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Wilkethöchi (241)
Freitag 01.05.2009

Anfahrt: Rielasingen - Konstanz - Wil - Lichtensteig - Brunnadern

Route: Brunnadern - Wimpfel - Gerensattel - Wilkethöchi - Grillpatz Wilket - Chubelboden - Hönenschwil - Bergli - Fuchsacker - Degersheim

Gehzeit: ca. 4:00 h
Brunnadern - Wimpfel  ... 0:55 h
Wimpfel - Gerensattel  ... 0:30 h
Gerensattel - Wilkethöchi  ... 0:30 h
Wilkethöchi - Grillpatz Wilket  ... 0:10 h
Grillpatz Wilket - Chubelboden  ... 0:25 h
Chubelboden - Hönenschwil  ... 0:15 h
Hönenschwil - Bergli  ... 0:15 h
Bergli - Fuchsacker  ... 0:30 h
Fuchsacker - Degersheim  ... 0:30 h

Höhendifferenz: ca. 800m

Distanz: ca. 13km

Am Bahnhof von Brunnadern ist das Parken für Benutzer der Bahn erlaubt. Wir beabsichtigen, nach der Wanderung die Bahn für die Strecke Degersheim - Brunnadern in Anspruch zu nehmen. Also fühlen wir uns berechtigt, am Bahnhof Brunnadern zu parken.

Der Wanderwegweiser zeigt Richtung Dorfmitte. Vom Wanderführer wissen wir aber, dass ein Wiesenpfad direkt vom Bahnhof abgehen soll. Richtung Norden finden wir auch nach ein paar Metern eine Treppe, die über eine Wiese steil hinunter führt.

Nach etwas mehr als 200 Metern biegen wir an einer Kreuzung nach links, in Richtung Necker ab. Bevor wir über die bedachte Holzbrücke den Necker überqueren bleiben wir jedoch stehen und trauen unseren Augen kaum. An einem Dachfenster hängt ein Mann in Unterhosen und lässt sich auf dem Dach liegend in der Sonne brutzeln.

Eine knappe Stunde lang bringt uns der steile Aufstieg zum Schwitzen. Nur die Sohlen der Wanderschuhe werden durch das feuchte Gras abgekühlt, aber das bringt uns nicht viel. Steile Wiesen- und Waldpfade wechseln sich ab. Ab und an muss man gut hinschauen, um eine versteckte Wegmarkierung zu sichten.

Oberhalb des Waldes macht der Wanderweg bei einem Bauernhaus im Winterschlaf einen Knick nach links. Wer nicht darauf achtet, läuft so wie wir geradeaus weiter. Spätestens ein Weidezaun sollte Stutzig machen, nicht uns. Wir übersteigen ihn und den nächsten und übernächsten auch. Wie es der Zufall will, kommen wir direkt am Berghaus Wimpfel heraus, an dessen Hauswand eine Wanderwegmarkierung klebt. Dem Bauern zuliebe sollte diese Abkürzung ab nicht genommen werden.

Am Bauernhaus machen wir erst mal eine kleine Trinkpause. Jeder entdeckt ein andere Tiere, wie Ziegen, Ferkel, Kaninchen im Fenster und Katzen. Eine Aussichtsterrasse würde zum Verweilen einladen, aber wir sind ja gerade mal eine Stunde unterwegs. Ein kleines Holzhäusschen bietet Selbstbedienung an, doch die Saison hat wohl noch nicht begonnen, denn der Kühlschrank ist noch leer.

Ein Paar Minuten geniessen wir die Aussicht Richtung Westen, Norden und Osten, dann setzen wir den Marsch den Wiesenhang hinauf in Richtung Süden fort. Wir folgen dem orangen Wegweiser der Regionalen Zivilschutzorganisation Neckertal mit der Aufschrift "Wilket".

Von einer Anhöhe, gekrönt von einem alleinstehenden Baum, schauen wir noch mal auf das schöne Wimpfel zurück. Der Baum ist umrahmt von Sitzbänken, die wiederum von einem Holzzaun umgeben sind. Unser Weiterweg in Richtung Osten ist von hier aus als breiter Berggrat zu erkennen. Dem folgen wir und erreichen nach 10 Minuten den Gerensattel. Dort lesen wir, dass wir uns auch auf dem Neckiweg befinden.

Zur Wilkethöchi ist eine Gehzeit von 35 Minuten angeschrieben. Ein idyllischer Waldpfad folgt dem Berggrat in sicherem Abstand zum Abgrund. Durch Baumlücken hindurch sieht man immer wieder in die Ferne, wo Speer und Säntis unverwechselbar zu erkennen sind. Nach unten sehen wir auf St. Peterzell und weiter hinten vermuten wir ein paar Häuser von Hemberg.

Trotz kurzer Trinkpause erreichen wir nach 30 Minuten den Gipfel der Wilkethöchi. Die Bergkante ist durch einen stabilen Zaun gesichert. Eine Panoramatafel verrät uns die Namen von Gipfeln, die wir grösstenteils kaum sehen können. Dunst vermiest uns das grandiose Alpenpanorama. Wie so oft versteckt der Säntis seinen Funkturm in einer Wolke. Vielleicht hätten die Schweizer da was Schöneres hin bauen sollen.

Mangels Weitsicht fällt die Gipfelpause etwas kürzer aus. Ausserdem verlangen die Grillwürste im Rucksack nach etwas Hitze. Künstlich angelegte Holzstufen erleichtern dem Einen und erschweren dem Anderen den Abstieg vom Gipfel in Richtung Osten. Schon nach 10 Minuten kommt wie gerufen eine noble Grillstelle vom Feinsten, typisch Schweizerisch halt.

In der offenen Schutzhütte könnte man es sich bei schlechtem Wetter gemütlich machen. Sie ist sogar beheizbar und bietet notfalls Übernachtungsmöglichkeit. Wir bilden eine Halbkreis um die Feuerstelle und feuern unsere Brandmeister beim Feuer machen an. Die machen ihre Sache gut, denn schon bald haben wir heisse Glut für unsere noch kalten Würste.

Zu schnell sind die Würste verzehrt und gewissenhaft löschen wir die Restglut mit einer Schale Wasser, das im Auffangbehälter der Schutzhütte zur Verfügung steht. In ordentlichen Zustand verlassen wir den gemütlichen Ort nach 1,5 Stunden und folgen dem Schotterweg, bergab durch den Kubelwald zum Kubelboden.

Nach 15 Minuten zweigt ein Waldpfad nach rechts vom Schotterweg ab. Auf dem laubbedeckten Waldpfad ist Vorsicht geboten, denn abseits des Pfades geht es ziemlich steil abwärts. Dichte Bärlauchfelder säumen den Pfad und kämen wir nicht gerade vom Grillen, würde wohl der Eine oder Andere an eine Bärlauchsuppe denken.

Den Kubelboden und die Strasse nach Dicken bereits in Sicht, versperren weidende Kühe den Weiterweg. Nur ungern lassen sie sich von ihrem Futter vertreiben. Letztendlich geben sie nach und lassen uns weiter ziehen.

In einem weiten Bogen unterhalb 900m ü.d.M. umgehen wir das Bergli, das uns noch einmal einen Aufstieg bescheren wird, bis Hönenschwil. Dabei sehen wir auf den netten Ort Dicken hinunter. Nach 15 Minuten werden wir am letzten Haus von Hönenschwil lautstark empfangen, oder beschimpft? In einem Käfig kreischen mehrere grosse Papageien um die Wette.

Zur Höhe des Bergli steigt nun der Weg steil an. Der Atem wird schneller und stockt schliesslich nach 10 Minuten. Eine winzige Schlange stoppt 14 grosse Menschen. Eine kleine Blindschleiche schlängelt sich quer über den Weg. Fünf Minuten später ist die Begegnung mit dem Ungeheuer durch den Anblick der Aussichtsterrasse des Berggasthauses Bergli vergessen. Die Gedanken sind jetzt bei einem kühlen Bier.

Nach der Einkehr sind noch einmal zwei kleinere Anstiege von jeweils weniger als 50 Höhenmetern auf Landwirtschaftswegen zu meistern. Bereits nach 30 Minuten könnten wir erneut auf einer Aussichtsterrasse sitzen und die schöne Aussicht vom Berggasthaus Fuchsacker geniessen. Aber wir setzen den Weg fort.

Wie auf dem Wanderwegweiser angegeben, laufen wir in 30 Minuten den Forstweg durch den Wald, hinunter nach Degersheim. Unterwegs versperrt ein umgefallener Holzstapel die Zufahrt zum Berggasthaus Fuchsacker, so dass im Moment sichergestellt ist, dass am Berggasthaus kein Auto zu sehen ist.

Am Bahnhof von Degersheim lösen wir am Automaten für 5,60 Schweizerfranken einen Fahrschein nach Brunnadern. Die Bahn bringt uns dann in nur 7 Minuten zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.

Bild 1: bedachte Neckerbrücke

Bild 2: Sonnen auf Schweizer Art

Bild 3: Waldpfad zum Oberberg

Bild 4: Wegmarkierung

Bild 5: Fernsicht

Bild 6: Terrasse von Wimpfel

Bild 7: Ziegenbock

Bild 8: Kaninchen hinter Gitter

Bild 9: Köblisberg und Neutoggenburg

Bild 10: Wimpfel (1035m)

Bild 11: Gratweg zum Gerensattel

Bild 12: Gratweg

Bild 13: Blick von Wilkethöchi auf St. Peterzell

Bild 14: Abstieg von der Wilkethöchi

Bild 15: Schutzhütte Wilket

Bild 16: diverse Würstchen

Bild 17: Abstieg zum Chubelboden

Bild 18: Bärlauchpfad

Bild 19: Chuebelboden

Bild 20: tierisches hindernis

Bild 21: Dicken (816m)

Bild 22: Hönenschwil (880m)

Bild 23: Blindschleiche

Bild 24: Blick Richtung Hochalp (1530m)

Bild 25: Hochwacht (1073m)

Bild 26: Berggasthaus Bergli (999m)

Bild 27: Weg nach Fuchsacker

Bild 28: stolze Kuh

Bild 29: Aussicht von Fuchsacker

Bild 30: Kirche von Degersheim
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