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Laghetto del Grillo (218)
Montag 28.07.2008

Anfahrt: Übernachtung im Hotel San Lorenzo (Chiavenna)

Route: Uschione - A.Damino - Lagh del Grillo - Loc Scarionzöö - A. Prato del Conte - Uschione

Gehzeit: ca. 6:00 h
Uschione - A.Damino  ... 1:20 h
A.Damino - Lagh del Grillo  ... 2:10 h
Lagh del Grillo - Loc Scarionzöö  ... 0:30 h
Loc Scarionzöö - Conte  ... 0:40 h
Conte - Uschione  ... 1:20 h

Höhendifferenz: ca. 1100m

Distanz: ca. 10km


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Am Vortag liefen wir zu Fuss von Chiavenna zum Bergdorf Uschione. Jetzt wollen wir mit dem Auto nach Uschione fahren und dort mit der Wanderung beginnen. Die Abzweigung in Prata-Camportaccio Richtung Uschione ist nicht zu finden, wir fragen uns durch. An einer Schranke endet die Bergfahrt auf dem kurvenreichen, schmalen Bergsträsschen. Es ist Werktag und deshalb genügend Parkplätze frei.

Die Meinung, auf dem Parkplatz am Ortsrand von Uschione zu stehen, müssen wir schnell korrigieren. Hinter der Schranke geht das Asphaltsträsschen weiter und erst nach 50 Höhenmeter erreichen wir tatsächlich Uschione. Dort füllen wir noch schnell an einem Brunnen die Wasserflaschen auf.

Laut Wanderwegweiser müssen wir die Strasse, die wir gekommen waren, ein Stück zurück laufen. Eine Wegmarkierung zeigt von der Strasse weg. Wir verfolgen den wenig ausgetretenen Pfad und geraten mehr und mehr ins Dickicht. Wären da nicht die Dornen, würden wir uns durch kämpfen. So geben wir auf, wenige Meter bevor der Pfad wieder auf die Strasse mündet.

Durch den Wald gewinnen wir schnell an Höhe. Die Markierungen erinnern an Ostern, sie müssen teilweise gesucht werden. So hangeln wir uns von Markierung zu Markierung durch. Nach einer guten Stunde verlässt der Pfad den Wald. Nur mit wachem Auge sind die Trittspuren durch die Bergwiesen als Pfad auszumachen. Bei den Häusern von Damino werden wir von einem bellenden Hund empfangen.

Ein paar Minuten später gabelt sich der Weg. Die Markierungen zeigen in unterschiedliche Richtungen. Die richtige Entscheidung muss getroffen werden. Die Wanderkarte hilft nicht weiter. Da wir die Rundwanderung entgegen dem Uhrzeigersinn machen wollen, entscheiden wir uns für den rechten Weg.

Nach einer halben Stunde erreichen wir ein verfallenes Haus auf einer Lichtung. Eine Abzweigung nach A.Prato del Conte ist beschildert, aber auf der Wanderkarte nicht verzeichnet. Auf einem Stein ist ein Pfeil und die Aufschrift L.Grillo aufgepinselt. Das ist unsere Richtung. Seit Uschione sind wir nun schon 2 Stunden unterwegs und haben dabei mehr als 700 Höhenmeter gewonnen.

Die Steigung nimmt nun etwas zu und gelegentlich sind mit Hilfe der Hände ein paar Felsen zu überwinden. Abschnittsweise quert der schmale Pfad den sehr steilen Südhang. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir eine Hochebene mit Wiesen und Häuschen. Irgendwann muss doch der See kommen. Und bald schimmert ein türkisgrüner Fleck zwischen den Bäumen.

Der Pfad führt durch Heidelbeersträucher ein Stück vom Seeufer entfernt am See entlang. Dann ist der Zugang frei. Nach 3:30 Stunden Aufstieg ohne nennenswerte Pause haben wir jetzt eine lange Rast verdient. Über die Berggipfel ziehen Wolken herunter. Doch die übliche Seeumrundung muss sein. Gerade einmal um den See herum geklettert, fängt es auch schon an zu tröpfeln.

Der Gedanke ist jetzt bei den Felsen, die im nassen Zustand zur Rutschbahn werden. Auf einem Stein ist neben einem dicken Pfeil unser Zielort Uschione aufgemalt. Der erste Teil des Abstiegs ist sehr steinig und es lässt sich kaum vermeiden, nasse Steine zu betreten. Auf der Wanderkarte ist Biv. Scarionzöö auf 1703 Meter Meereshöhe als allgemein zugängliche Hütte verzeichnet. Nach einer halben Stunde finden wir diese Hütte. Sie ist zwar zugänglich aber eher unbewohnbar. Dafür sind dort ganz neue Wegweiser angebracht.

Inzwischen hört es auf zu tröpfeln. Der Weg ist auch nicht mehr so steinig und 40 Minuten später erreichen wir A Prato del Conte, knappe 300 Höhenmeter tiefer als Scarionzöö. Ein altes Haus scheint im Obergeschoss bewohnt zu werden. Wir machen nebenan, unter einer Baumgruppe, wo Bänke um einen Tisch aufgestellt sind, eine kleine Rast.

In unmittelbarer Nachbarschaft finden wir ein grösseres, modernes aber im alten Stil gebautes Haus mit Umzäunung. Die ganze Umgebung macht einen gepflegten Eindruck. Inzwischen scheint auch die Sonne wieder. Für den restlichen Abstieg nach Uschione benötigen wir etwas mehr als eine Stunde. Er führt überwiegend über Bergwiesen. Hie und da steht ein mehr oder weniger bewohnbares Häuschen.

Die letzten Meter vor Uschione hat die Witterung dem Wanderweg sehr zugesetzt. Aber die Häuser von Uschione sind in Sichtweite und so finden wir uns auch weglos zurecht. Zu unserer Freude ist eine Gartenwirtschaft in der Nähe der Kirche geöffnet. Die Wirtin spricht schweizerdeutsch. So setzen wir uns unter den Sonnenschirm und lassen ein Radler auf der Zunge verdampfen.

Dannach stehen nur noch 50 Höhenmeter abwärts auf asphaltiertem Strässchen an, um zum Parkplatz unterhalb von Uschione zu kommen.

Bild 1: Kirchturm von Uschione

Bild 2: Blick nach Uschione hinunter

Bild 3: A.Damino

Bild 4: A. Tecciali

Bild 5: Pfad im Lerchenwald

Bild 6: Tiefblick nach Chiavenna

Bild 7: Pfad am Südhang

Bild 8: Berglandschaft

Bild 9: Haus unterm Il Mottaccio

Bild 10: Laghetto del Grillo

Bild 11: Laghetto del Grillo

Bild 12: Wegweiser

Bild 13: A. Prato del Conte

Bild 14: Hochebene mit Häuser

Bild 15: Bergwiese und Wolken

Bild 16: Hochebene mit Häuser

Bild 17: Hauswurz

Bild 18: Hochebene mit Häuser

Bild 19: Hochebene mit Häuser

Bild 20: Baumsterben

Bild 21: Häuser von Uschione

Bild 22: Häuser von Uschione

Bild 23: Haus in Uschione
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