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Cadlimo Hütte (54)
01.-04.08.2003

Anfahrt: Rielasingen - Frauenfeld - Zürich - Urdorf - Cham - Brunnen - Andermatt - Oberalppass (1987m)

Fr. 01.08.2003: Oberalppass - Lai da Tuma - Val Maighels - Pso. Bornengo - Cadlimo Hütte (2570m)
Gehzeit: ca. 5:30 h (ca. 1150m, 13km)

Sa. 02.08.2003: Val Cadlimo - Lai di dentro - Cadagno Hütte (1987m) - Lago Cadagno - Lago di Tom - Lago Scuro
Gehzeit: ca. 6:00 h (ca. 1200m, 16km)

So. 03.08.2003: Via panotamica - Camoghé - Lago di Tom - Lago Scuro
Gehzeit: ca. 6:00 h (ca.1180m, 10km)

Mo. 04.08.2003: Cadlimo Hütte - Punta Negra (2714m) - Pso. Bornengo - Piz Alv (2769m) - Val Maighels - Oberalppass
Gehzeit: ca. 5:00 h (ca. 400m, 11km)


Info zur Cadlimo Hütte
Der Hüttenwirt ist deutschsprachig, obwohl die Hütte im Tessin liegt, da die Betreiber der Hütte in Zürich sitzen. Die Stromerzeugung erfolgt durch Sonnenkollektoren und Wasserkraft, also keine störenden Generatorgeräusche und Abgase. Dem Gast selbst steht kein Strom (keine Steckdose) zur Verfügung. Es gibt keine Duschen, dafür Einzelwaschkabinen. Nur kaltes Wasser.

Freitag, 01.08.2003
Während zuhause die Temperaturen Richtung 40 Grad steigen, frieren wir am Oberalppass leicht. Zum Laufen ist die Temperatur ideal. Zunächst führt der Pfad an einem steilen Grashang entlang, dann hinauf bis zum Lai da Tuma, dem See, aus dem der Rhein entspringt. Eine Tafel zeigt an, dass die Entfernung zur Mündung des Rheins 1320 km beträgt. Der See liegt romantisch zwischen den Felsen. Am Westufer blühen ausgedehnte Wollgrasfelder. Wir steigen wieder ab, vorbei an der Maighels Hütte, durch das breite Val Maighels bis zum Pass Maighels. Diesen lassen wir rechts liegen. Immer wieder verführen Wollgrasfelder zum fotografieren. Inmitten einer Steinmannkolonie suchen wir Schutz vor dem kalten Wind für eine Rast. Jetzt wird der Weg etwas steiler und schließlich hüpfen wir von Felsbrocken zu Felsbrocken über ein Steinmeer. Ein steiler Pfad führt die letzten 100 Höhenmeter hinauf auf den Pso. Bornengo. Von hier aus sieht man hinüber zur Cadlimo Hütte. Leider gibt es keinen Weg direkt hinüber, sondern ca. 200 Höhenmeter über ein Schotterfeld steil hinab, und anschließend wieder fast so viele Höhenmeter hinauf, durch felsiges Gelände. Unterwegs können wir einige Steinböcke beobachten. Große Steinmänner kündigen die Nähe der Cadlimo Hütte an.

Bild 1: Pfad vom Oberalppass Richtung Süden

Bild 2: verwaschenes Gestein

Bild 3: am Lai da Tuma

Bild 4: Markierung der Rheinquelle

Bild 5: Lai da Tuma mit Wollgras

Bild 6: Zufluss zum Lai da Tuma

Bild 7: Überquerung des Abflusses vom Lai da Tuma

Bild 8: Abfluss des Lau da Tuma (die erstem Meter des Rheins)

Bild 9: Pfad ins Val Maighels

Bild 10: Holzbrücke

Bild 11: kleiner Steinmann

Bild 12: Wollgras

Bild 13: Schneereste

Bild 14: glückliche Kühe

Bild 15: Wollgras

Bild 16: Wollgras




Bild 17-20: Steinmänner

Bild 21: See am Pass Maighels

Bild 22: Steinmann

Bild 23: Pso. Bornengo (2631m)

Bild 24: Blick ins Val Maighels

Bild 25: Pso. Bornengo vom Süden her

Bild 26: felsiger Weg zur Cadlimo Hütte

Bild 27: Cadlimo Hütte (2570m)

Bild 28: See in der Abendsonne

Bild 29: Punta Negra (2714m)

Bild 30: Pizzo Taneda (2666m)
Samstag, 02.08.2003
Zu früher Stunde sind die Schatten noch lang. Ein Hubschrauber landet zwischen den Steinmännern vor der Cadlimo Hütte und bringt frisches Kloopapier. Wir laufen in Richtung Osten durch das Val Cadlimo. Auf halber Strecke zum Lucmanierpass soll eine Abzweigung in Richtung Süden kommen. Offensichtlich haben wir die Abzweigung verpasst. Ortskundige Schäfer, die zufällig in der Nähe tätig sind, versichern uns, dass wir querfeldein über den Hügel wieder auf den richtigen Weg finden würden. Nicht bei allen stößt dieser Vorschlag sofort auf Begeisterung. Schließlich steigen wir doch querfeldein hinauf über Gras und Steine. Jeder sucht sich seinen leichtesten Weg. Am Gipfelgrad stoßen wir wieder aufeinander. In der Tiefe sehen wir tatsächlich unseren richtigen Pfad. Bei der schönen Aussicht von oben genießen wir zunächst eine Rast. Senkrecht unter uns sehen wir den L. di dento. Noch können wir uns nicht vorstellen, wie ein Weg dort hin führen soll. Aber es geht, steile Serpentinen führen sicher hinab und am steilen Hang entlang am See vorbei. Am See direkt wird Suppe gekocht und im See gebadet. Ungeduldige zieht es aber weiter zur Cadagno Hütte, wo kaltes Bier wartet. Bei dieser Hütte wird überwiegend italienisch gesprochen. Irgendwo haben wir den Grenzposten verpasst. Von der Cadagno Hütte geht ein bequemer Weg entlang des Lago Cadagno bis zum nächsten Anstieg. Rund um den See tummeln sich viele Badendgäste und an einem Grashang wird eine Open-Air-Veranstaltung mit vielen Zuschauern veranstaltet. In zügigem Marsch steigen wir zum Lago di Tom hinauf. Diesen lassen wir links liegen und starten durch bis zum Bassa del L. Scuro. Die Gruppe teilt sich in viele Grüppchen. Die Einen machen eine Rast, andere besteigen zum Abschluss noch den Pizzo Taneda oder den Punta Negra. Gebadet wird auch noch im hüttennahen See, dessen Wasser erstaunlich warm ist. Spätestens beim Abendessen sind wir wieder vereint.

Bild 31: Piz Alv (2769m) im Schatten (r)

Bild 32: L. dello Stabbio

Bild 33: Wollgras am See

Bild 34: kleiner See

Bild 35: Blick Richtung Lago Ritóm

Bild 36: Moos zwischen den Steinen

Bild 37: L. di dentro

Bild 38: L. di dentro

Bild 39: Blick Richtung Lago Ritóm

Bild 40: Pfad zur Cadagno Hütte

Bild 41: altes Steinhaus am Lago Cadagno

Bild 42: Blick Richtung Osten vom L. di Tom aus

Bild 43: L. di Taneda, L. di Tom, Lago Ritóm (von oben nach unten)

Bild 44: L. Scuro

Bild 45: Pizzo Taneda

Bild 46: leichte Kletterei unterhalb der Cadlimo Hütte

Bild 47: Margeriten

Bild 48: Steinmann

Bild 49: Cadlimo Hütte
Sonntag, 03.08.2003     Fotos: Alfred Jäger
Zusnächst steigen wir etwa 200 Höhenmeter hinab, zur Verzweigung, wo es rechts zum Pso. Bornengo geht. Von hier aus wollen wir den Panoramaweg machen. In Südöstlicher Richtung ist Via panoramica angeschrieben. Der Weg verdient seinen Namen zurecht, er verläuft als Höhenweg ständig zwischen 2200m und 2300m und man hat ständig schöne Tiefblicke ins Valle Levantina und weiter hinten ins Val Bedretto. Einige Gipfel und grasbewachsene breite Höhenrücken am wegesrand nehmen wir mit. Von oben besteht ein schöner Ausblick auf den Lago Ritóm und ins Valle Levantina. Auf einem Gipfel werden wir jedoch von fliegenden Ameisen vertrieben. Sie wollen nicht zulassen, dass wir in ihrem Revier Rast machen. Vom Camoghé aus wollen wir den Grad Richtung Norden verfolgen, weichen aber ab und zu aus, da uns der Grad gelegentlich etwas abenteuerlich erscheint. Trotzdem überwinden wird einzelne Kletterpassagen der Schwierigkeit 2-3. Ein Teil der Gruppe bevorzugt den Normalweg am Lago di Tom vorbei, wie bereits am Vortag. Die Strapazen der Tagestour waschen wir schließlich im Haus-See der Cadlimo Hütte ab. Am Abend genießen wir eine herrliche Abendstimmung bei rotgefärbten Berggipfeln, und ein Steinbock schaut auf uns herunter.

Bild 50: Piz Barbarena (Richtung Gotthard-Massiv)

Bild 51: Blick ins Val Canaria

Bild 52: Pso. Bornengo und Piz Alv

Bild 53: Camoghè (2356m)

Bild 54: Gotthard-Passstrasse

Bild 55: Ritomsee

Bild 56: Ritomsee

Bild 57: Ritomsee, Lago Cadagno, mit Piz Corandoni und Schenadui

Bild 58: kleiner See

Bild 59: am Gipfel des Camoghè

Bild 60: Camoghè vom Norden

Bild 61: Lago di Tom

Bild 62: Camoghè, Piz Tom, Piz Stabiello

Bild 63: die drei Seen in einer Linie

Bild 64: Abendstimmung

Bild 65: und abends kommt der Steinbock ...
Montag, 04.08.2003
Vor Antritt des Rückweges zum Oberalppass steigen wir noch auf einen der Hausberge der Cadlimo Hütte, dem Punta Negra auf. Von der Hütte aus durchqueren wir zunächst ein Felslabyrinth, bevor es durch steiniges und grasdurchwachsenes Gelände leicht hinauf geht. Je höher man kommt, um so größer werden die Steine, bis man am Gipfelgrad nur noch über große Felsbrocken balanciert. Der Gipfelgrad ist aber breit genug, so dass keine Schwindelgefühle aufkommen. Am Gipfel selbst begrüßen und einige mannsgroße Steinmänner. Von hier aus genießen wir eine herrliche Rundumsicht. Die Fernsicht ist uns leider durch ein paar Schönwetterwolken verwehrt. Während unseres Aufenthaltes auf dem Gipfel hören wir unter uns eine Steinlawine abgehen. Auf dem Rückweg nehmen wir an der Cadlimo Hütte unser schweres Gepäck auf und verabschieden uns vom Hüttenwirt. Der felsige Anstieg zur Hütte erscheint jetzt, beim Abstieg, eher als angenehm. Ab und zu sind die Hände im Einsatz. Vor uns liegt die Querung eines langen Schotterfeldes und ein steiler Anstieg über einen Grashang bis zum Pso. Bornengo. Viele Schweißtropfen führen dazu, dass auf dem Pass die T-Shirts zum Auswinden durchnässt sind. In Rekordzeit von nur 13 Minuten steigt unsere strärkste Dame vom Pass auf den Gipfel des Piz Alv. Nach ihrer Rückkehr sind alle ausgeruht und es geht hinunter in Richtung Pass Maighels. Durch das lange Val Maighels kommt der Oberalppass nur langsam näher. Einige Biker kommen uns auf Pfaden entgegen, auf denen sich schon Fußgänger konzentrieren müssen. Der Verkehrslärm vom Oberalppass her wird zunehmend lauter. Einsicheres Zeichen für unsere baldige Ankunft. Die Zivilisation hat uns wieder, zu erkennen an den entgegenkommenden Wanderern (?) mit ihrem Handy am Ohr.

Bild 66: auf dem Punta Negra

Bild 67: Pizzo Taneda (2666m)

Bild 68: Lago Scuro und Pizzo Taneda (r)

Bild 69: Gipfelgrad des Punta Negra

Bild 70: Moos zwischen Steinen

Bild 71: Cadlimo Hütte (2570m)

Bild 72: Pfad zum Pso. Bornengo vom Süden her

Bild 73: See unterm Pso. Bornengo

Bild 74: Punta Negra (2714m)

Bild 75: akkurate Markierungen

Bild 76: See am Pass Maighels

Bild 77: See am Pass Maighels

Bild 78: Steinmann

Bild 79: gespaltener Fels (zum Grössenvergleich siehe Person links unten)

Bild 80: Glockenblumen

Bild 81: P. Tiarms (?) am Oberalppass
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