst der Furtbach. Eine Tafel informiert über Entstehung und Geschichte des Bruderloch. Nach ein paar Metern entlag der Abgrundkante, die durch einen Zaun geschützt ist, finden wir eine Abstiegstelle.

Einige Meter tiefer verläuft ein schmaler Pfad an der senkrechten Sandsteinwand entlang bis zum Eingang des Bruederloch. Endlich kommt mal die immer mitgeführte Taschenlampe zum Einsatz. In gebückter Haltung wagen wir uns in das dunkle Loch. Rechts und links sind Seitengänge, die aber schnell enden. Keine Höhlenbewohner zuhause, also verlassen wir bald das etwa 10m tiefe Loch wieder und laufen entlang der Sandsteinwand zurück.

Über die nassen Wiesen laufen wir bis zur Kreuzung, wo ein Asphaltsträschen von der Verbindungsstrasse Schönholzerswilen - Hagenwil nach Widehueb und Haslen abzweigt. Nur wenige Meter marschieren wir nach Widehueb hinauf und beobachten dort eine Gruppe von Kindern, die von einem Betreuer gerade im Seilziehen unterrichtet werden. Wir dürfen uns auch mal blamieren, denn fünf kleine Burschen ziehen drei von uns Erwachsenen fast mühelos vom Fleck. Irgendwie haben sie doch die bessere Technik angewandt.

Auf einer langen Geraden geht es jetzt weiter, an einem noblen Fachwerkhaus von Haslen vorbei bis zum Weiler Laache oder Looche (die Karten sind sich mal wieder nicht einig). Dort queren wir die kreuzende Fahrstrasse und folgen einem Wirtschaftsweg, der weder auf der Kompasskarte, noch auf SwissMap existiert. An einer Kreuzung biegen wir in Richtung Süden zum Waldrand ab. Dort soll laut Karte nach 200m ein Weg in den Wald eintauchen.

Ins Gespräch vertieft, verpassen wir die Abzweigung und müssen ein paar Meter zurück laufen. Dann finden wir einen unscheinbaren Waldweg und folgen ihm in Richtung Süden. Ganz unerwartet kreuzt ein tiefer Tobel unseren Weg. Über eine Treppe steigen wir in den Tobelgrund hinab, queren dort über eine Holzbrücke ein Bächlein und steigen auf der gegenüberliegenden Seite wieder über eine Treppe hinauf.

Wieder auf der Höhe verlässt der Weg bald den Wald und verläuft noch ein paar Hundert Meter am Waldrand entlang. Westlich von Neukirch weichen wieder einmal Karte und Wirklichkeit stark voneinander ab. Der Wirtschaftsweg, den wir Richtung Neukirch laufen, ist auf den Karten nicht vorhanden. Von Weitem sehen wir schon an der Autostrasse nördlich von Neukirch einen Wanderwegweiser, der uns entgegen zeigt. Eine Abkürzung über die Wiese bietet sich an, zumal uns ein Fremder auf derselben Wiese entgegen kommt.

Unsere Gruppe zieht sich etwas auseinander. Später bestätigen die Schlusslichter das Sprichwort: "Den Letzten beschimpft der Bauer". Der war nämlich gar nicht einverstanden, dass wir seine Wiese niedertrampeln und kam schnell mit seinem Fahrrad angeradelt. Jetzt befinden wir uns wieder auf dem offiziellen Wanderweg, der in einen Wald hinunter führt. Bevor wir eine Treppe hinunter steigen, schauen wir über eine Kante zum Hueb Bach hinunter.

Über eine Holzbrücke queren wir den Hueb Bach und finden nach wenige Metern einen Grillplatz. Zwischen Feuerstelle und Bachbett plätschert ein Brünnlein. Leider spendet es kein Trinkwasser, aber bestens später zum Löschen des Feuers geeignet. Wir sammeln trockenes Holz und im Nu lodert das Feuer und die Würstchen platzen.

Wie nach vielen Würstchen der Ranzen spannt, löschen wir mit viel Wasser die Restglut und setzen unseren Weg entlach des Hueb Bach fort. Nach einer halben Stunde stossen wir bei Hintermüli auf eine Autostrasse. Unweit von schönen Fachwerkhäuser sehen wir auf einer Anhöhe die Mauerreste der Ruine Anwil-Buhwil. Natürlich steigen wir zu den Ruinenmauern hoch.

Dann geht es Richtung Norden weiter. Das erste Stück entlang einer Autostrasse, dann über Wirtschaftswege durch offenes Gelände, stossen wir nach einer halben Stunde an einen Waldrand. Rechts abbiegend laufen wir im Wald einen Linksbogen und verpassen fast den Abzweig zum Istighofer Weiher. Ein schmaler Pfad führt direkt zum malerischen Weiher hin.

Vor der Hütte am Weiher lässt es sich schön im Schatten sitzen, während Andere schnell mal der Weiher umrunden. Wären noch Würstchen im Rucksack, könnten sie hier gegrillt werden. Wir geniessen eine kleine Rast und laufen dann am Strassenrand bis zur Ortschaft Istighofen. Von der Kreuzung folgen wir etwa 300m der Dorfstrasse Richtung Reuti und biegen dann nach Süden Richtung Wertbüel ab.

Im Aufstieg kürzen wir eine kleine Ecke über eine Wiese ab, nutzen dort aber die Spur eines Traktors, richten also so keinen Flurschaden an. Neben der Kirche von Wertbüel lädt uns eine Gartenwirtschaft zum Verweilen ein. Wir geniessen das Hefeweizen und den Blick bis zum fernen Alpstein.

Über einen asphaltierten Wirtschaftsweg laufen wir schliesslich in einer halben Stunde zu unseren Autos in Mettlen zurück.

Bild 1: Weiher im Moostüggeli

Bild 2: Blick Richtung Wertbüel

Bild 3: Waldweg

Bild 4: Kirche von Schönholzerswilen

Bild 5: Fachwerkhaus in Schönholzerswilen

Bild 6: Kirche von Schönholzerswilen

Bild 7: Wegweiser zum Bruederloch

Bild 8: Baumblüte

Bild 9: Pfad überm Bruederloch

Bild 10: Pfad zum Bruederloch

Bild 11: Eingang zum Bruederloch

Bild 12: Pfad zum Bruederloch

Bild 13: junge Triebe

Bild 14: Kuh

Bild 15: Seilziehen

Bild 16: Fachwerkhaus in Haslen

Bild 17: altes Beuernhaus

Bild 18: Waldweg

Bild 19: Tobelgrund

Bild 20: Weg bei Neukirch

Bild 21: Brücke am Hueb Bach

Bild 22: Immergrün

Bild 23: Fachwerkhaus Hintermüli

Bild 24: Fachwerkhaus Hintermüli

Bild 25: Ruine Anwil-Buhwil

Bild 26: Blick Richtung Wertbüel

Bild 27: Baumblüte

Bild 28: Bauernhof

Bild 29: Wertbüel

Bild 30: Waldweg

Bild 31: Istighofer Weiher

Bild 32: Istighofer Weiher

Bild 33: Pfad am Weiher

Bild 34: Haus in Istighofen

Bild 35: Blüte

Bild 36: Evolution

Bild 37: Wertbüel

Bild 38: Blick Richtung Alpstein

Bild 39: Kamor und Hoher Kasten

Bild 40: Wertbüel

Bild 41: Blick Richtung Alpstein

Bild 42: Wertbüel

Bild 43: Ziege auf dem Podest

Bild 44: Furtbach in Mettlen
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