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Irchel (277)
Dienstag 06.04.2010

Anfahrt: Rielasingen - Schaffhausen - Jestetten - Eglisau - Freienstein

Route: Freienstein - Tössegg - Ende Rheinufer - Talcher - Hochwacht - Kl. Hebelstein - Irchelturm - Burg Freienstein - Freienstein

Gehzeit: ca. 4:30 h
Freienstein - Tössegg  ... 0:50 h
Tössegg - Ende Rheinufer  ... 0:35 h
Ende Rheinufer - Talcher  ... 0:20 h
Talcher - Hochwacht  ... 0:35 h
Hochwacht - Kl. Hebelstein  ... 0:15 h
Kl. Hebelstein - Irchelturm  ... 0:55 h
Irchelturm - Burg Freienstein  ... 0:50 h
Burg Freienstein - Freienstein  ... 0:10 h

Höhendifferenz: ca. 420m

Distanz: ca. 22km

Wären die Römer nicht so weit in den Norden vorgedrungen, hätten wir einen anderen Treffpunkt ausmachen müssen. So treffen wir uns an der Römerbrücke, die zwischen Freienstein und Rorbas das Flüsschen Töss überspannt und deshalb auch Tössbrücke heisst.

Knapp einen Kilometer folgen wir einer Dorfstrasse von Rorbas in Flussrichtung der Töss, eine weitere Brücke die Töss überquert. Dann zweigt der Wanderweg als Wiesenpfad nach links ab, zwischen Schrebergartenhäuschen und Tössufer hindurch. Bei der anschliessenden Kläranlage befehlen die Nasen eine schnellere Gangart.

Fast eine halbe Stunde folgt der Wanderweg dem Tössufer, bis er sich über einen ansteigenden Waldpfad vom Ufer entfernt. Nach ein paar Minuten mündet dieser in einen Schotterweg, der die Weinberge der Rhyhalde streift und schliesslich am Tössegg endet.

Dort wo der Rhein einen Bogen um mehr als 90 Grad macht, mündet die Töss in den Rhein. Eine lange Fussgängerbrücke überspannt die Töss, wenige Meter bevor sie vom Rhein verschluckt wird. Nur ein paar Schwäne und ein Ruderboot kräuseln die stille Wasseroberfläche des Rheins, der hier eher einem See ähnelt. Mehrere Passagierschiffe und ein Gastgaus mit grossem Parkplatz deuten darauf hin, dass es hier nicht immer so still ist.

Wir steigen eine Treppe hinauf, umrunden die Gaststätte und nähern uns nach ein paar Schritten über einen schmalen Pfad dem Rheinufer. Entgegen der Flussrichtung folgen wir dem Rheinufer in Richtung Nordosten. Wo kleinere Tobel manchmal Wasser vom steilen Hang in den Rhein leiten, ermöglichen Holzstege das Weitergehen.

Der Weg wird auch als Biberweg bezeichnet. Der Name leuchtet einem schnell ein, wenn man die vielen angenagten Baumstämme beobachtet. Eine Schleifspur am steilen Hang ist auf einer Tafel als Biberrutschbahn ausgezeichnet. Auf der Höhe des gegenüberliegenden Rheinufers taucht zwischen den Reben die Kirche Buchberg auf.

Bei leichtem Auf und Ab benötigen wir für die knapp drei Kilometer des Uferweges fast eine dreiviertel Stunde, bis ein Wanderwegweiser zur Hochwacht vom Rhein weg lockt. Waldweg und Treppchen bringen uns in gut 10 Minuten fast 100 Höhenmeter hinauf, wo uns am Waldrand die Sonne ins Gesicht strahlt.

Bei Talcher, einem Pferdehof, laufen wir ein kaum befahrenes Asphaltsträsschen etwa 50m in Richtung Teufen (Süden), wo dann ein Landwirtschaftsweg bergwärts nach links abzweigt. Im Aufstieg auf die mehr als 200m höhere Hochwacht wechseln sich Landwirtschaftswege und tief eingeschnittene Waldpfade ab.

Zehn Minuten vor Erreichen der Hochwacht passieren wir eine der luxuriösen, schweizer Grillstellen, mit am Dreibein aufgehängtem und höhenverstellbarem Grillrost, Feuerholz, Sitzbänken und fliessendem Wasser aus einem Brunnen. Auf dem Gipfel der Hochwacht überrascht uns dann eine grandiose Aussicht in Richtung Westen.

Ganz markant liegt Eglisau mit seinen beiden Rheinbrücken unter uns. Die Eisenbahnbrücke sieht bei dieser Entfernung auf den ersten Blick aus, als wäre sie in der Mitte unterbrochen. Die weniger auffällige Strassenbrücke haben wir erst vor drei Stunden während der Anfahrt benutzt. Am Horizont leuchten die weissen Schneefelder auf dem Gipfel des Feldberg.

Schnell brennt an der Grillstelle mit schönster Aussicht ein prächtiges Feuer. Dieses mal sind wir mit Zeitungspapier zum Anzünden ausgerüstet und das bereitliegende Feuerholz ist trocken. Obwohl schnell heisse Glut zur Verfügung steht, werden die ersten Würstchen über den Flammen angekokelt. Wir lernen, wie der Tanz der Indianer um das Feuer entstanden ist. Der Rauch der Flammen treibt uns ebenfalls im Kreis, allerdings nur mit Würstchen am Spies, statt mit Tomahawk in der Hand.

Eine frische Brise lässt das Feuer schnell abbrennen und treibt uns nach einer Stunde wieder zur Bewegung an. Wir folgen dem Höhenweg über den Irchel in Richtung Südosten, werden aber schon nach 200m umgeleitet. Ein Wanderwegweiser kündigt den Aussichtspunkt Kleiner Hebelstein mit 15 Minuten Gehzeit an. Den Abstecher wollen wir machen.

Zuerst geht es ein wenig abwärts, doch dann bleibt der Pfad durch den Wald auf der Höhe. Beinahe verpassen wir die letzte Abzweigung, von der nur eine Minute Gehzeit zur Aussichtskanzel zu gehen sind. An der steilen Felskante der Aussichtskanzel soll ein morsches Holzgeländer vor dem Abstürzen bewahren. Anlehnen nicht ratsam.

Die Sicht ist wieder einmal überwältigend. Dieses mal sieht man in Richtung Norden, in der Ferne die Hegauberge und zu Füssen die Ortschaft Berg am Irchel. Vom Rhein sind nur kurze Abschnitte in der Landschaft verstreut zu sehen, die eher wie kleine Seen wirken. Der Abstecher hat sich also gelohnt.

Meist auf breiten Waldwegen geht es in einer Stunde auf der Höhe des langgezogenen Irchel zum nächsten Abstecher, dem Irchelturm. Obwohl seine gesamte Höhe 63m beträgt, bekommen wir ihn erst in letzter Minute zu Gesicht. Über durchsichtige Eisenstufen steigen wir zur 28m hohen Aussichtsplattform hinauf. Und wieder sind wir von der tollen Aussicht überwältigt.

Im Süden sind weite Teile der Alpenkette zu sehen, von der wir leider nur wenige Gipfel identifizieren können. Im Osten liegt die Stadt Winterthur inmitten ihrer Waldhügel mit dem schneeweissen Säntis im Hintergrund unter stahlblauem Himmel. Und im Norden wieder die Hegauberge im Hintergrund und zu Füssen die Ortschaft Buch am Irchel.

Ungefähr einen Kilometer folgen wir dem Weg, den wir gekommen waren. Dann geht es Dank blätterloser Jahreszeit über den sonnigen Südhang Richtung Freienstein hinunter. Am Waldrand wird der Blick auf Rorbas, die Nachbargemeinde von Freienstein und die Burgruine Freienstein frei. Dieser wollen wir jetzt einen kurzen Besuch abstatten.

Bei einer Wohnschule steigen wir ein paar Stufen hinauf und laufen die letzten Meter durch Weinbaugebiet bist zum quadratischen Überbleibsel der Burg. Über eine Holztreppe gelangen wir zum Eingang der Burg. Im Inneren führt ein Eisensteg an der Wand im Kreis herum. All zu viel gibt es nicht zu sehen.

Von der Burgruine steigen wir durch den Weinberg über steile Holzstufen Richtung Freienstein hinab, wo wir die Wanderung in einer Gartenwirtschaft ausklingen lassen.

Bild 1: Tössbrücke in Freienstein

Bild 2: Uferweg an der Töss

Bild 3: Uferweg an der Töss

Bild 4: Waldweg

Bild 5: 1-PS-Karosse ohne Motor

Bild 6: Rhein am Tössegg

Bild 7: Schwan

Bild 8: Schwan

Bild 9: Fussgängerbrücke am Tössegg

Bild 10: Spiegelung im Rhein

Bild 11: stiller Rhein

Bild 12: kleiner Wasserfall

Bild 13: Rheinuferweg

Bild 14: Rheinuferweg

Bild 15: Tobel im Gegenlicht

Bild 16: Rhein

Bild 17: Rheinuferweg

Bild 18: Kirche von Buchberg

Bild 19: Weg bei Talcher

Bild 20: Hohlweg zur Hochwacht

Bild 21: Ausblick von der Hochwacht

Bild 22: Eglisau am Rhein

Bild 23: Ausblick von der Hochwacht

Bild 24: Hütte auf der Hochwacht

Bild 25: Ausblick vom Kleinen Hebelstein

Bild 26: Berg a. Irchel und Hegauberge

Bild 27: Rheinabschnitt

Bild 28: Baum frisst Wegweiser

Bild 29: Irchelturm

Bild 30: Winterthur und Säntis

Bild 31: Buch am Irchel

Bild 32: Alpensicht vom Irchelturm

Bild 33: Durchsicht

Bild 34: Irchelturm

Bild 35: sonniger Waldweg

Bild 36: sonniger Waldweg

Bild 37: Rorbas und Burgruine Freienstein

Bild 38: Sträuchertor

Bild 39: Burgruine Freienstein

Bild 40: Blick durchs Burgfenster

Bild 41: Weinberg unter Burgruine Freienstein

Bild 42: der Frühling erwacht
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