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Schesaplana (335)
Samstag 20.08.2011

Anfahrt: Rielasingen - Stein am Rhein - Frauenfeld - St. Gallen - St. Margrethen - Diepoldsau - Feldkirch - Brandnertal

Route: Douglashütte - Totalphütte - Schesaplanasteig - Schesaplana - Gemslückensteig - Totalphütte - Douglashütte

Gehzeit: ca. 5:30 h
Douglashütte - Totalphütte ... 1:10 h
Totalphütte - Südwandsteig ... 1:00 h
Südwandsteig - Schesaplana ... 0:35 h
Schesaplana - Nähe Gamsluggen ... 1:25 h
Nähe Gamsluggen - Totalphütte ... 0:25 h
Totalphütte - Douglashütte ... 0:55 h

Höhendifferenz: ca. 1000m

Distanz: ca. 12km

Anfangs ist es auf der Strasse durch das Brandnertal noch ruhig. Spätestens ab dem Touristenort Brand, mit seinen vielen Hotels und Gästehäusern, fahren wir im Konvoi die schmale Strasse ins Seetal hinauf. Noch bevor wir die Seilbahnstation der Lünerseebahn zu Gesicht bekommen, parken wir am Strassenrand.

In der Seilbahnstation herrscht erwartungsgemäss etwas Gedränge. Im Gegensatz zur Schweiz ist Seilbahnfahren in Österreich richtig billig. Nur 9,60 Euro kostet das Retourticket. Das Drehkreuz zum Einstieg in die Gondel ist blockiert bis die Gondel abgefahren ist. Dank der kurzen Fahrzeit der Gondel bis zur Bergstation am Staudamm steht die nächste leere Seilbahnkabine schnell wieder bereit.

Beim Besteigen der Seilbahnkabine bittet der Schaffner aufzurücken und die Rucksäcke auszuziehen, damit die Seilbahn leichter wird. Und wie das mit dem Aufrücken nur zögerlich funktioniert, gibt der Schaffner den Rat: "auf Männer, ran an die Mädels, noch sind sie frisch". Nicht mal fünf Minuten später weht uns auf der Staumauer des Lünersee ein frischer Wind um die Nase.

Auf der Wanderkarte unter den Wegweisern schauen wir unsere geplante Route an. Der Wanderwegweiser gibt als Gehzeit auf die Schesaplana drei Stunden an, mit dem Hinweis, nur für Geübte. Doch der erste Kilometer eignet sich auch für völlig Ungeübte, denn der Uferweg ist breit und verläuft auf einer Höhenlinie.

Nach einer Viertelstunde zweigt endlich der Bergpfad Richtung Totalp ab. Auf dem schmalen Pfad entfernen wir uns langsam vom Lünersee. Anfangs ist der Pfad noch von Latschenkiefern gesäumt, dann sind nur noch Geröll, Steine und viele Wanderer zu sehen. An der Abzweigung zum Schweizertor, die wir nach einer viertel Stunde passieren, ist der Pfad als Totalpweg bezeichnet.

Beinahe im Gänsemarsch laufen wir in einer knappen dreiviertel Stunde den steinigen Zickzackweg bis zur Totalphütte hinauf. Unterwegs verspricht eine, an einen Felsblock genagelte, alte Werbetafel für Bier von der Brauerei Fohrenburger: "nur noch 17 Minuten zur Totalp-Hütte".

Es kostet schon etwas Überwindung, nicht auf der Terrasse der Berghütte Platz zu nehmen, und ein kühles Bier zu trinken. Aber wir widerstehen und setzen unseren Weg unverzüglich fort. Die ersten Meter nach der Hütte geht es sogar leicht bergab. Dann steigt der Pfad steil an und schlängelt sich durch einen Mix von Schotterfeld und Felslabyrinth.

Im steinigen Gelände gibt es oft keinen eindeutigen Pfad, aber immer viele Varianten. Je nach Wahl der Variante ist auch leichtes Kraxeln angesagt. Dazu gibt es mal zwei Metallstifte, mal ein Drahtseil. Der technische Anspruch hält sich in Grenzen. Wenn mal eine Markierung zu sehen ist, dann in der Farbe blauweiss. Auf der Karte ist der Weg als Schesaplanasteig bezeichnet.

Nach fünfeinviertel Sunden Aufstieg drängen sich wieder alle auf einen einzigen Pfad. Im oberen Bereich der Schesaplana ist ein kurzer Abschnitt der steilen Südwand zu queren. Zuerst geht es an Felsbändern entlang, die durch ein altes, rostiges Drahtseil gesichert sind. Dann quert der schmale, leicht abschüssige Pfad einen steilen Schotterhang, Gegenverkehr unerwünscht.

Der schmale Pfade führt zum breiten Südgrat der Schesaplana, wo man unkontrolliert von Österreich in die Schweiz übertritt. Eine Metalltafel zeigt die Grenze an. Von hier aus ist nun auch das Gipfelkreuz zu sehen, umgeben von vielen Gipfelstürmern. Höchstens noch zehn Minuten steigen wir über den feinen Schotter zum Gipfelplateau hinauf.

Eine wunderbare Aussicht entschädigt für die Strapazen des Aufstiegs. Durch das grüne Brandnertal sehen wir bis Bludenz. Über den Felsspitzen leuchtet das helle Türkisgrün des Lünersee. Auf der anderen Seite sehen wir auf den Brandner Gletscher hinunter. Auch die markante Spitze der Zimba ist nicht zu übersehen.

Nach einer kurzen Gipfelrast reihen wir uns in die Kolonne der Absteiger ein. Nach dem Grenzübertritt warten wir ab, bis die Passage frei von Gegenverkehr ist. Eine gute halbe Stunde steigen wir den gleichen Pfad ab, den wir aufgestiegen waren. An einem Kreuzungspunkt schlagen wir den Weg in Richtung Gamsluggen ein, der auf dem Wanderwegweiser mit einer Gehzeit von einer dreiviertel Stunde angegeben und in der Wanderkarte als Gemslückensteig bezeichnet ist.

Offensichtlich sind wir die einzigen Wanderer auf diesem Steig, der sich eigentlich unsichtbar durch die Felslandschaft schlängelt. Nur die blauweissen Markierungen an den Felsen verraten uns die Richtung. Nach ein paar Minuten zweigt ein nicht markierter Winterweg zur Totalphütte ab, den wir aber links liegen lassen.

Immer wieder zwingen uns in der kargen Landschaft ganze Blumenbüschel in die Knie, sie wollen fotografiert werden. Nach 30 Minuten, noch bevor wir die Gamsluggen erreichern, zweigt nach links der Weg zur Totalphütte ab. Der Lünersee unter unseren Füssen leuchtet wieder in hellem Türkisgrün, dort wo er von der Sonne beschienen wird.

Mittlerweile sind wieder Pfade im Schotter ausgetreten, so dass die Orientierung leichter fällt. Trotzdem laufen wir weglos zum nächsten Wanderwegweiser, den wir etwas unterhalb erspähen. Auf diesem Wanderwegweiser ist bis zur Totalphütte eine Gehzeit von 25 Minuten angegeben. Fast auf einer Höhenlinie laufen wir in gut 20 Minuten in Richtung Norden bis zur Totalphütte.

Jetzt lassen wir uns eine Rast auf der Terrasse der Hütte nicht mehr nehmen. Die Bedienung bringt uns schnell das langersehnte Weizenbier, das auch bei einer Wespe Wohlgefallen findet. Nach der Errettung der Wespe vor dem Biertod beobachten und fotografieren wir sie beim Trocknen der Flügel. Sie fliegt weg, kehrt wieder und bedankt sich mit einem schmerzhaften Stich in den Unterarm.

Nur die letzte Talfahrt der Lünerseebahn zwingt uns zum Abbruch der Rast auf der Terrasse der Totalphütte. Den Plan, den Lünersee zu umrunden, opfern wir einem zweiten Hefeweizen. So bleibt uns noch genau die auf dem Wanderwegweiser angegebene Gehzeit von einer Stunde bis zur Bergstation der Lünerseebahn.

Auf dem gleichen Weg, den wir morgens aufgestiegen waren, steigen wir nun zum Lünersee hinunter. Jetzt sind deutlich weniger Wanderer unterwegs als am Morgen. Neben vielen Anglern beobachten wir auch einige Schwimmer im Lünersee. Fünf Minuten vor Torschluss passieren wir das Drehkreuz zur Einstiegsrampe der Seilbahn. Direkt nach uns blockiert das Drehkreuz, das es genug Fahrgäste gezählt hat, um die Seilbahnkabine zu füllen. Die Mädels sind jetzt nicht mehr so frisch.< BR>

Bild 1: Lünerseebahn

Bild 2: Parkplatz Lünerseebahn

Bild 3: Hütten unterhalb Lünerseestaumauer

Bild 4: Uferweg am Lünersee

Bild 5: Felsen und Mond

Bild 6: Uferweg und Schafgafall

Bild 7: Blick Richtung Staumauer

Bild 8: Glockenblumen

Bild 9: Wegweiser am Lünersee

Bild 10: Spiegelung im Lünersee

Bild 11: Alpenblumen im Fels

Bild 12: Berglandschaft

Bild 13: Totalphütte (2318m)

Bild 14: Totalphütte

Bild 15: Bergweg zum Kraxeln

Bild 16: Seekopf, Totalpsee und Totalphütte

Bild 17: Berglandschaft

Bild 18: Blick zur Totalphütte

Bild 19: Seekopf, Totalpsee und Totalphütte

Bild 20: Seekopf und Lünersee

Bild 21: Blick Richtung Zimba

Bild 22: Seekopf, Lünersee und Drusenfluh

Bild 23: Blick zum Lünersee

Bild 24: am Schesaplanasteig

Bild 25: Südhang Schesaplana

Bild 26: Felsband mit Drahtseil

Bild 27: Abschüssiger Pfad zur Landesgrenze

Bild 28: Gipfelkreuz Schesaplana

Bild 29: Lünersee und Grenztafel

Bild 30: Blick übern Südhang zum Lünersee

Bild 31: Schesaplanasteig und Zimba

Bild 32: Blick Richtung Norden

Bild 33: Lünersee über Feslspitzen

Bild 34: Gletscher und Lünersee

Bild 35: Gipfelkreuz Schesaplana

Bild 36: Blick ins Brandnertal

Bild 37: See am Brandner Gletscher

Bild 38: Brandner Gletscher

Bild 39: unter den Füssen

Bild 40: Blick Richtung Prättigau

Bild 41: Abstieg Schesaplanasteig

Bild 42: Felsband mit Drahtseil

Bild 43: Lünersee und Drusenfluh

Bild 44: Seekopf und Lünersee

Bild 45: Steinmännchen und Zimba im Schatten

Bild 46: Seekopf und Lünersee

Bild 47: Gemslückensteig

Bild 48: am Gemslückensteig

Bild 49: am Gemslückensteig

Bild 50: Seekopf

Bild 51: Totalphütte unterm Seekopf

Bild 52: Drusenfluh (2830m)

Bild 53: Alpenblumen

Bild 54: Blick zur Schesaplana (re.)

Bild 55: Wolken über Drusenfluh

Bild 56: Drusenfluh und Gemslückensteig

Bild 57: Alpenblumen

Bild 58: Lünersee (1970m)

Bild 59: Schesaplanagipfel im Schatten

Bild 60: Lünersee

Bild 61: Alpenblumen

Bild 62: Lünersee

Bild 63: Lünersee

Bild 64: Schotterfeld am Lünersee

Bild 65: Seekopf und Totalphütte

Bild 66: Totalphütte

Bild 67: Wespe

Bild 68: blutender Berg

Bild 69: Berglandschaft

Bild 70: Drusenfluh und Kirchlispitrzen

Bild 71: Totalphütte

Bild 72: Glockenblumen

Bild 73: Bierwerbung am Totalpweg

Bild 74: Lünersee

Bild 75: Kirchlispitzen (2552m)

Bild 76: Zuluandakopf und Freschluakopf

Bild 77: Freschluakopf im Schatten

Bild 78: Blick Richtung Lünerkrinne

Bild 79: Blick Richtung Cavelljoch

Bild 80: Lünersee und Schafgafall

Bild 81: Uferweg Lünersee, Douglashütte (re.)
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