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Schartihöreli (288)
Sonntag 27.06.2010

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Jestetten - Bülach - Zürich - Afoltern - Brunnen - Flüelen - Isenthal

Route: Isenthal - Birchi - Chilenrüti - Schartihöreli - Geishütte - Neiberg - Seilb. Gietisfluh - Isenthal

Gehzeit: ca. 4:30 h
Isenthal - Birchi  ... 0:30 h
Birchi - Chilenrüti  ... 1:00 h
Chilenrüti - Schartihöreli  ... 1:05 h
Schartihöreli - Geishütte  ... 0:25 h
Geishütte - Neiberg  ... 0:35 h
Neiberg - Seilb. Gietisfluh  ... 0:30 h
Seilb. Gietisfluh - Isenthal  ... 0:25 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 13km

Trotz Weltmeisterschaftsspiel der Deutschen Fussballmannschaft finden sich ein paar Mitwanderer, um sich in den Schweizer Bergen bei sommerlicher Hitze abzuplagen. Im malerischen Bergdorf Isenthal beginnt unsere Tour. Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Ein in den Fels gesprengtes, schmales Strässchen, das meist keinen Gegenverkehr zulässt, verbindet Isenthal mit dem Rest der Welt.

Ein paar Meter laufen wir die Zufahrtsstrasse zurück und rätseln an einem Wanderwegweiser, ob mit Bärchi das auf der Wanderkarte verzeichnete Birchi gemeint ist. Und wenn, wir entscheiden uns für die Richtung Chäppeli, was sich später als richtig heraus stellt.

Wir überqueren den Bach, der weiter unten einen tiefen Tobel in den Fels geschliffen hat und befinden uns auf dem Bärenweg für Kinder. Mit leichtem Höhenverlust laufen wir parallel, aber in gebührendem Abstand zur Autostrasse in Richtung Osten. Dabei passieren wir einige sehr schöne, alte Häuser.

Der Weg taucht jetzt in den Wald ein und macht einen Bogen in Richtung Süden. In mehreren weiten Kehren steigen wir nun in einer Stunde durch den steilen Wald 500 Höhenmeter hinauf und kommen zur Alm Chilenrüti, auf einer Lichtung. Die Alm ist durch eine Materialseilbahn mit dem Tal verbunden. Wir legen eine Rast ein und beobachten zwei fremde Wanderer auf deren Weiterweg.

Von hier aus haben wir eine fantastische Sicht auf Oberbauenstock, Niderbauen-Chulm, Rigi-Scheideck, Fronalpstock, Rophaien, Gitschen, die Orte Brunnen und Flüelen und den Urner See. An einem Wasserhahn an der Alm füllen wir die Trinkflaschen auf.

Der Weiterweg dürfte sich unter dem frisch geschnittenen Gras verbergen. Wir folgen weglos der leichten Spur, den die zwei fremden Wanderer im hohen Grass hinterlassen haben. So stapfen wir in der heissen Mittagssonne am Rande des breiten Grates den Wiesenhang hinauf und stossen schliesslich wieder auf den offiziellen Pfad.

Mit zunehmender Höhe wird die Aussicht immer gewaltiger. Nur selten gibt es ein paar schattenspendende Bäume. Nach einer knappen Stunde sehen wir an einem Baum einen Wegweiser mit der Aufschrift Grätli. Er zeigt nach oben auf eine Baumlücke hin. Um zur Baumlücke zu gelangen, müssen wir über einen Stacheldrahtzaum klettern.

Dann stehen wir auf dem schmalen Grat. Auf beiden Seiten geht es beträchtlich abwärts und die Gehfläche ist manchmal nur ein paar Dezimeter breit. Wir folgen dem Grat und erblicken nach wenigen Minuten auf einer Bergspitze das Gipfelkreuz. Je nach Aufstiegsvariante muss die letzten Meter zum Gipfelkreuz gekraxelt werden.

Um das Gipfelkreuz herum ist nicht viel Fläche, um sich aufzuhalten. Wir geniessen den herrlichen Rundumblick auf die vielen Gipfel, die wir namentlich nicht kennen und verziehen uns nach und nach ein Stockwerk tiefer, auf eine bunte Blumenwiese, direkt unterhalb des Gipfels.

Erst nach einer längeren Gipfelrast setzen wir die Wanderung fort. Anfangs steigen wir einen sehr steilen Wiesenhang ab, geradewegs auf den Urner See zu. Dann folgen wir dem Wiesenpfad fast auf einer Höhenlinie über bunte Blumenwiesen an mehreren Almen vorbei. Schliesslich steigen wir etwa 500 Höhenmeter einen rauen, schmutzigen Waldweg ab und landen im breiten Chlital. Dort sind mehrere Bauernfamilien mit der teilweise manuellen Heuernte beschäftig, wie in alten Zeiten.
In einer knappen Stunde laufen wir auf einem Schotterweg, der später in ein Asphaltsträsschen über geht, durch das Chlital mehr als 400 Höhenmeter hinunter nach Isenthal. Auf beiden Seiten führen unzählige Materialseilbahnen nach oben, von denen die wenigsten für Personentransport zugelassen sind.

In Isenthal setzen wir uns in eine Gartenwirtschaft und lassen uns von der Wirtin vom positiven Fussballergebnis berichten. Später gibt sie uns noch ein paar wertvolle Tipps zu Wanderrouten in der Umgebung.

Bild 1: Ortseinfahrt Isenthal

Bild 2: Wasserspeicher

Bild 3: Wasserspeicher und Kirche

Bild 4: Wasserspeicher

Bild 5: Ortskern Isenthal

Bild 6: Seilbahn Chilenrüti

Bild 7: Urner See und Fronalpstock

Bild 8: Gitschen mit Wolke

Bild 9: Hightech in Chilenrüti

Bild 10: Oberbauenstock und Niderbauen-Chulm

Bild 11: Gitschen

Bild 12: Urner See und Fronalpstock

Bild 13: Blick auf Flüelen

Bild 14: Bärchi, Urner See und Fronalpstock

Bild 15: steiler Aufstieg

Bild 16: Grätli zum Scharthöreli

Bild 17: Blick Richtung Schächental

Bild 18: Rophaien und Urner See

Bild 19: Gitschen

Bild 20: Uri Rotstock

Bild 21: Grat zum Schartihöreli

Bild 22: Rophaien und Urner See

Bild 23: Uri Rotstock und Musenalp

Bild 24: Gipfelkreuz Schartihöreli

Bild 25: Blick zum Uri Rotstock

Bild 26: Bergblumen

Bild 27: Blumenwiese und Chulm

Bild 28: Narzissenblütiges Windröschen

Bild 29: Blumenwiese unterm Schartihöreli

Bild 30: Blumenwiese unterm Schartihöreli

Bild 31: Gitschen

Bild 32: Blumenwiese

Bild 33: Abstieg vom Schartihöreli

Bild 34: Blick ins Schächental

Bild 35: Urner See und Schächental

Bild 36: Gitschen

Bild 37: Uri Rotstock

Bild 38: Hint. Wang

Bild 39: Abstieg ins Chlital

Bild 40: Chlital

Bild 41: Heuernte im Chlital

Bild 42: Gitschen

Bild 43: Gitschen

Bild 44: Seilbahn Gietisfluh und Gitschen

Bild 45: Tobel im Chlital

Bild 46: Isenthal

Bild 47: Wasserspeicher in Isenthal

Bild 48: Kirche Isenthal (siehe Bild 3)
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